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Paket auf die Philippinen versenden: Zoll, VAT und Laufzeit

Von Deutschland nach Manila, Cebu oder Davao: Geschäftssendungen richtig vorbereiten

Die Philippinen gehören mit mehr als 7.000 Inseln zu den geografisch anspruchsvolleren Versandzielen in Südostasien. Während Metro Manila, Cebu und Davao gut an internationale Transportnetze angebunden sind, können Lieferungen auf kleinere Inseln oder in abgelegenere Regionen deutlich mehr Zeit benötigen.

  • Versand von Deutschland auf die Philippinen
  • Paket-, Express- und Frachtlösungen
  • Versand nach Manila, Cebu und Davao
  • Zoll- und Warendaten digital vorbereiten
  • 12 % VAT bei der Einfuhr berücksichtigen
  • ₱10.000-De-minimis-Grenze prüfen
  • Importeur-Akkreditierung vor Versand klären
  • Genehmigungspflichten für regulierte Waren prüfen
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Auf den Philippinen entscheiden Warenwert und Importeur über das Zollverfahren

Bei Geschäftssendungen sollten Zolltarifnummer, Warenwert, Empfänger und mögliche Genehmigungen bereits vor der Abholung geklärt werden.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen kleineren Sendungen, vereinfachten Einfuhren und regulären kommerziellen Importen.

12 % VAT einkalkulieren
Die reguläre philippinische Value Added Tax beträgt 12 Prozent. Bei Importen wird sie grundsätzlich auf die gesamte zollrechtliche Bemessungsgrundlage einschließlich relevanter Zoll- und Abfertigungskosten berechnet.

₱10.000-De-minimis-Grenze beachten
Liegt der FOB- oder FCA-Wert einer Sendung bei höchstens 10.000 philippinischen Peso, werden grundsätzlich keine Einfuhrzölle und Steuern erhoben. Ausnahmen können insbesondere für speziell regulierte Waren gelten.

Importeur vorher prüfen
Unternehmen, die regelmäßig Waren auf die Philippinen importieren, benötigen grundsätzlich eine Akkreditierung beim Bureau of Customs. Bei regulierten Produkten können zusätzlich Genehmigungen anderer Behörden erforderlich sein.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP auf die Philippinen: Importeur und Kosten vorher klären

Bei einer Geschäftslieferung sollte bereits vor der Versandbuchung feststehen, wer die Einfuhrabfertigung übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Die Einfuhrabfertigung und die vereinbarten Importkosten liegen grundsätzlich beim Empfänger.

Dazu können gehören:

  • Einfuhrzoll
  • 12 % VAT
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Import Processing Charge
  • Customs Documentary Stamp
  • Importgenehmigungen
  • Zollagentenkosten
  • Carrier-Abfertigungsgebühren

Bei DDP übernimmt der Verkäufer weitergehende Einfuhrpflichten und vereinbarte Abgaben, sofern Carrier und Importstruktur dies ermöglichen.

Vor einem verbindlichen DDP-Angebot sollten mindestens geprüft werden:

  • AHTN-/HS-Code
  • FOB- beziehungsweise FCA-Wert
  • Zollwert
  • MFN-Zollsatz
  • 12 % VAT
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Akkreditierung des Importeurs
  • Produktspezifische Genehmigungen
  • Carrier- und Abfertigungskosten

Gerade bei den Philippinen sollte außerdem geprüft werden, ob der Empfänger als regulärer Importeur auftreten kann oder für die konkrete Sendung ein anderes Verfahren erforderlich ist.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll auf den Philippinen?

Die Philippinen haben keinen einheitlichen Einfuhrzoll.

Der konkrete Zollsatz richtet sich nach der AHTN-Tarifposition und der für das Ursprungsland geltenden Tarifregelung.

Für Waren aus Deutschland ist in der Regel der:

Most-Favoured-Nation-Tarif, kurz MFN

maßgeblich.

Für die Zollberechnung sollten insbesondere geprüft werden:

  • AHTN-/HS-Code
  • Warenbeschreibung
  • Zollwert
  • Ursprungsland
  • eventuelle Sonderabgaben
  • mögliche produktspezifische Beschränkungen

Der Zollwert basiert grundsätzlich auf dem Transaktionswert

Das Bureau of Customs verwendet grundsätzlich den Transaktionswert der eingeführten Waren als Ausgangspunkt.

Abhängig von der Sendung werden unter anderem Transport-, Versicherungs- und weitere zollwertrelevante Kosten berücksichtigt.

Der angegebene Warenwert sollte deshalb mit Rechnung und Zahlungsunterlagen nachvollziehbar sein.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf den Philippinen?

Die philippinische Umsatzsteuer heißt:

Value Added Tax, VAT.

Der reguläre Satz beträgt:

12 %.

Die VAT gilt grundsätzlich auch für steuerpflichtige Warenimporte.

Bei der Berechnung wird nicht nur der reine Rechnungswert betrachtet.

Zur Bemessungsgrundlage können unter anderem gehören:

  • Zollwert
  • Einfuhrzoll
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Brokerage Fee
  • Import Processing Charge
  • weitere zollrelevante Gebühren

Dadurch ist die tatsächliche Steuerbelastung höher als eine einfache Berechnung von 12 Prozent auf den Warenwert.

Für bestimmte Waren oder Einfuhrvorgänge können gesetzliche Ausnahmen gelten.

Reguläre VAT: 12 %

E2M und Importeur-Akkreditierung: Die Einfuhr läuft weitgehend digital

Die philippinische Zollverwaltung nutzt für viele Einfuhrprozesse das:

Electronic-to-Mobile System, kurz E2M.

Darüber werden elektronische Zoll- und Handelsdaten verarbeitet.

Importeure müssen grundsätzlich bereits vor der ersten regulären Zolltransaktion beim Bureau of Customs akkreditiert sein.

Die Registrierung wird über die zuständige Accounts-Management-Struktur des Bureau of Customs verwaltet.

2026 wird das Zollsystem weiter modernisiert

Das Bureau of Customs arbeitet 2026 an einem neuen:

Integrated Customs Processing System, CPS.

Dieses System soll das bisherige E2M-System schrittweise durch eine durchgängig digitale Plattform ersetzen.

Vorgesehen sind unter anderem digitale Prozesse für:

  • Importe
  • Exporte
  • Transit
  • Risikobewertung
  • Zahlungen
  • weitere Zollverfahren

Bis zur vollständigen Umstellung bleibt E2M jedoch weiterhin Teil der laufenden Zollabwicklung.

Regulierte Waren benötigen zusätzliche Genehmigungen

Abhängig vom Produkt können weitere philippinische Behörden beteiligt sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Food and Drug Administration
  • Bureau of Philippine Standards
  • Bureau of Plant Industry
  • Bureau of Animal Industry

Bei regulierten Waren sollten Genehmigungen deshalb möglichst vor Versand vorliegen.

Paket auf die Philippinen versenden: Was Unternehmen vorher wissen sollten

Die Philippinen sind ein Archipel in Südostasien mit mehr als 7.000 Inseln.

Diese geografische Struktur hat direkten Einfluss auf Transportwege und Zustellzeiten.

Zu den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikzentren gehören:

  • Metro Manila
  • Cebu
  • Davao
  • Quezon City
  • Batangas
  • Clark

Für kleinere Waren stehen internationale Paket- und Expressdienste zur Verfügung.

Bei Maschinen, Paletten und größeren Warenmengen spielen dagegen Luft- und Seefracht sowie der anschließende innerphilippinische Transport eine wichtige Rolle.

Welche Dokumente brauche ich für die Philippinen?

Für eine gewerbliche Warenlieferung sollten typischerweise folgende Informationen beziehungsweise Dokumente vorbereitet werden:

  • Commercial Invoice
  • Packing List
  • Air Waybill oder Bill of Lading
  • präzise Warenbeschreibung
  • AHTN-/HS-Code
  • Warenwert
  • Ursprungsland
  • vollständige Importeurdaten
  • gegebenenfalls Import Permit
  • gegebenenfalls Konformitäts- oder Produktzertifikate

Bei regulierten Produkten sollte insbesondere geprüft werden, welche philippinische Behörde für die Genehmigung zuständig ist.

Gibt es ein Handelsabkommen zwischen der EU und den Philippinen?

Derzeit besteht noch kein in Kraft befindliches Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Philippinen.

Die EU und die Philippinen verhandeln jedoch über ein Freihandelsabkommen.

Deshalb gilt für deutsche Waren bei der Einfuhr auf die Philippinen grundsätzlich nicht automatisch ein besonderer EU-Präferenzzoll.

Der philippinische MFN-Zolltarif sollte für die konkrete Tarifposition geprüft werden.

Was bedeutet GSP+ bei den Philippinen?

Die Philippinen profitieren seit Dezember 2014 vom GSP+-System der Europäischen Union.

Diese Regelung wird jedoch häufig in die falsche Handelsrichtung interpretiert.

GSP+ begünstigt:

bestimmte philippinische Ursprungserzeugnisse bei der Einfuhr in die Europäische Union.

Für eine Warenlieferung von Deutschland auf die Philippinen entsteht daraus dagegen keine allgemeine Zollpräferenz.

Brauche ich eine EUR.1 für die Philippinen?

Für einen normalen Export deutscher Waren auf die Philippinen wird eine EUR.1 nicht als allgemeiner Präferenznachweis verwendet.

Da derzeit kein EU-Philippinen-Freihandelsabkommen in Kraft ist, führt eine EUR.1 nicht automatisch zu einem niedrigeren philippinischen Einfuhrzoll.

Entscheidend ist stattdessen der für die Ware geltende philippinische MFN-Tarif.

Wie lange dauert ein Paket auf die Philippinen?

DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von:

16 bis 24 Werktagen.

Die Lagerfrist beträgt aktuell 30 Tage.

Expresssendungen können zentrale Wirtschaftsregionen deutlich schneller erreichen.

DHL Express weist für die Philippinen bei Express Worldwide eine Regellaufzeit von ungefähr:

2 Werktagen

im internationalen Hauptlauf aus.

Die tatsächliche Zustellung kann jedoch länger dauern, insbesondere bei:

  • Zollprüfung
  • fehlenden Importgenehmigungen
  • Empfängeradressen auf kleineren Inseln
  • Remote Areas
  • notwendigem innerphilippinischem Weitertransport

Welche Sprache sollte die Zollinhaltserklärung haben?

DHL nennt für die Philippinen:

Englisch.

Die Warenbeschreibung sollte möglichst konkret sein.

Nicht:

„Machine Parts“

sondern beispielsweise:

„Stainless steel mounting bracket for industrial packaging machine“

Damit sind Produkt, Material und Verwendungszweck deutlich besser erkennbar.

Adresse auf den Philippinen richtig schreiben

Internationale Empfängeradressen sollten in lateinischen Buchstaben und mit arabischen Ziffern angegeben werden.

Ein mögliches Format ist:


PHILIPPINE INDUSTRIAL SYSTEMS INC.
1258 INDUSTRIAL ROAD
MAKATI CITY
1200 METRO MANILA
PHILIPPINES

Zusätzlich sollten Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Empfängers angegeben werden.

Da Sendungen häufig durch mehrere regionale Zustellnetze laufen, sind vollständige Kontaktdaten besonders hilfreich.

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Diese Fehler verzögern Sendungen auf die Philippinen

Viele Verzögerungen entstehen nicht während des Fluges oder der Seefracht, sondern bei der Einfuhr.

Typische Probleme sind:

  • Importeur ist nicht korrekt akkreditiert
  • HS- beziehungsweise AHTN-Code ist falsch
  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Proof of Payment fehlt
  • Import Permit wurde nicht rechtzeitig beantragt
  • FDA-, BPS-, BPI- oder BAI-Anforderungen wurden übersehen
  • Commercial Invoice und Packing List stimmen nicht überein
  • Empfängerinformationen sind unvollständig
  • Weitertransport auf eine andere Insel wurde nicht berücksichtigt

Das Bureau of Customs kann beispielsweise Rechnung, Zahlungsnachweis oder Import Permit nachfordern, wenn eine Sendung zur Prüfung zurückgehalten wird.

Gerade bei wiederkehrenden Exporten sollten HS-Code, Ursprung, Warenbeschreibung und Genehmigungspflichten deshalb möglichst zentral gepflegt werden.

Weitere Hinweise finden Sie unter Zollfragen im Versandprozess automatisiert beantworten.

Welche Waren werden von Deutschland auf die Philippinen versendet?

Die Philippinen verfügen über bedeutende Elektronik-, Halbleiter-, Lebensmittel-, Bau-, Energie- und Dienstleistungssektoren.

Für deutsche Unternehmen können deshalb insbesondere technische Produkte und Investitionsgüter interessant sein.

Typische Geschäftssendungen können beispielsweise enthalten:

  • Maschinen und Produktionsanlagen
  • Maschinenersatzteile
  • Elektrotechnik
  • Automatisierungs- und Steuerungstechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • IT- und Kommunikationstechnik
  • medizinische Geräte und Zubehör
  • Labor- und Analysetechnik
  • Pumpen und Wassertechnik
  • Werkzeuge und industrielle Komponenten
  • Ersatzteile für Energie- und Infrastrukturtechnik

Für die Einfuhr verwendet die philippinische Zollverwaltung die ASEAN Harmonized Tariff Nomenclature, kurz AHTN.

Die konkrete Tarifposition entscheidet über Zollsatz, mögliche Verbrauchsteuern und eventuell erforderliche Importgenehmigungen.

Für eine aktuelle Prüfung stellt die Philippine Tariff Commission einen eigenen Tariff Finder zur Verfügung.

Gerade bei technischen Produkten sollte der HS- beziehungsweise AHTN-Code deshalb nicht erst nach Ankunft der Ware bestimmt werden.

Weitere Hinweise finden Sie unter häufige Fehler bei HS-Codes vermeiden.

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Versandinformationen: Philippinen

Standard, Express oder Fracht auf die Philippinen?

Welche Versandart sinnvoll ist, hängt vor allem von Größe, Gewicht, Empfängerort und Dringlichkeit ab.

Standardpaket

Für kleinere und weniger zeitkritische Waren kann ein internationaler Paketservice genutzt werden.

DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von:

16 bis 24 Werktagen.

Weitere Informationen finden Sie unter DHL Paket und internationale Versandoptionen.

Expressversand

Für dringende Ersatzteile, Produktionsmaterial oder hochwertige technische Produkte ist Express deutlich schneller.

Für zentrale Zielgebiete nennt DHL Express ungefähr zwei Werktage im internationalen Hauptlauf.

Frachtversand

Für Maschinen, Paletten und größere Warenmengen kommen insbesondere Luft- und Seefracht infrage.

Bei Lieferungen auf andere Inseln sollte der anschließende Inlandstransport bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Manila ist das wichtigste internationale Logistikzentrum der Philippinen

Durch die Insellage spielt der Seeverkehr für die philippinische Wirtschaft eine besonders wichtige Rolle.

Ein zentraler Standort ist das:

Manila International Container Terminal, MICT.

Es ist das größte und verkehrsreichste Containerterminal des Landes und besitzt eine jährliche Kapazität von rund drei Millionen TEU.

Zum Hafensystem im Großraum Manila gehören außerdem weitere Terminals wie:

  • Manila South Harbor
  • Manila North Harbor

Weitere wichtige Hafen- und Logistikregionen befinden sich unter anderem in:

  • Batangas
  • Cebu
  • Davao
  • Subic
  • Cagayan de Oro

Für größere Maschinen- und Containerlieferungen kann die Wahl des richtigen Eingangshafens erheblichen Einfluss auf den anschließenden Inlandstransport haben.

Weitere Informationen finden Sie unter internationalem Frachtversand.

Welche Importkosten können auf den Philippinen entstehen?

Die tatsächlichen Einfuhrkosten hängen von der konkreten Ware und dem Zollverfahren ab.

Mögliche Bestandteile sind:

  • Einfuhrzoll nach MFN-Tarif
  • 12 % VAT
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Import Processing Charge
  • Customs Documentary Stamp
  • Importgenehmigungskosten
  • Zollagentenkosten
  • Carrier-Abfertigungsgebühren

Der konkrete Zollsatz sollte anhand des AHTN-Codes im aktuellen Philippine Tariff Finder geprüft werden.

Deutschland besitzt derzeit kein in Kraft befindliches Freihandelsabkommen mit den Philippinen. Deshalb ist für deutsche Ursprungserzeugnisse grundsätzlich der entsprechende MFN-Tarif maßgeblich.

Was kostet ein Paket auf die Philippinen?

Der Transportpreis richtet sich insbesondere nach:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Carrier
  • Standard- oder Expressversand
  • Empfängerinsel und Zielregion
  • Warenart
  • Zusatzleistungen

Gerade bei den Philippinen kann die konkrete Empfängerregion den Preis deutlich beeinflussen.

Eine Zustellung nach Metro Manila kann logistisch einfacher sein als der Transport auf eine kleinere Insel oder in eine abgelegene Provinz.

Neben dem internationalen Transport sollten deshalb auch mögliche Remote-Area- und Weiterleitungskosten berücksichtigt werden.

Bei regelmäßigem Versand lohnt sich ein Vergleich verschiedener Carrier besonders.

Mehr dazu finden Sie unter Multi-Carrier-Versand für internationale Geschäftssendungen.

Onlinehandel auf die Philippinen: Die ₱10.000-Grenze richtig verstehen

Für kleine E-Commerce-Sendungen ist die philippinische De-minimis-Regel besonders interessant.

Waren mit einem FOB- beziehungsweise FCA-Wert von:

höchstens 10.000 philippinischen Peso

können grundsätzlich ohne Einfuhrzoll und Einfuhrsteuer eingeführt werden.

Der Warenwert sollte jedoch korrekt angegeben und durch Rechnung beziehungsweise Zahlungsnachweis belegt werden können.

Der Zoll weist ausdrücklich darauf hin, dass auch Geschenke und gebrauchte Waren grundsätzlich steuerpflichtig sein können, wenn die gesetzliche De-minimis-Grenze überschritten wird.

₱50.000 entscheidet über Informal oder Formal Entry

Neben der De-minimis-Grenze gibt es eine zweite wichtige Wertgrenze.

Kommerzielle Waren mit einem FOB- beziehungsweise FCA-Wert von:

unter 50.000 Peso

können grundsätzlich über ein Informal Entry abgefertigt werden.

Kommerzielle Waren ab:

50.000 Peso

fallen grundsätzlich unter ein Formal Entry.

Das ist insbesondere für Online-Händler wichtig, weil die 10.000-Peso-Grenze und die 50.000-Peso-Grenze zwei unterschiedliche Funktionen haben.

  • bis ₱10.000: grundsätzlich De-minimis-Befreiung
  • über ₱10.000 bis unter ₱50.000: Abgaben können entstehen, aber Informal Entry möglich
  • ab ₱50.000: reguläres Formal Entry bei kommerziellen Waren

Bei regulierten Produkten können unabhängig vom Warenwert zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.

Tracking bei langen Laufzeiten besonders wichtig

Durch die Insellage und mögliche regionale Weiterleitung können Kunden längere Zeit auf ihre Bestellung warten.

Automatische Statusmeldungen reduzieren in solchen Fällen Rückfragen zum aktuellen Versandstatus.

Weitere Informationen finden Sie unter gebrandetes Tracking für internationale Sendungen.

GSP+ hilft philippinischen Exporten in die EU, nicht deutschen Exporten auf die Philippinen

Beim Handel zwischen der Europäischen Union und den Philippinen besteht häufig Verwechslungsgefahr.

Die Philippinen gehören seit 2014 zum europäischen:

GSP+-System.

Dadurch erhalten viele philippinische Ursprungserzeugnisse beim Import in die Europäische Union Zollvorteile.

Diese Regelung gilt jedoch nicht automatisch in der Gegenrichtung.

Für Waren, die aus Deutschland auf die Philippinen geliefert werden, besteht derzeit noch kein entsprechendes EU-Philippinen-Freihandelsabkommen.

Die Europäische Union und die Philippinen verhandeln aktuell über ein solches Abkommen.

Bis ein entsprechendes Abkommen tatsächlich in Kraft tritt, sollten deutsche Unternehmen für ihre Waren grundsätzlich den philippinischen MFN-Tarif prüfen.

Eine EUR.1 erzeugt deshalb bei normalen deutschen Exporten auf die Philippinen derzeit keine allgemeine Zollpräferenz.

Zollsystem wird 2026 technisch modernisiert

Eine weitere Besonderheit ist die laufende Digitalisierung des Bureau of Customs.

Das bisherige E2M-System wird weiterhin eingesetzt.

Parallel entwickelt die Zollverwaltung jedoch ein neues integriertes Customs Processing System, das zukünftig Import-, Export-, Transit-, Risiko- und Zahlungsprozesse stärker auf einer Plattform bündeln soll.

Für Unternehmen steigt damit langfristig die Bedeutung konsistenter digitaler Artikel- und Zolldaten weiter.

Welcher Carrier eignet sich für die Philippinen?

Für Sendungen von Deutschland auf die Philippinen kommen unterschiedliche internationale Paket-, Express- und Frachtanbieter infrage.

Je nach Sendung können beispielsweise genutzt werden:

  • DHL
  • DHL Express
  • UPS
  • FedEx
  • internationale Luftfrachtpartner
  • Seefracht- und Speditionspartner

Beim Vergleich sollte nicht ausschließlich der Grundpreis betrachtet werden.

Wichtige Kriterien sind außerdem:

  • Laufzeit
  • Zollservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • maximale Maße und Gewichte
  • Empfängerinsel
  • Remote-Area-Zuschläge
  • Weiterleitung innerhalb der Philippinen

Für ein dringend benötigtes Ersatzteil nach Manila kann deshalb ein anderer Service sinnvoll sein als für eine Palette nach Cebu oder eine Maschine, die anschließend auf eine kleinere Insel weitertransportiert werden muss.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich ein Paket von Deutschland auf die Philippinen versenden?

Ja. Pakete, Expresssendungen und Geschäftswaren können von Deutschland auf die Philippinen verschickt werden. Da die Philippinen außerhalb der EU liegen, benötigen Warensendungen vollständige Zollinformationen.

Wie lange dauert ein Paket auf die Philippinen?

DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von 16 bis 24 Werktagen. DHL Express kann zentrale Zielgebiete im internationalen Hauptlauf in ungefähr zwei Werktagen erreichen. Bei abgelegenen Regionen und Inseln kann die Zustellung länger dauern.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf den Philippinen?

Die reguläre philippinische VAT beträgt 12 Prozent. Bei Importen wird sie grundsätzlich auf den Total Landed Cost berechnet, der neben dem Zollwert auch Zoll und weitere relevante Abfertigungskosten enthalten kann.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll auf den Philippinen?

Der Einfuhrzoll hängt von der AHTN-Tarifposition ab. Für Waren aus Deutschland gilt grundsätzlich der philippinische MFN-Tarif, solange keine andere anwendbare Präferenzregel besteht. Der aktuelle Satz kann im Philippine Tariff Finder geprüft werden.

Gibt es eine Zollfreigrenze auf den Philippinen?

Ja. Waren mit einem FOB- oder FCA-Wert von höchstens 10.000 philippinischen Peso sind grundsätzlich von Einfuhrzoll und Steuern befreit. Für bestimmte Waren können besondere Regeln gelten.

Was passiert bei Sendungen über 10.000 Peso?

Oberhalb der De-minimis-Grenze können Zoll und 12 Prozent VAT entstehen. Kommerzielle Waren unter 50.000 Peso FOB beziehungsweise FCA können grundsätzlich über ein Informal Entry abgefertigt werden. Ab 50.000 Peso ist grundsätzlich ein Formal Entry erforderlich.

Brauche ich eine EUR.1 für die Philippinen?

Für normale deutsche Exporte auf die Philippinen gibt es derzeit keine allgemeine Zollpräferenz über eine EUR.1. Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Philippinen wird aktuell noch verhandelt.

Was bedeutet GSP+ bei den Philippinen?

GSP+ gewährt vielen philippinischen Ursprungserzeugnissen Zollvorteile beim Import in die Europäische Union. Die Regelung gilt nicht automatisch für deutsche Waren, die auf die Philippinen exportiert werden.

Muss der Empfänger als Importeur registriert sein?

Unternehmen und Personen, die reguläre Importgeschäfte auf den Philippinen durchführen wollen, müssen grundsätzlich vor der Zolltransaktion beim Bureau of Customs akkreditiert sein. Für einmalige beziehungsweise nicht regelmäßige Importe existieren gesonderte Verfahren.

Welche Waren benötigen eine Importgenehmigung?

Genehmigungspflichten können unter anderem für Lebensmittel, Arzneimittel, Pflanzen, Tiere, Elektrogeräte, Telekommunikationstechnik, Chemikalien und weitere regulierte Produkte gelten. Zuständig sind je nach Ware beispielsweise FDA, BPS, BPI oder BAI.

Welche Sprache sollte die Zollinhaltserklärung haben?

DHL nennt Englisch als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung auf die Philippinen. Die Warenbeschreibung sollte Produkt, Material und Verwendungszweck möglichst eindeutig nennen.

Welche Dokumente brauche ich für die Philippinen?

Typischerweise werden Commercial Invoice, Packing List, Air Waybill oder Bill of Lading sowie vollständige Waren- und Empfängerdaten benötigt. Bei regulierten Waren können zusätzlich Import Permits, Lizenzen oder andere behördliche Freigaben erforderlich sein.

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