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Paket in den Jemen versenden: Zoll, Steuer und Versand

Von Deutschland nach Aden, Sanaa oder Mukalla: Versand und Einfuhr richtig vorbereiten

Der Jemen liegt im Süden der Arabischen Halbinsel zwischen dem Roten Meer, dem Golf von Aden und dem Arabischen Meer. Durch diese Lage befinden sich mehrere wichtige Seehäfen im Land. Gleichzeitig ist die praktische Einfuhrlogistik deutlich komplexer als bei vielen anderen internationalen Versandzielen.

  • Versandmöglichkeiten vor Buchung aktuell prüfen
  • Express-, Luft- und Seefrachtlösungen vergleichen
  • Versand nach Aden, Sanaa, Mukalla und weitere Regionen
  • grundsätzlich 5 % General Sales Tax beachten
  • Einfuhrzoll anhand des HS-Codes prüfen
  • Einfuhrhafen und lokale Zollabwicklung vorab klären
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Beim Jemen entscheidet nicht nur die Ware, sondern auch der Einfuhrort über die Abwicklung

Die Zoll- und Verwaltungsstrukturen sind derzeit nicht im gesamten Land vollständig einheitlich.

Deshalb sollten Einfuhrhafen, Empfänger, Zollagent und Transportweg bereits vor der Abholung feststehen.

Das gilt besonders für höherwertige B2B-Sendungen und Fracht.

Aktuelle Carrier-Verfügbarkeit prüfen
DHL Paket und Päckchen sind derzeit für den Jemen ausgesetzt. Historische beziehungsweise reguläre Laufzeitangaben sollten deshalb nicht als aktuell buchbare Standardleistung verstanden werden.

5 % General Sales Tax richtig kalkulieren
Für regulär steuerpflichtige Importwaren gilt grundsätzlich eine General Sales Tax von 5 Prozent. Ihre Bemessungsgrundlage umfasst neben dem CIF-Wert auch Zoll und weitere relevante Importabgaben.

Zollabwicklung mit dem Empfänger abstimmen
Die praktische Zollverwaltung ist regional fragmentiert. Der Importeur beziehungsweise sein Zollagent sollte deshalb bestätigen, über welchen Einfuhrort die Ware abgefertigt wird und welche Unterlagen dort aktuell verlangt werden.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP in den Jemen?

Vor einer Lieferung sollte klar geregelt werden, wer die Einfuhrabfertigung und die damit verbundenen Kosten übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer grundsätzlich den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Die Einfuhrabfertigung übernimmt grundsätzlich der Empfänger.

Dabei können unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • General Sales Tax
  • gegebenenfalls weitere Importsteuern
  • mögliche Vorauszahlungen auf andere Steuern
  • Importgenehmigungen
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren
  • Hafen- oder Flughafengebühren
  • Lagerkosten

Bei DDP übernimmt der Verkäufer dagegen die vereinbarten Importkosten und weitergehenden Pflichten.

Eine DDP-Lieferung in den Jemen sollte nur nach konkreter Prüfung angeboten werden.

Zu klären sind insbesondere:

  • aktueller Carrier
  • tatsächlicher Einfuhrort
  • lokaler Importeur
  • Zollagent
  • HS-Code
  • Zollsatz
  • General Sales Tax
  • weitere Importabgaben
  • Genehmigungspflichten
  • lokale Zustellbarkeit

Aufgrund der unterschiedlichen administrativen Strukturen kann eine Regelung, die bei einer Einfuhr über Aden funktioniert, nicht automatisch auf jede andere Region übertragen werden.

Eine Landed-Cost-Berechnung sollte deshalb immer mit der tatsächlich vorgesehenen Route erstellt werden.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll im Jemen?

Für den Jemen gibt es keinen sinnvollen pauschalen Zollsatz.

Der konkrete Einfuhrzoll hängt insbesondere ab von:

  • HS-Code
  • Warenart
  • Zollwert
  • geltendem Tarif
  • Einfuhrort
  • möglichen Sonder- oder Befreiungsregelungen

Der Jemen ist seit:

26. Juni 2014

Mitglied der Welthandelsorganisation.

Die WTO führt inzwischen auch den jemenitischen Zolltarif beziehungsweise die Zollbindungen auf Basis:

HS 2022.

Für eine reale Importkalkulation ist jedoch nicht der durchschnittliche Zollsatz entscheidend.

Maßgeblich ist die konkrete Tarifposition.

Zollverwaltung befindet sich 2026 in einer Reformphase

Die jemenitische Zollverwaltung wird derzeit umfassend reformiert.

Zu den Schwerpunkten gehören:

  • Modernisierung der Zollsysteme
  • bessere Risikoselektion
  • einheitlichere Bewertungsverfahren
  • verbesserte Steuer- und Zollkoordination
  • stärkere Digitalisierung

Eine wesentliche Änderung erfolgte im:

Mai 2026.

Der für Zollzwecke verwendete Wechselkurs wurde liberalisiert.

Dadurch soll der Zollwert in Fremdwährung stärker an den tatsächlichen Marktwert der importierten Ware beziehungsweise an realistischere Wechselkurse gekoppelt werden.

Für deutsche Unternehmen ist das wichtig:

Selbst bei unverändertem Zollsatz kann sich die tatsächliche Abgabenhöhe verändern, wenn sich der für die Zollbewertung verwendete Wechselkurs ändert.

Der CIF-Wert ist Grundlage der General Sales Tax

Das jemenitische General-Sales-Tax-Gesetz verwendet bei Importen grundsätzlich den für den Zoll ermittelten:

CIF-Wert.

CIF steht für:

  • Cost
  • Insurance
  • Freight

Zum steuerpflichtigen Importwert werden außerdem:

  • Customs Duty
  • weitere auf die Ware erhobene Steuern und Abgaben

hinzugerechnet.

Die General Sales Tax selbst wird dabei nicht erneut in ihre eigene Bemessungsgrundlage aufgenommen.

Mehr zur Kalkulation finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer im Jemen?

Der Jemen verwendet keine VAT-Bezeichnung nach europäischem Muster.

Die Verbrauchsteuer heißt:

General Sales Tax, kurz GST.

Der allgemeine Satz beträgt nach dem geltenden General-Sales-Tax-Gesetz grundsätzlich:

5 %.

Die Steuer gilt grundsätzlich auch für steuerpflichtige Importwaren.

Bei der Einfuhr wird die Steuer beim Zoll erhoben, bevor die Ware freigegeben wird.

Für bestimmte Waren bestehen jedoch Befreiungen beziehungsweise besondere steuerliche Regelungen.

Dazu gehören nach den veröffentlichten gesetzlichen Regelungen beispielsweise einzelne Grundnahrungsmittel und bestimmte medizinische beziehungsweise pharmazeutische Waren.

Deshalb sollte bei einer konkreten Lieferung immer geprüft werden, ob:

  • 5 % GST
  • eine Befreiung
  • eine besondere steuerliche Regel

gilt.

Wie wird die General Sales Tax bei Importen berechnet?

Die Bemessungsgrundlage besteht grundsätzlich aus:

CIF-Zollwert + Einfuhrzoll + weitere auf die Ware erhobene Importabgaben.

Darauf wird bei regulär steuerpflichtigen Waren die:

5 % General Sales Tax

berechnet.

Eine Rechnung wie:

deutscher Warenwert × 5 %

kann deshalb zu niedrig ausfallen.

Gerade bei hohen Frachtkosten kann der Unterschied relevant werden.

ASYCUDA++ statt ASYCUDA World

Eine wichtige Besonderheit ist das verwendete Zollsystem.

Die jemenitische Zollverwaltung arbeitet weiterhin mit:

ASYCUDA++.

Das ist eine ältere Generation der von UNCTAD entwickelten elektronischen Zollsysteme.

Damit unterscheidet sich der Jemen von vielen anderen Ländern, die bereits vollständig auf ASYCUDA World umgestellt haben.

Aktuelle Reformprogramme sehen vor, die Nutzung des Systems und insbesondere die elektronische Risikoselektion deutlich zu verbessern.

Für gewerbliche Einfuhren werden unter anderem benötigt:

  • Zollanmeldung
  • HS-Code
  • Warenwert
  • Warenursprung
  • Transportdokument
  • Handelsrechnung
  • gegebenenfalls Genehmigungen

Elektronische Angaben und tatsächliche Dokumente sollten exakt übereinstimmen.

Mehr zum digitalen Zollprozess finden Sie unter Paperless Trade im internationalen Versand.

Paket in den Jemen versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten

Der Jemen liegt strategisch zwischen:

  • Rotem Meer
  • Golf von Aden
  • Arabischem Meer

und grenzt an:

  • Saudi-Arabien
  • Oman

Die Lage am Bab al-Mandab macht das Land geografisch zu einem wichtigen Bestandteil internationaler Schifffahrtsrouten.

Für den tatsächlichen Warenversand ist die Situation allerdings komplex.

Einfuhr- und Verwaltungsprozesse unterscheiden sich je nach Region und Einfuhrort.

Besonders relevant sind:

  • Aden
  • Mukalla
  • Hodeidah
  • Sanaa
  • Taiz

Kann ich aktuell ein DHL-Paket in den Jemen schicken?

Derzeit:

nein.

DHL weist aktuell ausdrücklich darauf hin, dass der Versand von:

  • Päckchen
  • Paketen

in den Jemen momentan nicht möglich ist.

Die Länderinformation enthält zwar weiterhin eine reguläre Laufzeitorientierung von:

13 bis 19 Werktagen.

Diese sollte aktuell jedoch nicht als buchbare Standardlaufzeit dargestellt werden.

Für einen tatsächlichen Versand müssen deshalb alternative Möglichkeiten geprüft werden.

Dazu können je nach Warenart und Route gehören:

  • Express
  • Luftfracht
  • Seefracht
  • Speditionslösungen

Die Verfügbarkeit kann sich kurzfristig ändern.

Deshalb sollte bei jeder Anfrage zunächst geprüft werden, welcher Carrier aktuell den gewünschten Zielort bedient.

Welche Dokumente brauche ich für den Jemen?

Für eine gewerbliche Einfuhr können typischerweise benötigt werden:

  • Commercial Invoice beziehungsweise Handelsrechnung
  • Packing List
  • Air Waybill oder Bill of Lading
  • präzise Warenbeschreibung
  • HS-Code
  • Warenwert
  • Warenursprung
  • Certificate of Origin
  • gegebenenfalls Import Permit
  • weitere produktspezifische Genehmigungen

Bei einem normalen Warenverkauf sollte eine Handelsrechnung verwendet werden.

Für:

  • kostenlose Muster
  • Garantielieferungen
  • Ersatzwaren ohne Berechnung
  • Geschenke

kann eine Proformarechnung sinnvoll sein.

Auch kostenlose Waren benötigen einen realistischen Zollwert.

Mehr dazu finden Sie unter Proformarechnung beim Zoll richtig verwenden.

Müssen Handelsdokumente legalisiert werden?

Bei einzelnen kommerziellen Vorgängen kann eine Legalisation von Handelsdokumenten erforderlich sein.

Das Generalkonsulat der Republik Jemen in Deutschland bietet unter anderem die Legalisation folgender Dokumente an:

  • Certificate of Origin
  • Commercial Invoice
  • Handelsregisterunterlagen
  • Handelsverträge
  • Vollmachten
  • Gesundheitszertifikate

Vor der konsularischen Legalisation ist eine entsprechende deutsche Vorbeglaubigung erforderlich.

Bei:

  • Handelsrechnung
  • Ursprungszeugnis

ist dafür insbesondere die zuständige Industrie- und Handelskammer relevant.

Ob eine Legalisation für die konkrete Ware und Einfuhr tatsächlich benötigt wird, sollte vor Versand mit dem Importeur beziehungsweise seinem Zollagenten geprüft werden.

Welche Sprache sollte ich für die Zollunterlagen verwenden?

Für internationale Geschäftssendungen empfiehlt sich grundsätzlich:

Englisch.

DHL nennt bei seiner Länderinformation Englisch als zulässige Sprache für elektronische Zollinhaltserklärungen.

Bei Filialsendungen wird zusätzlich Arabisch genannt.

Eine präzise technische Beschreibung ist besonders wichtig.

Nicht:

„Machine parts“

sondern beispielsweise:

„Stainless steel replacement impeller for industrial water pump“

Damit werden:

  • Produktart
  • Material
  • Funktion

deutlich erkennbar.

Aden ist ein wichtiger Hafen für internationale Waren

Der Hafen von Aden liegt unmittelbar am Golf von Aden und besitzt durch seine geografische Lage eine hohe Bedeutung für den internationalen Seeverkehr.

Der:

Aden Container Terminal

wickelt:

  • Importcontainer
  • Exportcontainer
  • Transshipment-Container

ab.

Der Terminal verfügt über zwei Hauptliegeplätze mit einer Gesamtlänge von rund:

710 Metern.

Auch 2026 wird die Infrastruktur des Hafens weiter ausgebaut.

Für deutsche Unternehmen kann Aden deshalb insbesondere relevant sein bei:

  • Containern
  • Maschinen
  • Paletten
  • Industrieausrüstung
  • Projektfracht

Mukalla ist für den Osten des Landes relevant

Neben Aden ist:

Mukalla

ein wichtiger Hafen am Arabischen Meer.

Der Hafen bedient insbesondere die Region Hadramout und angrenzende Gebiete.

Die Yemen Arabian Sea Ports Corporation betreibt neben Mukalla außerdem Hafeninfrastruktur in:

  • Nishtun
  • Socotra

Für Empfänger im Osten des Jemen kann deshalb eine Route über Mukalla logistischer sinnvoll sein als eine Einfuhr über Aden mit anschließend langer Landbeförderung.

Hodeidah ist ein wichtiger Hafen am Roten Meer

Für den westlichen und nördlichen Jemen besitzt:

Hodeidah

große wirtschaftliche Bedeutung.

Die Situation an den Häfen der Rotmeerregion kann jedoch stärker von politischen, sicherheitsbezogenen und administrativen Entwicklungen beeinflusst werden.

Bei Fracht sollte deshalb niemals pauschal angenommen werden, dass:

Jemen = ein einheitlicher Einfuhrhafen.

Vor der Buchung sollte geklärt werden:

  • welcher Hafen tatsächlich angelaufen wird
  • welche Behörde die Ware abfertigt
  • welcher Zollagent zuständig ist
  • ob zusätzliche Prüf- oder Genehmigungsverfahren bestehen
  • ob der Weitertransport zum Empfänger aktuell möglich ist

Warum unterscheiden sich Zollverfahren innerhalb des Landes?

Die institutionelle Situation im Jemen ist derzeit fragmentiert.

Auch die Zollverwaltung arbeitet deshalb nicht unter überall identischen praktischen Bedingungen.

Aktuelle internationale Untersuchungen zur jemenitischen Zollverwaltung nennen unter anderem:

  • fragmentierte Verwaltungsstrukturen
  • unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen
  • begrenzte Digitalisierung
  • regional unterschiedliche Durchsetzung
  • Reformbedarf bei Zollbewertung und Risikokontrolle

Für Unternehmen bedeutet das:

Eine erfolgreiche Einfuhr über einen Hafen sollte nicht automatisch als Vorlage für jede andere Region verwendet werden.

Der konkrete Empfänger und sein lokaler Zollagent sind ein wichtiger Bestandteil der Versandvorbereitung.

Zollwechselkurs wurde 2026 reformiert

Ein besonders aktueller Punkt betrifft die Bewertung importierter Waren.

Im:

Mai 2026

wurde der Zollwechselkurs im von der international anerkannten Regierung verwalteten System liberalisiert.

Damit sollen:

  • Customs Duty
  • General Sales Tax

stärker auf dem tatsächlichen Wert der eingeführten Waren basieren.

Für deutsche Unternehmen kann sich dadurch die Abgabenbelastung ändern, auch wenn:

  • HS-Code
  • Warenpreis in Euro
  • prozentualer Zollsatz

unverändert bleiben.

Eine ältere Importkalkulation sollte deshalb nicht automatisch für eine neue Sendung übernommen werden.

Jemen profitiert von Everything But Arms

Der Jemen gehört weiterhin zu den von den Vereinten Nationen eingestuften:

Least Developed Countries, kurz LDC.

Damit profitiert das Land vom europäischen:

Everything But Arms, kurz EBA

System.

EBA ermöglicht qualifizierten Waren jemenitischen Ursprungs grundsätzlich einen:

zoll- und quotenfreien Zugang zur Europäischen Union

mit Ausnahme von Waffen und Munition.

Für einen deutschen Export ist allerdings die Richtung entscheidend.

EBA gilt:

Jemen → Europäische Union.

Nicht automatisch:

Deutschland → Jemen.

Eine deutsche Maschine wird deshalb aufgrund des EBA-Status des Jemen nicht automatisch zollfrei eingeführt.

Brauche ich eine EUR.1 für den Jemen?

Für einen normalen Export:

Deutschland → Jemen

ist eine EUR.1 kein allgemeiner Präferenznachweis, der automatisch einen günstigeren jemenitischen Einfuhrzoll erzeugt.

EBA ist ein einseitiges europäisches Präferenzsystem zugunsten jemenitischer Ursprungserzeugnisse beim Import in die EU.

Je nach Einfuhr kann jedoch ein:

Certificate of Origin

verlangt werden.

Dieses dokumentiert den Ursprung der Ware.

Es ist aber nicht automatisch dasselbe wie eine EUR.1 mit Präferenzwirkung.

Jemen ist seit 2014 WTO-Mitglied

Der Jemen trat am:

26. Juni 2014

der Welthandelsorganisation bei.

Die WTO hat den konsolidierten Zolltarif des Landes inzwischen auf:

HS 2022

aktualisiert.

Die entsprechende WTO-Zollplanung wurde 2026 erneut zertifiziert.

Für deutsche Exporteure bleibt trotzdem der tatsächlich angewandte Tarif der konkreten Ware entscheidend.

Ein durchschnittlicher Zollsatz ist für eine echte DDP- oder Landed-Cost-Berechnung kaum hilfreich.

Standardlaufzeit und tatsächliche Verfügbarkeit unterscheiden

Die DHL-Länderseite nennt als reguläre Laufzeitorientierung:

13 bis 19 Werktage.

Die Lagerfrist wird mit:

14 Tagen

angegeben.

Gleichzeitig weist DHL aktuell ausdrücklich darauf hin:

Der Versand von Päckchen und Paketen in den Jemen ist zurzeit nicht möglich.

Für eine aktuelle Website sollte deshalb die Verfügbarkeit Vorrang vor der theoretischen Laufzeitangabe haben.

Sobald der Standardservice wieder angeboten wird, kann die Laufzeit entsprechend aktualisiert werden.

Wiederkehrende Exportdaten automatisieren

Bei regelmäßigen internationalen Lieferungen sollten wichtige Artikeldaten zentral gepflegt werden.

Dazu gehören:

  • Artikelbezeichnung
  • HS-Code
  • Ursprungsland
  • Gewicht
  • Warenwert
  • Packstückmaße

Gerade bei einem administrativ anspruchsvollen Ziel wie dem Jemen reduziert eine saubere Datenbasis unnötige Rückfragen.

Über Shop- und ERP-Anbindungen können Versandinformationen direkt in den Prozess übernommen werden.

Dadurch lassen sich beispielsweise:

  • Versandlabel
  • Handelsrechnungen
  • Zolldaten
  • Trackinginformationen

konsistenter erstellen.

Mehr dazu finden Sie unter Versanddokumente automatisieren und Fehler reduzieren.

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Diese Fehler verursachen Probleme beim Versand in den Jemen

Beim Jemen entstehen Verzögerungen besonders häufig, wenn Carrier-Verfügbarkeit, Einfuhrort oder Zollverfahren erst nach der Abholung geprüft werden.

Typische Probleme sind:

  • Standard-Paketservice wird gebucht, obwohl dieser aktuell ausgesetzt ist
  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • HS-Code fehlt oder ist falsch
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Fracht- und Versicherungskosten fehlen bei der Importkalkulation
  • General Sales Tax wird nur auf den Rechnungswert berechnet
  • aktueller Zollwechselkurs wird nicht berücksichtigt
  • Certificate of Origin fehlt
  • notwendige Legalisation wurde nicht geprüft
  • Importgenehmigung fehlt
  • Einfuhrhafen wurde nicht mit dem Empfänger abgestimmt
  • regionale Zollunterschiede werden ignoriert
  • EBA wird fälschlich als gegenseitiges Freihandelsabkommen verstanden
  • EUR.1 wird unnötig als Standard-Präferenznachweis vorgesehen
  • Empfänger oder Zollagent ist bei Rückfragen nicht erreichbar

Für höherwertige B2B-Waren sollte die Einfuhr deshalb vollständig vorbereitet sein, bevor die Ware Deutschland verlässt.

Welche Waren werden in den Jemen importiert?

Der Jemen ist bei zahlreichen Konsum-, Investitions- und Versorgungsgütern stark auf Importe angewiesen.

Wirtschaftlich und logistisch relevante Bereiche sind insbesondere:

  • Energieversorgung
  • Wasser- und Abwassertechnik
  • Lebensmittelversorgung
  • Landwirtschaft
  • Bauwesen
  • Gesundheitsversorgung
  • Transport
  • Telekommunikation
  • Hafen- und Logistikwirtschaft

Für deutsche Unternehmen können insbesondere folgende Waren interessant sein:

  • Maschinen und technische Anlagen
  • Maschinenersatzteile
  • Pumpen und Wassertechnik
  • Solar- und Energietechnik
  • Generatoren
  • Elektrotechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Klima- und Kältetechnik
  • Lebensmittel- und Verpackungstechnik
  • medizinische Geräte
  • Laborgeräte
  • Werkzeuge und Werkstattausrüstung
  • Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
  • IT- und Kommunikationstechnik
  • Hafen- und Marineausrüstung

Bei technischen Waren sollte die Zolltarifnummer bereits vor dem Versand eindeutig feststehen.

Der Jemen ist seit 2014 Mitglied der Welthandelsorganisation und verfügt über einen nach dem Harmonisierten System aufgebauten Zolltarif.

Der HS-Code beeinflusst unter anderem:

  • Einfuhrzoll
  • General Sales Tax
  • weitere Importabgaben
  • Genehmigungspflichten
  • Verbote und Beschränkungen

Der konkrete angewendete Zollsatz sollte aktuell für die Ware und den vorgesehenen Einfuhrort geprüft werden.

Mehr zur richtigen Einreihung finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.

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Versandinformationen: Jemen

Standard, Express oder Fracht in den Jemen?

Beim Versand ist die aktuelle Carrier-Verfügbarkeit entscheidend.

DHL weist derzeit ausdrücklich darauf hin:

Standard-Paket- und Päckchenversand in den Jemen ist aktuell nicht möglich.

Die reguläre Laufzeitorientierung von:

13 bis 19 Werktagen

gilt deshalb derzeit nicht als normal buchbarer DHL-Paketservice.

Je nach aktueller Verfügbarkeit können Alternativen sein:

  • Expressversand
  • Luftfracht
  • Seefracht
  • Speditionslösungen

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • medizinische Technik
  • Maschinenkomponenten
  • hochwertige technische Waren

sollte zunächst ein verfügbarer Express- oder Luftfrachtservice geprüft werden.

Für:

  • Maschinen
  • Paletten
  • Container
  • Projektlieferungen

kann Seefracht beispielsweise über Aden oder einen anderen geeigneten Hafen infrage kommen.

Mehr dazu finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.

Der passende Hafen hängt vom Zielort im Jemen ab

Für Waren aus Deutschland kommen je nach Verfügbarkeit insbesondere folgende Transportarten infrage:

  • Express
  • Luftfracht
  • Seefracht
  • anschließender Straßentransport

Wichtige Seehäfen sind unter anderem:

  • Aden
  • Mukalla
  • Hodeidah

Aden verfügt über einen großen Containerterminal für:

  • Import
  • Export
  • Transshipment

Mukalla ist insbesondere für Hadramout und den Osten des Landes relevant.

Bei Hodeidah sollten aktuelle Hafen-, Sicherheits- und Abfertigungsbedingungen besonders sorgfältig geprüft werden.

Der optimale Transportweg hängt deshalb nicht nur vom internationalen Frachtpreis ab, sondern auch vom:

  • endgültigen Empfängerort
  • zuständigen Zollgebiet
  • lokalen Straßentransport
  • aktuellen Hafenbetrieb

Welche Importkosten können im Jemen entstehen?

Abhängig von Ware und Einfuhrort können unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll gemäß HS-Code
  • grundsätzlich 5 % General Sales Tax
  • gegebenenfalls weitere Importabgaben
  • gegebenenfalls steuerliche Vorauszahlungen
  • Importgenehmigungsgebühren
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren
  • Hafen- oder Flughafengebühren
  • Lagerkosten

Die General Sales Tax wird grundsätzlich auf:

CIF-Zollwert + Einfuhrzoll + weitere Importabgaben

berechnet.

Die konkrete Gesamtbelastung sollte deshalb immer anhand der tatsächlichen Ware und Route ermittelt werden.

Was kostet ein Paket in den Jemen?

Ein allgemeiner Paketpreis ist aktuell besonders schwer anzugeben, weil regulärer DHL-Paketversand derzeit nicht angeboten wird.

Bei aktuell verfügbaren Services hängt der Transportpreis unter anderem ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Carrier
  • Versandservice
  • Einfuhrort
  • Zielort
  • Warenart
  • Zusatzleistungen

Bei großen, aber leichten Kartons kann das Volumengewicht den Tarif bestimmen.

Mehr dazu finden Sie unter Volumengewicht verstehen und berechnen.

Bei Fracht können zusätzlich entstehen:

  • Seefracht
  • Terminal Handling
  • Zollabfertigung
  • Lagerung
  • Inlandstransport
  • gegebenenfalls zusätzliche Sicherheits- oder Routenzuschläge

Deshalb sollte bei Jemen-Sendungen immer der aktuelle Gesamtpreis für die konkrete Route berechnet werden.

E-Commerce in den Jemen: Verfügbarkeit vor Checkout prüfen

Für deutsche Onlinehändler ist der Jemen ein Drittlandziel.

Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.

Zusätzlich zum Warenpreis können beim Empfänger entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • 5 % General Sales Tax
  • weitere Einfuhrabgaben
  • Zollabfertigungsgebühren
  • lokale Zustellkosten

Ein besonderes Problem ist derzeit die eingeschränkte Carrier-Verfügbarkeit.

Onlinehändler sollten deshalb nicht automatisch einen festen Jemen-Standardtarif im Checkout anbieten, wenn der verwendete Carrier den Paketservice aktuell ausgesetzt hat.

Sinnvoll ist eine Prüfung von:

  • aktueller Carrier-Verfügbarkeit
  • konkretem Zielort
  • Warenart
  • DAP oder DDP
  • Einfuhrbeschränkungen

vor verbindlicher Annahme der Bestellung.

Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten, Zoll und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

Zollpraxis kann sich je nach Region unterscheiden

Die größte Besonderheit ist die derzeit fragmentierte Verwaltungsstruktur.

Internationale Untersuchungen zur jemenitischen Zollverwaltung bestätigen, dass unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen bestehen.

Für Versender bedeutet das:

Eine Zollkalkulation sollte immer auf den tatsächlichen:

  • Einfuhrort
  • Importeur
  • Zollagenten
  • Transportweg

abgestimmt werden.

Eine allgemeine Länderregel kann diese Prüfung nicht vollständig ersetzen.

ASYCUDA++ wird weiterhin modernisiert

Der Jemen arbeitet weiterhin mit ASYCUDA++.

2026 gehört die bessere Nutzung elektronischer Risikoselektion zu den wichtigsten Reformzielen.

Bislang werden Zollprozesse noch vergleichsweise stark durch:

  • manuelle Abläufe
  • physische Kontrollen
  • regional unterschiedliche Prozesse

geprägt.

Saubere digitale Wareninformationen sind deshalb besonders wichtig.

EBA wirkt nur für Jemen → EU

Der Jemen ist weiterhin LDC und EBA-Begünstigter.

Für Waren jemenitischen Ursprungs bestehen dadurch weitreichende Zollvorteile beim Import in die EU.

Für deutsche Waren bei der Einfuhr in den Jemen entsteht daraus jedoch keine automatische Präferenz.

Deutschland → Jemen muss daher grundsätzlich nach dem aktuell angewandten jemenitischen Zolltarif kalkuliert werden.

Welcher Carrier eignet sich für den Jemen?

Beim Jemen sollte die Reihenfolge beim Carriervergleich lauten:

Verfügbarkeit zuerst, Preis danach.

Zu prüfen sind:

  • wird das Land aktuell bedient?
  • wird der konkrete Zielort bedient?
  • welche Warenarten sind zulässig?
  • welcher Einfuhrort wird verwendet?
  • welcher Zollservice ist enthalten?
  • ist Tracking verfügbar?
  • welche Versicherung ist möglich?
  • welche Maß- und Gewichtsgrenzen gelten?

DHL Paket weist aktuell ausdrücklich darauf hin, dass:

Päckchen und Pakete in den Jemen derzeit nicht versendet werden können.

Die reguläre Länderinformation nennt zwar:

13 bis 19 Werktage

und:

14 Tage Lagerfrist,

diese Angaben stellen aktuell jedoch keine verfügbare Standard-Paketleistung dar.

Für Express-, Luft- und Seefracht muss die aktuelle Verfügbarkeit separat geprüft werden.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich aktuell ein Paket von Deutschland in den Jemen versenden?

DHL Paket weist derzeit darauf hin, dass Päckchen und Pakete in den Jemen aktuell nicht versendet werden können. Für eine konkrete Sendung sollten deshalb verfügbare Express-, Luftfracht- oder Speditionslösungen geprüft werden.

Wie lange dauert ein Paket in den Jemen?

DHL nennt grundsätzlich eine Laufzeitorientierung von 13 bis 19 Werktagen. Der reguläre Paket- und Päckchenversand ist aktuell jedoch ausgesetzt, sodass diese Laufzeit derzeit nicht als buchbare Standardleistung verstanden werden sollte.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer im Jemen?

Der Jemen erhebt eine General Sales Tax statt einer klassisch bezeichneten VAT. Für regulär steuerpflichtige Waren beträgt der allgemeine Satz grundsätzlich 5 Prozent.

Wie wird die General Sales Tax bei Importen berechnet?

Die Bemessungsgrundlage besteht grundsätzlich aus dem CIF-Zollwert zuzüglich Einfuhrzoll und weiteren auf die Ware erhobenen Importabgaben. Darauf wird bei regulär steuerpflichtigen Waren die General Sales Tax berechnet.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll im Jemen?

Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem konkreten HS-Code und der aktuell angewandten Tarifposition. Aufgrund regional unterschiedlicher Zollstrukturen sollte der tatsächliche Satz vor dem Versand für den vorgesehenen Einfuhrort geprüft werden.

Welche Dokumente brauche ich für den Jemen?

Typischerweise werden Handelsrechnung, Packing List, Transportdokument, HS-Code, Warenwert und Ursprungsinformationen benötigt. Je nach Ware können zusätzlich Certificate of Origin, Import Permit oder weitere Genehmigungen erforderlich sein.

Müssen Handelsrechnung oder Ursprungszeugnis legalisiert werden?

Bei bestimmten kommerziellen Vorgängen kann eine Legalisation erforderlich sein. Das jemenitische Generalkonsulat in Deutschland legalisiert unter anderem Handelsrechnungen und Ursprungszeugnisse nach der erforderlichen deutschen Vorbeglaubigung. Der konkrete Bedarf sollte vor dem Versand bestätigt werden.

Was ist ASYCUDA++ im Jemen?

ASYCUDA++ ist das elektronische Zollsystem der jemenitischen Zollverwaltung. Es wird unter anderem für Zollanmeldungen und die Verarbeitung von Einfuhrdaten eingesetzt und soll im Rahmen der aktuellen Zollreformen stärker modernisiert und genutzt werden.

Profitiert der Jemen von Everything But Arms?

Ja. Der Jemen ist weiterhin ein Least Developed Country und EBA-Begünstigter. Die Regelung betrifft jedoch Waren jemenitischen Ursprungs beim Import in die Europäische Union und gewährt deutschen Exporten in den Jemen keinen automatischen Zollvorteil.

Brauche ich eine EUR.1 für den Jemen?

Für normale deutsche Exporte in den Jemen besteht keine allgemeine gegenseitige EU-Präferenz, durch die eine EUR.1 automatisch den jemenitischen Einfuhrzoll reduziert. Je nach Ware kann jedoch ein Certificate of Origin verlangt werden.

Welcher Hafen eignet sich für Waren in den Jemen?

Das hängt vom Empfänger und der aktuellen Route ab. Aden ist ein wichtiger Container- und Importhafen. Für den Osten des Landes kann Mukalla relevant sein. Hodeidah besitzt große Bedeutung für den westlichen und nördlichen Jemen, unterliegt jedoch besonderen aktuellen Rahmenbedingungen.

Kann ich in den Jemen DDP versenden?

Eine DDP-Lieferung kann abhängig von Carrier, Einfuhrort und Importkonstellation möglich sein. Vorab sollten jedoch lokaler Importeur, Zollagent, aktuelle Carrier-Verfügbarkeit, HS-Code, Zollsatz, General Sales Tax, mögliche weitere Abgaben und Importgenehmigungen geprüft werden.

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