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Paket nach St. Lucia versenden: Zoll, VAT und Laufzeit

Geschäftssendungen von Deutschland nach Castries, Vieux Fort und ganz St. Lucia richtig vorbereiten

St. Lucia ist ein Inselstaat in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Für deutsche Unternehmen ist das Land unter anderem bei Maschinen, Ersatzteilen, Elektro- und Gebäudetechnik, Hotel- und Gastronomieausstattung sowie Produkten für Bau-, Energie- und Infrastrukturprojekte interessant.

  • Versand von Deutschland nach St. Lucia
  • Paket-, Express- und Frachtlösungen
  • Zollinformationen digital vorbereiten
  • Versand nach Castries und Vieux Fort
  • regulär 15 % VAT berücksichtigen
  • 6 % Customs Service Charge einplanen
  • Zollsatz über den HS-Code prüfen
  • EU-CARIFORUM-Präferenz berücksichtigen
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Bei St. Lucia entscheidet eine saubere Zollvorbereitung über die Laufzeit

Bei Geschäftssendungen sollten Warenbeschreibung, HS-Code, Warenwert und Warenursprung bereits vor der Abholung eindeutig feststehen.

Zusätzlich sollte geprüft werden, ob für das konkrete Produkt eine Importlizenz, ein Zertifikat oder eine andere Genehmigung erforderlich ist.

15 % VAT richtig kalkulieren
Der reguläre Mehrwertsteuersatz in St. Lucia beträgt derzeit 15 Prozent. Bei Importen wird die Steuer grundsätzlich im Rahmen der Einfuhrabfertigung berücksichtigt.

Customs Service Charge nicht vergessen
Zusätzlich zum eigentlichen Zoll kann eine Customs Service Charge von grundsätzlich 6 Prozent anfallen. Selbst bei einem niedrigen oder präferenzbegünstigten Zollsatz können deshalb weiterhin Einfuhrkosten entstehen.

EU-Ursprung kann Zoll sparen
St. Lucia nimmt am EU-CARIFORUM-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen teil. Bei Waren mit nachgewiesenem Präferenzursprung kann deshalb geprüft werden, ob eine Zollvergünstigung möglich ist.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP nach St. Lucia: Wer übernimmt die Einfuhrkosten?

Vor dem Versand sollte eindeutig feststehen, wer die Einfuhrabfertigung und die dabei entstehenden Kosten übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Der Empfänger übernimmt grundsätzlich die Einfuhrabfertigung sowie die dabei entstehenden Einfuhrkosten.

Dazu können gehören:

  • Einfuhrzoll
  • 15 % VAT
  • Customs Service Charge
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • gegebenenfalls weitere produktspezifische Abgaben
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren

Bei DDP übernimmt dagegen der Verkäufer die vereinbarten Importkosten und weitergehenden Pflichten.

Für B2B-Lieferungen kann DDP attraktiv sein, weil der Empfänger die Ware möglichst ohne überraschende Zollforderung erhalten soll.

Vor einem verbindlichen DDP-Angebot sollten jedoch mindestens geprüft werden:

  • HS-Code
  • Warenursprung
  • Präferenzberechtigung
  • Einfuhrzoll
  • Customs Service Charge
  • VAT
  • weitere Abgaben
  • Importgenehmigungen
  • lokale Importeuranforderungen

Eine Landed-Cost-Berechnung hilft dabei, Transport- und Einfuhrkosten bereits vor dem Versand gemeinsam zu betrachten.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in St. Lucia?

Der Einfuhrzoll kann nicht sinnvoll mit einem einzigen Prozentsatz angegeben werden.

St. Lucia ist Mitglied der Karibischen Gemeinschaft CARICOM und arbeitet bei Drittlandswaren mit dem gemeinsamen Zolltarif beziehungsweise nationalen Ergänzungen dazu.

Welcher Einfuhrzoll tatsächlich anfällt, hängt insbesondere ab von:

  • HS-Code
  • Warenart
  • Warenursprung
  • möglichen Präferenzregelungen
  • eventuellen Zollbefreiungen

Die Zollverwaltung stellt dafür einen eigenen digitalen Tarif und einen Duty Calculator zur Verfügung.

Ein deutscher Exporteur sollte deshalb nicht einfach mit einem pauschalen Karibik-Zollsatz kalkulieren.

Besonders wichtig ist außerdem das EU-CARIFORUM-Abkommen.

Besitzt die Ware einen nachgewiesenen EU-Präferenzursprung und ist die betreffende Tarifposition begünstigt, kann ein reduzierter oder entfallender Einfuhrzoll möglich sein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass automatisch sämtliche Einfuhrkosten verschwinden.

Zusätzlich können weiterhin beispielsweise:

  • Customs Service Charge
  • VAT
  • Excise Tax
  • weitere produktspezifische Gebühren

entstehen.

Der CIF-Wert ist für die Zollberechnung wichtig

Bei der Einfuhr wird nicht ausschließlich der reine Rechnungswert betrachtet.

Für den maßgeblichen Zollwert können insbesondere relevant sein:

  • Warenwert
  • Transportkosten
  • Versicherungskosten

Diese Bestandteile ergeben vereinfacht den CIF-Wert.

Gerade bei einem weit entfernten Inselziel können die Transportkosten deshalb einen spürbaren Einfluss auf die Bemessungsgrundlage der Einfuhrabgaben haben.

Weitere Informationen finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in St. Lucia?

Die Mehrwertsteuer heißt in St. Lucia:

Value Added Tax, kurz VAT.

Der reguläre Satz beträgt derzeit:

15 %

Die aktuelle VAT-Information der Steuerverwaltung nennt 15 Prozent als Standardsteuersatz für steuerpflichtige Waren und Dienstleistungen einschließlich Importen.

Daneben existieren unter anderem:

  • steuerbefreite Umsätze und Waren
  • Nullsätze für bestimmte Bereiche
  • besondere Steuersätze in einzelnen Branchen

Für eine normale gewerbliche Warensendung sollte deshalb zunächst geprüft werden, ob die jeweilige Ware dem regulären VAT-Satz unterliegt.

Bei Importen kann die Bemessungsgrundlage über den reinen Warenwert hinausgehen.

Je nach Einfuhrvorgang können Zollwert, Einfuhrzoll und weitere Abgaben Einfluss auf die abschließende Steuerberechnung haben.

Deshalb sollte bei DDP nicht einfach pauschal:

Warenwert + 15 %

gerechnet werden.

Regulärer VAT-Satz: 15 %

ASYCUDA World: St. Lucia wickelt Zollanmeldungen digital ab

St. Lucia nutzt für seine Zollabwicklung:

ASYCUDA World.

Importierte Waren müssen grundsätzlich durch den Importeur oder einen autorisierten Vertreter angemeldet werden.

Die Zollanmeldung wird elektronisch über ASYCUDA World eingereicht.

Nach der Anmeldung verwendet der Zoll ein risikobasiertes System mit unterschiedlichen Bearbeitungskanälen.

Die Zollverwaltung nennt:

  • Red Lane für vollständige Prüfung und mögliche Warenkontrolle
  • Yellow Lane für Dokumentenprüfung
  • Green Lane für eine schnelle Freigabe
  • Blue Lane für Freigabe mit möglicher nachträglicher Kontrolle

Für deutsche Versender bedeutet das:

Je besser elektronische Versanddaten, Handelsrechnung und tatsächliche Ware zusammenpassen, desto geringer ist das Risiko unnötiger Rückfragen.

Wichtige Angaben sind insbesondere:

  • präzise Warenbeschreibung
  • HS-Code
  • Warenwert
  • Warenursprung
  • Gewicht
  • Transportkosten
  • Lieferbedingung
  • vollständige Empfängerdaten

St. Lucia digitalisiert seine Zollprozesse zusätzlich weiter. Die Zollverwaltung betreibt mittlerweile digitale Services für Tarife, Dokumente, Zahlungen und Genehmigungsverfahren.

Mehr zum digitalen Austausch von Zolldaten finden Sie unter Paperless Trade im internationalen Versand.

Paket nach St. Lucia versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten

St. Lucia liegt zwischen Martinique und St. Vincent in der östlichen Karibik.

Die Hauptstadt Castries ist das wichtigste wirtschaftliche und administrative Zentrum des Landes.

Für internationale Warenströme spielen insbesondere:

  • Castries
  • Vieux Fort
  • Hewanorra International Airport

eine wichtige Rolle.

Für deutsche Versender ist entscheidend:

St. Lucia gehört nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union.

Warensendungen müssen deshalb als Export aus der EU und als Import in St. Lucia behandelt werden.

Welche Dokumente brauche ich für St. Lucia?

Die Zollverwaltung nennt für eine reguläre Importanmeldung insbesondere:

  • Rechnung
  • Air Waybill oder Bill of Lading
  • gegebenenfalls Form 61 oder 62
  • gegebenenfalls Importlizenz oder Importgenehmigung
  • Certificate of Origin bei Beanspruchung einer Präferenz

Für einen deutschen B2B-Versender bedeutet das in der Praxis vor allem:

  • Handelsrechnung
  • präzise Warenbeschreibung
  • HS-Code
  • Warenwert
  • Ursprungsland
  • Menge
  • Gewicht
  • Lieferbedingung
  • Transportinformationen

Bei einem normalen Warenverkauf wird eine Handelsrechnung verwendet.

Für kostenlose Muster, Garantieware oder andere Lieferungen ohne klassischen Verkauf kann dagegen eine Proformarechnung sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein.

Auch kostenlose Waren brauchen dabei einen realistischen Zollwert.

Mehr dazu finden Sie unter Proformarechnung beim Zoll richtig verwenden.

Benötigt jede Ware eine Importlizenz?

Nein.

Für bestimmte Warenklassen gelten jedoch Importbeschränkungen oder Genehmigungspflichten.

Die digitale Handelsplattform der Zollverwaltung bindet unter anderem folgende Behörden in Genehmigungsverfahren ein:

  • Ministry of Commerce
  • Plant Protection and Quarantine Unit
  • Veterinary Livestock Division
  • Saint Lucia Bureau of Standards
  • Customs and Excise Department

Besonders bei:

  • Lebensmitteln
  • Pflanzen
  • tierischen Produkten
  • Arzneimitteln
  • bestimmten technischen Waren
  • regulierten Konsumgütern

sollten die Einfuhrbedingungen deshalb bereits vor dem Versand geprüft werden.

Die Erkenntnis, dass eine Genehmigung fehlt, ist vor dem Abflug deutlich günstiger als nach Ankunft der Ware in der Karibik.

Gibt es ein Handelsabkommen zwischen St. Lucia und der EU?

Ja.

St. Lucia gehört zur Ländergruppe:

CARIFORUM.

Zwischen der Europäischen Union und den CARIFORUM-Staaten besteht ein Economic Partnership Agreement.

Die deutsche Zollverwaltung führt St. Lucia aktuell ausdrücklich als Land der CARIFORUM-Präferenzregelung.

Die Regelung ist:

gegenseitig.

Damit können qualifizierte Waren mit entsprechendem Präferenzursprung abhängig von der konkreten Tarifposition vergünstigt eingeführt werden.

Das bedeutet jedoch nicht:

Jede Ware aus einem deutschen Lager ist automatisch EU-Ursprungsware.

Wird beispielsweise ein Produkt aus Asien nach Deutschland importiert und anschließend unverändert nach St. Lucia weiterverkauft, entsteht dadurch nicht automatisch ein europäischer Präferenzursprung.

Für die Präferenz müssen die jeweiligen Ursprungsregeln erfüllt sein.

Brauche ich eine EUR.1 für St. Lucia?

Eine Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 kann für Sendungen nach St. Lucia relevant sein.

Die deutsche Zollverwaltung nennt für St. Lucia beziehungsweise CARIFORUM aktuell insbesondere:

  • Warenverkehrsbescheinigung EUR.1
  • Ursprungserklärung nach vorgeschriebenem Wortlaut für Ursprungserzeugnisse bis 6.000 Euro

Für entsprechend bewilligte Ausführer bestehen weitere Vereinfachungsmöglichkeiten.

Eine EUR.1 ist jedoch nur sinnvoll, wenn:

  • die Ware die Ursprungsregeln erfüllt
  • die Tarifposition präferenzbegünstigt ist
  • der Ursprung nachgewiesen werden kann

Eine EUR.1 ist schließlich kein magischer Rabattcoupon für alles, was irgendwann einmal einen deutschen Paketaufkleber gesehen hat.

Wie lange dauert ein Paket nach St. Lucia?

DHL nennt aktuell für den Standardversand eine Laufzeitorientierung von:

18 bis 26 Werktagen.

Die tatsächliche Transportzeit kann länger sein, wenn beispielsweise:

  • die Zollabfertigung zusätzliche Zeit benötigt
  • Unterlagen fehlen
  • eine Warenkontrolle erfolgt
  • der Empfänger nicht erreichbar ist
  • eine Genehmigung nachgereicht werden muss

Für dringende Ersatzteile, Produktionsmaterial oder andere zeitkritische Waren sollte deshalb ein Expressservice geprüft werden.

Zollinhaltserklärung auf Englisch erstellen

DHL nennt für St. Lucia:

Englisch

als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung.

Die Warenbeschreibung sollte möglichst konkret sein.

Ungünstig wäre:

„Spare parts“

Besser wäre beispielsweise:

„Stainless steel replacement valve for industrial water pump“

Damit werden:

  • Produktart
  • Material
  • Funktion

deutlich schneller erkennbar.

Gerade bei technischen B2B-Produkten reduzieren präzise Angaben Rückfragen bei der Zollabfertigung.

Adresse für St. Lucia richtig schreiben

DHL empfiehlt, Adressen in lateinischen Buchstaben und mit arabischen Ziffern anzugeben.

Ein mögliches Format ist:


ABC Engineering Ltd.
Bridge Street
CASTRIES
SAINT LUCIA

Zusätzlich sollten:

  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

des Empfängers angegeben werden.

Gerade bei internationalen Sendungen erleichtert das die Kontaktaufnahme bei Zoll- oder Zustellfragen.

Wiederkehrende Zolldaten nicht jedes Mal neu eingeben

Unternehmen, die regelmäßig Ersatzteile oder andere Waren exportieren, verwenden häufig dieselben Artikelinformationen.

Dazu gehören:

  • Artikelbezeichnung
  • HS-Code
  • Ursprungsland
  • Gewicht
  • Warenwert

Diese Informationen sollten möglichst nicht bei jedem Versandauftrag erneut manuell eingegeben werden.

Über eine SAP-Versandschnittstelle oder andere Shop- und ERP-Anbindungen können Artikel- und Versanddaten direkt in den Versandprozess übernommen werden.

Das reduziert manuelle Eingaben und hilft dabei, Handelsrechnung, Versandlabel und elektronische Zollinformationen konsistent zu halten.

Versandkosten berechnen

Diese Fehler verzögern Pakete nach St. Lucia

Viele Probleme beim internationalen Versand entstehen nicht durch den eigentlichen Transport, sondern durch unvollständige oder widersprüchliche Informationen.

Typische Fehler sind:

  • zu allgemeine Warenbeschreibung
  • HS-Code fehlt oder ist falsch
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Ursprungsland fehlt
  • Versandland wird mit Warenursprung verwechselt
  • Importgenehmigung wurde nicht geprüft
  • EUR.1 wird ohne nachgewiesenen Präferenzursprung verwendet
  • Customs Service Charge wurde nicht kalkuliert
  • VAT wurde nur auf den Rechnungswert geschätzt
  • Handelsrechnung und elektronische Zolldaten widersprechen sich
  • Telefonnummer des Empfängers fehlt
  • DDP-Kosten wurden vor dem Versand nicht geprüft

St. Lucia verarbeitet Zollanmeldungen über ASYCUDA World und nutzt ein risikobasiertes Prüfverfahren. Fehlerhafte oder unvollständige Daten können deshalb eine Dokumenten- oder Warenprüfung wahrscheinlicher machen.

Bei regelmäßigem Export ist es sinnvoll, Zoll- und Artikeldaten möglichst zentral zu pflegen.

Mehr dazu finden Sie unter Versanddokumente automatisieren und Fehler reduzieren.

Welche Waren werden nach St. Lucia importiert?

St. Lucia verfügt über einen vergleichsweise kleinen Binnenmarkt und ist bei zahlreichen Konsum- und Investitionsgütern auf Importe angewiesen.

Besonders wichtig sind Tourismus, Bauwirtschaft, Dienstleistungen und Infrastruktur. Auch 2025 blieb die Bautätigkeit ein wichtiger Wachstumstreiber des Landes.

Für deutsche Unternehmen können dadurch unter anderem folgende Produktgruppen interessant sein:

  • Maschinen und technische Anlagen
  • Maschinen- und Anlagenersatzteile
  • Elektrotechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Klima- und Kältetechnik
  • Pumpen und Wassertechnik
  • Hotel- und Gastronomieausstattung
  • Küchentechnik
  • Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
  • Werkzeuge und Werkstattausrüstung
  • Solar- und Energietechnik
  • Bau- und Installationstechnik
  • IT- und Kommunikationstechnik

Gerade Hotels, touristische Einrichtungen und Bauprojekte benötigen regelmäßig technische Ausstattung, Ersatzteile und Betriebsmittel.

Bei Maschinen und Ersatzteilen sollte die Zolltarifnummer möglichst bereits im Warenwirtschafts- oder ERP-System sauber hinterlegt sein.

Die Tarifnummer beeinflusst unter anderem:

  • Einfuhrzoll
  • mögliche Präferenz
  • Importbeschränkungen
  • Genehmigungspflichten
  • weitere Abgaben

Mehr dazu finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.

Kontakt aufnehmen

Versandinformationen: St. Lucia

Standard, Express oder Fracht nach St. Lucia?

Welche Versandart sinnvoll ist, hängt vor allem von Größe, Gewicht, Warenwert und Dringlichkeit ab.

Für kleinere und weniger zeitkritische Pakete kann Standardversand genutzt werden.

DHL nennt aktuell:

18 bis 26 Werktage.

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • hochwertige Elektronik
  • zeitkritische Geschäftssendungen

kann Express deutlich besser geeignet sein.

Bei:

  • Paletten
  • Maschinen
  • großen Ersatzteilen
  • mehreren Packstücken
  • schweren Sendungen

kommen Luft- oder Seefrachtlösungen infrage.

Weitere Informationen finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.

Castries und Vieux Fort sind die wichtigsten Warenknotenpunkte

Als Inselstaat ist St. Lucia bei internationalen Warenströmen auf Luft- und Seeverbindungen angewiesen.

Die Saint Lucia Air and Sea Ports Authority betreibt die beiden wichtigsten Seehäfen:

  • Port Castries
  • Port Vieux Fort

sowie die beiden Flughäfen:

  • George F. L. Charles Airport
  • Hewanorra International Airport

Port Castries wickelt neben Kreuzfahrtschiffen auch Fracht für den lokalen Markt ab.

Port Vieux Fort spielt insbesondere bei Fracht und Transshipment eine wichtige Rolle.

Vieux Fort liegt außerdem weniger als fünf Kilometer vom Hewanorra International Airport entfernt.

Für größere B2B-Sendungen ergeben sich damit insbesondere folgende Transportwege:

  • Luftfracht über Hewanorra
  • Seefracht über Castries
  • Seefracht über Vieux Fort
  • anschließender Straßentransport zum Empfänger

Port Vieux Fort verfügt auch über Infrastruktur für Container und schwere Waren. Die Hafenbehörde nennt unter anderem einen mobilen Hafenkran mit einer Kapazität von bis zu 80 Tonnen.

Damit können auch größere industrielle Waren und Maschinen relevant sein.

Welche Einfuhrkosten können in St. Lucia entstehen?

Eine Einfuhr kann aus mehreren Kostenbestandteilen bestehen.

Abhängig von der Ware können dazugehören:

  • Einfuhrzoll gemäß HS-Code
  • Customs Service Charge von grundsätzlich 6 %
  • regulär 15 % VAT
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • gegebenenfalls weitere produktspezifische Abgaben
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren

Die konkrete Berechnung hängt immer von der jeweiligen Ware und ihrer zollrechtlichen Behandlung ab.

Zusätzlich kann das EU-CARIFORUM-Abkommen den eigentlichen Einfuhrzoll beeinflussen.

Eine Präferenz reduziert jedoch nicht automatisch sämtliche anderen Einfuhrkosten.

Deshalb sollte bei einer DDP-Kalkulation immer die vollständige Abgabenkette betrachtet werden.

Was kostet ein Paket nach St. Lucia?

Der tatsächliche Versandpreis hängt unter anderem ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Versandservice
  • Zielort
  • Warenart
  • Carrier
  • Zusatzleistungen

Bei leichten, aber großvolumigen Kartons kann insbesondere das Volumengewicht entscheidend sein.

Ein Karton mit zehn Kilogramm tatsächlichem Gewicht kann dadurch tariflich wesentlich schwerer behandelt werden.

Wie Carrier dieses Gewicht berechnen, erklären wir unter Volumengewicht verstehen und berechnen.

Bei St. Lucia sollten außerdem mögliche Einfuhrkosten nicht mit dem eigentlichen Transportpreis verwechselt werden.

Für einen realistischen Gesamtpreis sind deshalb Transport und Landed Cost getrennt zu betrachten.

Onlinehandel nach St. Lucia: Einfuhrkosten transparent kommunizieren

Für deutsche Onlinehändler ist St. Lucia ein Drittlandziel.

Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.

Beim Import können für den Empfänger zusätzlich zum Waren- und Versandpreis unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • 15 % VAT
  • Customs Service Charge
  • weitere produktspezifische Abgaben
  • Abfertigungsgebühren

Bei DAP werden diese Kosten grundsätzlich vom Empfänger übernommen.

Damit sollte bereits im Shop beziehungsweise spätestens vor Abschluss der Bestellung klar kommuniziert werden, dass im Zielland zusätzliche Einfuhrkosten entstehen können.

Bei hochwertigen Waren kann eine DDP-Lösung dagegen interessant sein, wenn der Händler dem Kunden einen möglichst transparenten Gesamtpreis anbieten möchte.

Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten, Zoll und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

EU-CARIFORUM-Präferenz macht den Warenursprung besonders wichtig

Beim Versand nach St. Lucia ist der Warenursprung mehr als nur eine statistische Angabe auf der Handelsrechnung.

Durch das EU-CARIFORUM-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen kann er direkten Einfluss auf die Höhe des Einfuhrzolls haben.

Unternehmen sollten deshalb zwischen drei Dingen unterscheiden:

  • Versandland Deutschland
  • nichtpräferenzieller Warenursprung
  • präferenzieller EU-Ursprung

Diese Begriffe sind nicht automatisch identisch.

Ein in Deutschland verkaufter Artikel kann beispielsweise chinesischen Ursprung besitzen.

Eine in Deutschland ausreichend hergestellte Maschine kann dagegen unter bestimmten Voraussetzungen europäischen Präferenzursprung besitzen.

Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, richtet sich nach den produktspezifischen Ursprungsregeln.

Bei wiederkehrenden Exporten nach St. Lucia kann es sich deshalb lohnen, Lieferantenerklärungen und Ursprungsinformationen strukturiert im Artikelstamm zu pflegen.

Zusätzlich ist St. Lucia Teil des CARICOM-Wirtschaftsraums.

Für viele Waren aus Drittstaaten ist damit der gemeinsame Außenzoll der Karibischen Gemeinschaft relevant.

Welcher Carrier eignet sich für St. Lucia?

Beim Versand nach St. Lucia sollte nicht ausschließlich der günstigste Tarif gewählt werden.

Wichtige Vergleichskriterien sind:

  • Preis
  • Laufzeit
  • Zollservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • maximales Gewicht
  • maximale Abmessungen
  • Expressoptionen
  • Zustellabdeckung

DHL nennt für den Standard-Paketversand aktuell eine Laufzeitorientierung von 18 bis 26 Werktagen.

Für dringende Geschäftssendungen sollte ein Expresscarrier beziehungsweise Expressservice verglichen werden.

Gerade bei hochwertigen Ersatzteilen oder Produktionsstillständen können wenige Tage Laufzeitunterschied wirtschaftlich deutlich wichtiger sein als ein kleiner Preisunterschied beim Transport.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich ein Paket von Deutschland nach St. Lucia versenden?

Ja. Pakete, Expresssendungen und Geschäftswaren können von Deutschland nach St. Lucia versendet werden. Da St. Lucia außerhalb der Europäischen Union liegt, müssen Warensendungen mit vollständigen Zollinformationen vorbereitet werden.

Wie lange dauert ein Paket nach St. Lucia?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand eine Laufzeitorientierung von 18 bis 26 Werktagen. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem vom Versandservice, Zielort und der Dauer der Zollabfertigung ab.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in St. Lucia?

Der reguläre VAT-Satz in St. Lucia beträgt derzeit 15 Prozent. Für einzelne Waren und Leistungen können andere steuerliche Regelungen oder Befreiungen gelten.

Wie hoch ist der Zoll in St. Lucia?

Der Einfuhrzoll hängt vom HS-Code, der Warenart und dem Warenursprung ab. St. Lucia stellt einen digitalen Zolltarif bereit. Bei Waren mit EU-Präferenzursprung sollte zusätzlich geprüft werden, ob eine Vergünstigung aus dem EU-CARIFORUM-Abkommen genutzt werden kann.

Was ist die Customs Service Charge in St. Lucia?

Die Customs Service Charge ist eine zusätzliche Abgabe bei der Einfuhr. Der reguläre Satz beträgt grundsätzlich 6 Prozent. Sie kann auch dann relevant sein, wenn für die Ware kein oder ein reduzierter Einfuhrzoll anfällt.

Gibt es ein Handelsabkommen zwischen der EU und St. Lucia?

Ja. St. Lucia gehört zum EU-CARIFORUM Economic Partnership Agreement. Für Waren mit entsprechendem Präferenzursprung können abhängig vom Produkt reduzierte Einfuhrzölle möglich sein.

Brauche ich eine EUR.1 für St. Lucia?

Eine EUR.1 kann verwendet werden, wenn eine Zollpräferenz nach dem EU-CARIFORUM-Abkommen beansprucht wird und die Ware die dafür erforderlichen Ursprungsregeln erfüllt. Für Ursprungserzeugnisse bis zu einem Wert von 6.000 Euro ist unter den Voraussetzungen des Abkommens auch eine Ursprungserklärung möglich.

Welche Dokumente brauche ich für St. Lucia?

Typischerweise werden Handelsrechnung, Transportdokument, vollständige Warenbeschreibung, HS-Code, Warenwert und Ursprungsinformationen benötigt. Je nach Produkt können zusätzlich Importlizenzen, Genehmigungen oder ein Ursprungsnachweis erforderlich sein.

Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL nennt Englisch als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung nach St. Lucia. Die Warenbeschreibung sollte möglichst konkret sein und Produktart, Material und Verwendungszweck erkennen lassen.

Was ist ASYCUDA World in St. Lucia?

ASYCUDA World ist das elektronische Zollsystem der Zollverwaltung von St. Lucia. Importanmeldungen werden darüber digital verarbeitet und anschließend anhand eines risikobasierten Systems geprüft.

Brauche ich eine Importlizenz für St. Lucia?

Nicht für jede Ware. Für bestimmte Produktgruppen gelten jedoch Importbeschränkungen oder Genehmigungspflichten. Deshalb sollte vor dem Versand anhand des konkreten HS-Codes geprüft werden, ob eine Lizenz, ein Zertifikat oder eine andere Genehmigung notwendig ist.

Kann ich nach St. Lucia DDP versenden?

Eine DDP-Lieferung kann grundsätzlich möglich sein, sollte jedoch vorab hinsichtlich Importeur, Zollabfertigung, Zollsatz, VAT, Customs Service Charge und möglicher Genehmigungspflichten geprüft werden. Bei DAP übernimmt dagegen grundsätzlich der Empfänger die Einfuhrabfertigung und die damit verbundenen Einfuhrkosten.

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