Paket nach Papua-Neuguinea versenden: Zoll, GST und Laufzeit
Von Deutschland nach Port Moresby, Lae oder Madang: Geschäftssendungen richtig vorbereiten
Papua-Neuguinea liegt im südwestlichen Pazifik und gehört geografisch zu Ozeanien. Die Kombination aus großen Entfernungen, zahlreichen Inseln, Gebirgsregionen und einer teilweise begrenzten Verkehrsinfrastruktur macht internationale Lieferungen anspruchsvoller als in viele klassische Exportmärkte.
- Versand von Deutschland nach Papua-Neuguinea
- Paket-, Express- und Frachtlösungen
- Versand nach Port Moresby, Lae und weitere Regionen
- Zoll- und Warendaten digital vorbereiten
- 10 % GST bei der Einfuhr berücksichtigen
- Zollsatz anhand des HS-Codes prüfen
- REX und Präferenzursprung richtig nutzen
- Importgenehmigungen vor Versand klären
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Papua-Neuguinea verlangt vollständige Daten schon vor der Einfuhr
Bei Geschäftssendungen sollten Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, Warenwert und Importeur bereits vor der Abholung eindeutig feststehen.
Durch die langen Transportwege können fehlende Dokumente besonders unangenehm werden. Eine Sendung nach mehreren tausend Kilometern wegen eines fehlenden Import Permits festzusetzen, ist logistisch ungefähr so elegant, wie es klingt.
10 % GST einkalkulieren
Auf steuerpflichtige Warenimporte wird grundsätzlich eine Goods and Services Tax von 10 Prozent erhoben. Zusätzlich können Einfuhrzoll und weitere Abgaben entstehen.
Importeurregistrierung prüfen
Gewerbliche Importeure müssen bei der Papua New Guinea Customs Service registriert sein. Die Registrierung wird mit der lokalen Tax Identification Number verknüpft und in ASYCUDAWorld hinterlegt.
Seit September 2026 neue Ursprungsnachweise
Für die Zollpräferenz des EU-Pazifik-Abkommens werden EUR.1-Nachweise seit dem 1. September 2026 bei EU-Ausfuhren nicht mehr akzeptiert. Stattdessen ist eine Erklärung auf der Rechnung nach den neuen REX-Regeln maßgeblich.
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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben
DAP oder DDP nach Papua-Neuguinea: Importeur und Einfuhrkosten vorher klären
Bei einer Geschäftslieferung sollte bereits vor der Versandbuchung feststehen, wer die Einfuhrabfertigung übernimmt.
Bei DAP organisiert der Verkäufer den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Die Einfuhrabfertigung und die vereinbarten Importkosten liegen grundsätzlich beim Empfänger.
Dazu können gehören:
- Einfuhrzoll
- 10 % GST
- gegebenenfalls Excise Tax
- Importgenehmigungen
- Zollagentenkosten
- Carrier-Abfertigungsgebühren
- Weitertransport innerhalb Papua-Neuguineas
Bei DDP übernimmt der Verkäufer weitergehende Pflichten und vereinbarte Importkosten, sofern Carrier und lokale Importstruktur dies zulassen.
Gerade bei Papua-Neuguinea sollte vor einem DDP-Angebot geprüft werden:
- wer als Importeur auftritt
- ob eine gültige TIN und Zollregistrierung vorhanden sind
- welcher HS-Code gilt
- welcher Zollsatz anfällt
- ob die Ware EU-Präferenzursprung besitzt
- ob eine Importgenehmigung benötigt wird
- welche GST und weiteren Abgaben entstehen
- welche Kosten für die Weiterleitung zum Empfänger anfallen
Besonders bei Empfängern außerhalb von Port Moresby oder Lae sollte auch der innerstaatliche Transport in die Gesamtkalkulation einbezogen werden.
Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Papua-Neuguinea?
Der Einfuhrzoll hängt von der konkreten Tarifposition der Ware ab.
Die Papua New Guinea Customs Service prüft bei einer Einfuhr insbesondere:
- korrekte Warenklassifizierung
- Warenwert
- geltenden Zollsatz
- mögliche Beschränkungen
- notwendige Genehmigungen
Maßgeblich ist der Zollsatz, der am Tag der Einreichung der Einfuhranmeldung gilt.
EU-Waren können von Präferenzzöllen profitieren
Papua-Neuguinea gehört zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Pazifikstaaten.
Das Abkommen wird mit Papua-Neuguinea bereits seit 2009 vorläufig angewendet.
Es sieht eine asymmetrische Marktöffnung vor. Während Ursprungserzeugnisse aus Papua-Neuguinea zoll- und quotenfrei in die EU gelangen können, öffnet Papua-Neuguinea seinen Markt für EU-Ursprungswaren schrittweise und behält sensible Produktgruppen von der Liberalisierung aus.
Für deutsche Exporteure bedeutet das:
Je nach Ware und nachgewiesenem EU-Präferenzursprung kann ein günstigerer Zollsatz gelten.
Der Versand aus Deutschland allein begründet jedoch keinen EU-Ursprung.
Wie hoch ist die GST in Papua-Neuguinea?
Papua-Neuguinea erhebt eine:
Goods and Services Tax, kurz GST.
Der reguläre Satz beträgt:
10 %.
Die Steuer wird grundsätzlich auch auf steuerpflichtige Warenimporte erhoben.
Bei der Berechnung wird nicht ausschließlich der reine Warenwert betrachtet.
Die Zollverwaltung berechnet die GST grundsätzlich auf:
- Zollwert der Ware
- zuzüglich Einfuhrzoll
- gegebenenfalls weiterer relevanter Abgaben
Zusätzlich können abhängig von der Ware Excise Duties oder andere Gebühren entstehen.
Für eine DDP-Kalkulation sollte deshalb nicht einfach pauschal 10 Prozent auf den Rechnungsbetrag gerechnet werden.
Reguläre GST: 10 %
ASYCUDAWorld: Papua-Neuguinea wickelt Einfuhren elektronisch ab
Papua-Neuguinea verwendet für seine Zollverfahren das:
Automated System for Customs Data, ASYCUDAWorld.
Das System wird für sämtliche Import-, Export- und Excise-Anmeldungen verwendet.
ASYCUDAWorld wurde ab 2017 eingeführt und 2019 an allen offiziellen Zollhäfen vollständig ausgerollt.
Über das System werden unter anderem verarbeitet:
- Einfuhranmeldungen
- Ausfuhranmeldungen
- Zolltarifdaten
- Zollwertinformationen
- Dokumentenreferenzen
- Zahlungen
Gewerbliche Importeure müssen registriert sein
Alle Importeure und Exporteure müssen grundsätzlich bei der PNG Customs Service registriert werden.
Die Registrierung wird mit der Tax Identification Number der Internal Revenue Commission verknüpft.
Für Unternehmen gehören unter anderem folgende Unterlagen zur Registrierung:
- Form G26
- TIN Certificate
- Bill of Lading oder Air Waybill
- IPA-Unternehmensnachweis
Bei einer B2B-Lieferung sollte deshalb bereits vor Versand geprüft werden, ob der Empfänger als Importeur registriert ist.
Paket nach Papua-Neuguinea versenden: Was Unternehmen vorher wissen sollten
Papua-Neuguinea liegt nördlich von Australien und umfasst den östlichen Teil der Insel Neuguinea sowie zahlreiche kleinere Inseln.
Diese geografische Struktur hat direkten Einfluss auf Transportkosten und Laufzeiten.
Zu den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikstandorten gehören:
- Port Moresby
- Lae
- Madang
- Rabaul
- Mount Hagen
- Kimbe
Port Moresby ist Hauptstadt und bedeutender Luftverkehrsstandort.
Lae spielt dagegen eine besonders wichtige Rolle für Seefracht, Containerverkehr und die Versorgung des industriellen Hinterlands.
Welche Dokumente brauche ich für Papua-Neuguinea?
Bei einer regulären gewerblichen Einfuhr verlangt die Zollverwaltung typischerweise mehrere Handels- und Transportdokumente.
Dazu gehören:
- Commercial Invoice
- Bill of Lading oder Air Waybill
- Packing List
- Purchase Order
- gegebenenfalls Zahlungsnachweise
- Customs Valuation Documents
- gegebenenfalls Ursprungsnachweis
- gegebenenfalls Import Permit oder Licence
Die eigentliche Importerklärung wird normalerweise von einem zugelassenen Customs Broker elektronisch über ASYCUDAWorld eingereicht.
Was hat sich 2026 beim Präferenzursprung geändert?
Für Exporte aus Deutschland nach Papua-Neuguinea ist seit dem 1. September 2026 eine wichtige Änderung zu beachten.
Bis dahin konnten im Rahmen des EU-Pazifik-Abkommens unter anderem EUR.1-Nachweise verwendet werden.
Seit September 2026 gilt für EU-Ursprungserzeugnisse jedoch:
Die EUR.1 wird für die Inanspruchnahme der EPA-Zollpräferenz nicht mehr akzeptiert.
Stattdessen ist eine Erklärung auf der Rechnung maßgeblich.
Ausführer, denen nach EU-Recht eine REX-Nummer zugewiesen wurde, müssen diese in der Ursprungserklärung angeben.
Falls einem Ausführer nach den EU-Vorschriften keine REX-Nummer zugewiesen wird, kann die Erklärung unter den entsprechenden Voraussetzungen auch ohne REX-Nummer ausgefertigt werden.
Für regelmäßig nach Papua-Neuguinea exportierende Unternehmen ist diese Änderung besonders wichtig, weil alte Prozesse mit EUR.1 seit September 2026 nicht mehr zur EPA-Präferenz führen.
Wie lange dauert ein Paket nach Papua-Neuguinea?
Bei Standardpaketen ist mit deutlich längeren Laufzeiten zu rechnen als bei vielen anderen internationalen Zielen.
DHL nennt aktuell für Paket International:
mehr als 30 Werktage.
Die Lagerfrist beträgt aktuell 20 Tage.
Bei DHL Express Worldwide liegt die Regellaufzeit für Papua-Neuguinea dagegen bei ungefähr:
4 Werktagen
im internationalen Hauptlauf.
Die tatsächliche Zustellung kann länger dauern, insbesondere bei:
- Zollprüfung
- fehlenden Importgenehmigungen
- Empfängern außerhalb Port Moresbys oder Laes
- Weiterleitung auf andere Inseln
- schwer erreichbaren Regionen
Welche Sprache sollte die Zollinhaltserklärung haben?
DHL nennt für Papua-Neuguinea:
Englisch.
Die Warenbeschreibung sollte möglichst konkret sein.
Nicht:
„Spare Parts“
sondern beispielsweise:
„Steel hydraulic coupling for mining conveyor system“
Damit sind Produkt, Material und Verwendungszweck wesentlich besser erkennbar.
Adresse nach Papua-Neuguinea richtig schreiben
Internationale Empfängeradressen sollten in lateinischen Buchstaben und mit arabischen Ziffern angegeben werden.
Ein mögliches Format ist:
PNG INDUSTRIAL SUPPLIES LTD.
LOT 14, GABAKA STREET
GORDONS
PORT MORESBY NCD 111
PAPUA NEW GUINEA
Zusätzlich sollten Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Empfängers angegeben werden.
Das ist bei einem Ziel mit langen Transportwegen besonders sinnvoll, weil Fragen zur Einfuhr möglichst ohne zusätzliche Tage Wartezeit geklärt werden sollten.
Diese Fehler verzögern Sendungen nach Papua-Neuguinea
Durch lange internationale und innerstaatliche Transportwege können Fehler bei der Versandvorbereitung besonders teuer werden.
Typische Probleme sind:
- Importeur ist nicht bei Customs registriert
- TIN oder Unternehmensdaten stimmen nicht mit den Importdokumenten überein
- Warenbeschreibung ist zu allgemein
- HS-Code ist falsch
- Warenwert ist nicht nachvollziehbar
- Importgenehmigung wurde nicht vorab geprüft
- alter EUR.1-Prozess wird trotz der Änderung ab September 2026 verwendet
- Packing List und Commercial Invoice widersprechen sich
- Empfängerdaten sind unvollständig
- innerstaatlicher Weitertransport wurde nicht berücksichtigt
PNG Customs weist ausdrücklich darauf hin, dass Unternehmensname, TIN und Angaben in Handels- und Transportdokumenten miteinander übereinstimmen müssen. Abweichungen können die Bearbeitung verzögern.
Gerade bei komplexen Drittlandsendungen lohnt es sich deshalb, die Warendaten vor dem Versand einmal ordentlich zu prüfen, statt sie später über mehrere Zeitzonen hinweg zu reparieren.
Welche Waren werden von Deutschland nach Papua-Neuguinea versendet?
Papua-Neuguineas Wirtschaft wird stark durch Rohstoffe, Bergbau, Energie, Landwirtschaft und Infrastruktur geprägt.
Dadurch besteht insbesondere bei technischen Produkten und Investitionsgütern Importbedarf.
Für deutsche Unternehmen können beispielsweise folgende Waren interessant sein:
- Maschinen und Produktionsanlagen
- Bergbau- und Fördertechnik
- Maschinenersatzteile
- Pumpen und Wassertechnik
- Elektrotechnik
- Generatoren und Energieausrüstung
- Solartechnik
- Mess- und Prüftechnik
- Werkzeuge und Werkstattausrüstung
- IT- und Kommunikationstechnik
- medizinische Geräte und Zubehör
Gerade bei Maschinen und technischen Ersatzteilen sollte die Zolltarifnummer bereits vor der Versandbuchung bestimmt werden.
Papua-Neuguinea verwendet das Harmonisierte System für seine Warentarifierung. Der tatsächlich anfallende Einfuhrzoll richtet sich nach der jeweiligen Tarifposition.
Bei IT-Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus müssen zusätzlich die Transportvorschriften für Akkus und Batterien berücksichtigt werden.
Weitere Hinweise finden Sie unter Lithium-Ionen-Akkus sicher international versenden.
Versandinformationen: Papua-Neuguinea
Standard, Express oder Fracht nach Papua-Neuguinea?
Bei Papua-Neuguinea unterscheiden sich die Laufzeiten der verschiedenen Versandarten besonders deutlich.
Standardpaket
Für weniger zeitkritische Waren kann ein internationaler Paketservice eingesetzt werden.
DHL nennt aktuell allerdings eine Laufzeitorientierung von:
mehr als 30 Werktagen.
Für dringende B2B-Waren ist Standardversand deshalb nur eingeschränkt attraktiv.
Weitere Informationen zum Service finden Sie unter DHL Paket und internationale Versandoptionen.
Expressversand
Für dringende Ersatzteile, IT-Technik oder Produktionsmaterial ist Express wesentlich interessanter.
DHL Express Worldwide weist für Papua-Neuguinea eine Regellaufzeit von etwa vier Werktagen im Hauptlauf aus.
Frachtversand
Für Maschinen, Paletten und größere Warenmengen kommen Luft- und Seefracht infrage.
Besonders wichtig ist dabei die Frage, über welchen Hafen beziehungsweise Flughafen der Empfänger am sinnvollsten erreicht wird.
Lae und Port Moresby sind die wichtigsten Logistikknotenpunkte
Papua-Neuguinea verfügt über zahlreiche Häfen entlang seiner Küsten und Inselregionen.
Die staatliche PNG Ports Corporation verwaltet unter anderem Häfen in:
- Lae
- Motukea bei Port Moresby
- Madang
- Kimbe
- Rabaul
- Alotau
- Wewak
- Vanimo
Für internationale Containerverkehre ist Lae besonders wichtig.
Das dortige internationale Containerterminal besitzt eine Kapazität von rund 550.000 TEU und dient als wichtiger Zugang für das industrielle und rohstoffreiche Hinterland.
Für Port Moresby wird unter anderem der Hafen Motukea genutzt.
Für kleinere und zeitkritische Waren spielt dagegen Luftfracht eine zentrale Rolle.
Bei Lieferungen außerhalb der großen Zentren muss der Weitertransport besonders sorgfältig geplant werden.
Welche Importkosten können in Papua-Neuguinea entstehen?
Die tatsächlichen Einfuhrkosten hängen von der konkreten Ware ab.
Mögliche Bestandteile sind:
- Einfuhrzoll
- 10 % GST
- gegebenenfalls Excise Duty
- Importgenehmigungskosten
- Zollagentenkosten
- Carrier-Abfertigungsgebühren
- innerstaatliche Weitertransportkosten
Für EU-Ursprungserzeugnisse sollte zusätzlich geprüft werden, ob die Ware unter das EU-Pazifik-EPA fällt und eine Präferenz beansprucht werden kann.
Seit September 2026 muss hierfür der neue Ursprungserklärungsprozess berücksichtigt werden.
Was kostet ein Paket nach Papua-Neuguinea?
Der Transportpreis richtet sich insbesondere nach:
- Gewicht
- Abmessungen
- Volumengewicht
- Carrier
- Standard- oder Expressversand
- Zielregion
- Warenart
- Zusatzleistungen
Bei Papua-Neuguinea spielt die genaue Empfängerregion eine besonders große Rolle.
Eine Sendung nach Port Moresby oder Lae kann logistisch deutlich einfacher sein als eine Zustellung auf eine kleinere Insel oder in eine abgelegene Region.
Zusätzlich zum internationalen Transport können deshalb erhebliche Kosten für die Weiterleitung innerhalb des Landes entstehen.
Bei regelmäßigem Versand lohnt sich ein Vergleich verschiedener Carrier und Transportarten.
Mehr dazu finden Sie unter Multi-Carrier-Versand für internationale Geschäftssendungen.
Onlinehandel nach Papua-Neuguinea: Die K250-Grenze richtig verstehen
Für kleinere internationale Sendungen besitzt Papua-Neuguinea eine konkrete Kleinwertregel.
Die aktuelle Zollverwaltung nennt:
Waren mit einem dutiable value von höchstens 250 Kina können zollfrei eingeführt werden.
Sendungen mit einem dutiable value von bis zu 5.000 Kina benötigen zwar grundsätzlich weiterhin eine Anmeldung, können jedoch über ein vereinfachtes Verfahren abgefertigt werden.
Diese Regel sollte nicht mit einer pauschalen Steuerfreiheit für jede Online-Bestellung verwechselt werden.
Je nach Ware können weiterhin:
- GST
- Produktspezifische Abgaben
- Genehmigungspflichten
- Carrier-Gebühren
relevant sein.
Bei B2C-Sendungen sollten mögliche Importkosten deshalb möglichst bereits vor dem Kauf verständlich kommuniziert werden.
Zusätzlich sind aufgrund der langen Standardlaufzeiten gute Statusinformationen besonders wichtig.
Weitere Informationen finden Sie unter Tracking-Seite mit eigenem Branding.
Seit September 2026 ersetzt REX die EUR.1 für die EPA-Präferenz
Eine der aktuell wichtigsten Besonderheiten beim Export nach Papua-Neuguinea betrifft den Präferenzursprung.
Das EU-Pazifik-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen erlaubt qualifizierten EU-Ursprungserzeugnissen eine bevorzugte Zollbehandlung.
Der Nachweis hat sich jedoch zum 1. September 2026 geändert.
Seit diesem Datum akzeptieren die Pazifikstaaten bei EU-Ausfuhren keine Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 mehr, wenn die EPA-Präferenz beansprucht werden soll.
Stattdessen wird eine Erklärung auf der Rechnung verwendet.
Bei registrierten Ausführern ist die zugewiesene REX-Nummer in der Ursprungserklärung anzugeben.
Damit sollten Unternehmen, die bereits früher Waren nach Papua-Neuguinea exportiert haben, ihre bestehenden Zollprozesse überprüfen.
Ein alter Musterordner mit „PNG = EUR.1“ ist seit September 2026 ungefähr so nützlich wie ein Faxgerät im API-Projekt.
Weitere Informationen zu digitalen Ausfuhr- und Zolldokumenten finden Sie unter Versanddokumente automatisieren.
Welcher Carrier eignet sich für Papua-Neuguinea?
Für Sendungen von Deutschland nach Papua-Neuguinea kommen je nach Warenart unterschiedliche Paket-, Express- und Frachtlösungen infrage.
Dazu können beispielsweise gehören:
- DHL
- DHL Express
- UPS beziehungsweise internationale Partnernetzwerke
- FedEx beziehungsweise internationale Partnernetzwerke
- Luftfrachtspediteure
- Seefracht- und Projektlogistikpartner
Beim Vergleich sollte nicht ausschließlich der Grundpreis betrachtet werden.
Besonders wichtig sind:
- Laufzeit
- Zollservice
- Empfängerregion
- Tracking
- Versicherung
- maximale Maße und Gewichte
- Weiterleitung innerhalb Papua-Neuguineas
- mögliche Remote-Area-Zuschläge
Durch den Unterschied zwischen rund vier Tagen Express-Hauptlauf und mehr als 30 Werktagen beim Standardpaket lohnt sich der Carrier- und Servicevergleich bei Papua-Neuguinea besonders.
Häufige Fragen zum Versand
Kann ich ein Paket von Deutschland nach Papua-Neuguinea versenden?
Ja. Pakete, Expresssendungen und Geschäftswaren können von Deutschland nach Papua-Neuguinea verschickt werden. Da das Land außerhalb der EU liegt, benötigen Warensendungen vollständige Zollinformationen.
Wie lange dauert ein Paket nach Papua-Neuguinea?
DHL Paket nennt aktuell eine Standard-Laufzeitorientierung von mehr als 30 Werktagen. DHL Express Worldwide weist für Papua-Neuguinea dagegen etwa vier Werktage im internationalen Hauptlauf aus.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Papua-Neuguinea?
Papua-Neuguinea erhebt eine Goods and Services Tax von regulär 10 Prozent. Bei Einfuhren wird sie grundsätzlich auf den Zollwert zuzüglich anfallendem Einfuhrzoll berechnet.
Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Papua-Neuguinea?
Der Zoll hängt von der konkreten Tarifposition ab. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Einreichung der Importanmeldung geltende Zollsatz. Für bestimmte EU-Ursprungswaren können Präferenzzölle nach dem EU-Pazifik-Abkommen gelten.
Gibt es ein Handelsabkommen zwischen Papua-Neuguinea und der EU?
Ja. Papua-Neuguinea nimmt am EU-Pazifik-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen teil. Das Abkommen wird mit Papua-Neuguinea seit Dezember 2009 vorläufig angewendet.
Brauche ich eine EUR.1 für Papua-Neuguinea?
Seit dem 1. September 2026 wird eine EUR.1 für EU-Ausfuhren nicht mehr als Präferenznachweis unter dem EU-Pazifik-EPA akzeptiert. Stattdessen erfolgt der Nachweis über eine entsprechende Erklärung auf der Rechnung nach den REX-Regeln.
Was ist REX beim Versand nach Papua-Neuguinea?
REX ist das System der registrierten Ausführer. Seit September 2026 müssen EU-Ausführer, denen eine REX-Nummer zugewiesen wurde, diese bei der Rechnungserklärung für die EPA-Zollpräferenz angeben.
Was ist ASYCUDAWorld?
ASYCUDAWorld ist das elektronische Zollsystem Papua-Neuguineas. Es wird landesweit für Import-, Export- und Excise-Anmeldungen eingesetzt. Zollbehörde Papua-Neuguinea
Muss der Empfänger als Importeur registriert sein?
Gewerbliche Importeure müssen grundsätzlich bei der PNG Customs Service registriert sein. Die Registrierung wird mit der lokalen Tax Identification Number verknüpft und in ASYCUDAWorld hinterlegt.
Gibt es eine Zollfreigrenze für Pakete nach Papua-Neuguinea?
Die aktuelle Zollverwaltung nennt Waren mit einem dutiable value von höchstens 250 Kina als zollfrei. Bis zu einem dutiable value von 5.000 Kina kann ein vereinfachtes Einfuhrverfahren verwendet werden.
Welche Sprache sollte die Zollinhaltserklärung haben?
DHL nennt Englisch als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung nach Papua-Neuguinea.
Welche Dokumente brauche ich für Papua-Neuguinea?
Typischerweise werden Commercial Invoice, Transportdokument, Packing List, Purchase Order und vollständige Warendaten benötigt. Je nach Sendung können außerdem Zahlungsnachweise, Ursprungsnachweise und Importgenehmigungen erforderlich sein.





