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Paket nach Uruguay versenden: Zoll, IVA und Laufzeit

Von Deutschland nach Montevideo, Canelones oder Punta del Este: Versand und Zoll richtig vorbereiten

Uruguay liegt zwischen Brasilien und Argentinien an der Atlantikküste Südamerikas und zählt zu den wirtschaftlich und institutionell stabilen Märkten der Region. Wirtschaftliches und logistisches Zentrum ist: Montevideo. Dort befinden sich der wichtigste Seehafen des Landes, der internationale Flughafen sowie ein großer Teil der Industrie-, Handels- und Logistikinfrastruktur.

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Seit 2026 kann der EU-Ursprung den Einfuhrzoll nach Uruguay deutlich verändern

Bei Uruguay sollte nicht mehr automatisch nur mit dem normalen MERCOSUR-Außenzoll gerechnet werden.

Seit Mai 2026 kann das EU-MERCOSUR-Handelsabkommen für deutsche Ursprungserzeugnisse relevant sein.

Entscheidend sind HS-Code, Ursprungsregel und der richtige Präferenznachweis.

22 % IVA einplanen
Für die meisten regulär steuerpflichtigen Waren gilt in Uruguay der Standardsatz von 22 Prozent. Bestimmte Waren unterliegen dem reduzierten Satz von 10 Prozent oder einer Steuerbefreiung.

EU-MERCOSUR-Präferenz prüfen
Seit dem 1. Mai 2026 wird das Handelsabkommen vorläufig angewendet. Je nach Tarifposition wird der Einfuhrzoll sofort reduziert oder über einen festgelegten Zeitraum schrittweise abgebaut.

Erklärung zum Ursprung statt EUR.1
Für EU-Ursprungswaren wird die Präferenz über eine Erklärung zum Ursprung nachgewiesen. Bei Ursprungserzeugnissen über 6.000 Euro muss der EU-Ausführer grundsätzlich im REX-System registriert sein.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP nach Uruguay?

Vor dem Versand sollte eindeutig geklärt werden, wer die Einfuhrabfertigung und die damit verbundenen Kosten übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer grundsätzlich den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Die Einfuhrabfertigung übernimmt grundsätzlich der Empfänger.

Dabei können entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • 22 % beziehungsweise gegebenenfalls 10 % IVA
  • gegebenenfalls IMESI
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren
  • Terminalkosten
  • Lagerkosten
  • produktspezifische Genehmigungsgebühren

Bei DDP übernimmt dagegen der Verkäufer die vereinbarten Einfuhrkosten und weitergehenden Pflichten.

Für eine DDP-Lieferung nach Uruguay sollte vorher geprüft werden:

  • HS- beziehungsweise NCM-Code
  • Warenwert
  • Zollwert
  • Warenursprung
  • EU-Präferenzursprung
  • Zollabbaukategorie des EU-MERCOSUR-Abkommens
  • IVA
  • gegebenenfalls IMESI
  • Importgenehmigungen
  • lokaler Importeur
  • Despachante de Aduana

Seit Mai 2026 kann insbesondere der Präferenzursprung einen erheblichen Unterschied beim Einfuhrzoll ausmachen.

Eine Landed-Cost-Berechnung sollte deshalb die konkrete Tarifposition und den tatsächlichen Ursprung berücksichtigen.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Uruguay?

Für Uruguay gibt es keinen einheitlichen Einfuhrzoll.

Das Land ist Mitglied von:

MERCOSUR.

Für Waren aus Staaten außerhalb des MERCOSUR gilt grundsätzlich der gemeinsame Außenzoll:

Arancel Externo Común, kurz AEC.

Uruguay verfügt zusätzlich über nationale Ausnahmen und besondere Tarifregelungen.

Der konkrete Zollsatz hängt deshalb insbesondere ab von:

  • NCM-Code
  • Warenart
  • Warenursprung
  • EU-MERCOSUR-Abkommen
  • nationalen Ausnahmeregelungen
  • eventuellen Sondertarifen

Beispielsweise können einzelne Waren weiterhin mit hohen regulären Zöllen belastet sein.

Andere Produkte erhalten bereits seit Mai 2026 eine sofortige Präferenz oder werden über mehrere Jahre schrittweise liberalisiert.

Eine pauschale Prozentzahl eignet sich deshalb nicht für eine seriöse Importkalkulation.

EU-MERCOSUR verändert den Zoll für deutsche Waren

Am:

17. Januar 2026

wurde das Interims-Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und MERCOSUR unterzeichnet.

Für Uruguay wird es seit:

1. Mai 2026

vorläufig angewendet.

Damit können Waren mit:

EU-Präferenzursprung

von den im Abkommen vereinbarten Zollsenkungen profitieren.

Der Zollabbau erfolgt jedoch nicht für alle Produkte gleichzeitig.

Abhängig vom NCM-Code können Waren:

  • sofort zollfrei werden
  • einen sofort reduzierten Zoll erhalten
  • über mehrere Jahre schrittweise liberalisiert werden
  • besonderen Quotenregelungen unterliegen
  • vom Zollabbau ausgenommen sein

Für eine deutsche Maschine sollte deshalb nicht lediglich gefragt werden:

„Wie hoch ist der Uruguay-Zoll?“

Sinnvoller ist:

„Welcher NCM-Code gilt, erfüllt die Ware die EU-Ursprungsregel und welche Zollabbaukategorie gilt seit 2026?“

Versand aus Deutschland bedeutet nicht automatisch EU-Präferenzursprung

Ein Produkt erhält nicht allein deshalb EU-Präferenzursprung, weil es aus Deutschland verschickt wird.

Beispiel:

Ein chinesisches Bauteil wird in einem deutschen Lager gelagert und ohne ausreichende Bearbeitung nach Uruguay verkauft.

Dann kann der Versandort zwar:

Deutschland

sein.

Die Ware erfüllt dadurch aber nicht automatisch die Ursprungsregel des EU-MERCOSUR-Abkommens.

Entscheidend sind die produktspezifischen Ursprungsregeln des Abkommens.

Der Zollwert basiert grundsätzlich auf dem Transaktionswert

Uruguay orientiert sich bei der Zollbewertung am internationalen GATT-/WTO-System.

Ausgangspunkt ist grundsätzlich:

der tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Preis.

Je nach Lieferbedingungen und Einfuhrkonstellation können Anpassungen erforderlich sein.

Relevant können beispielsweise sein:

  • Transportkosten
  • Versicherung
  • Verpackung
  • bestimmte Provisionen
  • weitere wertrelevante Bestandteile

Mehr dazu finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Uruguay?

Die Mehrwertsteuer heißt:

Impuesto al Valor Agregado, kurz IVA.

Der reguläre Satz beträgt:

22 %.

Daneben besteht ein reduzierter Satz von:

10 %.

Grundsätzlich unterliegen Waren und Dienstleistungen dem Standardsatz von 22 Prozent, sofern keine Steuerbefreiung oder der reduzierte Satz vorgesehen ist.

Für gewöhnliche Industrie- und Konsumgüter ist deshalb:

22 % IVA

der wichtigste Ausgangswert.

Importierte Waren unterliegen grundsätzlich ebenfalls der IVA

Die Einfuhr von Waren nach Uruguay ist grundsätzlich ein IVA-pflichtiger Vorgang.

Für bestimmte Waren bestehen gesetzliche Befreiungen.

Dazu zählen beispielsweise einzelne ausdrücklich steuerbefreite Produktgruppen.

Der tatsächliche Steuerbetrag sollte im Rahmen der kompletten Einfuhrberechnung ermittelt werden.

Ein einfacher Ansatz:

Rechnungswert × 22 %

reicht für eine verbindliche DDP-Kalkulation deshalb nicht aus.

Neben dem Warenwert können Zollwert, Einfuhrzoll und die konkrete steuerliche Behandlung der Ware eine Rolle spielen.

DUA und Sistema LUCIA: Uruguay wickelt Importe elektronisch ab

Die zentrale Zollanmeldung heißt:

Documento Único Aduanero, kurz DUA.

Die Dirección Nacional de Aduanas verwendet für die elektronische Zollabwicklung das:

Sistema LUCIA.

Darüber werden unter anderem:

  • Importvorgänge
  • Exportvorgänge
  • Transitverfahren
  • Tarifierung
  • Dokumente
  • Zollinformationen

verarbeitet.

Uruguay besitzt zusätzlich mit:

VUCE

eine elektronische Single-Window-Struktur für Außenhandelsverfahren.

Damit können Genehmigungen und Prozesse verschiedener Behörden digital zusammengeführt werden.

Bei regulären Importen ist ein Despachante de Aduana wichtig

Für kommerzielle Einfuhren wird regelmäßig ein registrierter:

Despachante de Aduana

eingesetzt.

Das entspricht funktional einem Zollagenten beziehungsweise Customs Broker.

Besonders relevant ist das bei Sendungen im allgemeinen Importregime.

Uruguay Customs nennt für Sendungen beispielsweise das allgemeine Importverfahren, wenn:

  • der Rechnungswert über 800 US-Dollar liegt
  • das Gewicht über 20 kg liegt
  • IMESI-pflichtige Waren enthalten sind
  • die Voraussetzungen vereinfachter Einfuhrregime nicht erfüllt sind

In diesem Verfahren ist die Einschaltung eines Despachante de Aduana erforderlich.

Für typische B2B-Sendungen sollte der Importeur deshalb bereits vor Warenabgang mit seinem Zollagenten abgestimmt sein.

Mehr zum digitalen Datenaustausch finden Sie unter Paperless Trade im internationalen Versand.

Paket nach Uruguay versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten

Uruguay liegt im Südosten Südamerikas zwischen:

  • Brasilien
  • Argentinien
  • Río de la Plata
  • Atlantischem Ozean

Mit seiner Lage zwischen den beiden größten Volkswirtschaften des MERCOSUR besitzt das Land eine besondere logistische Funktion.

Wichtige Wirtschafts- und Logistikstandorte sind:

  • Montevideo
  • Canelones
  • Maldonado
  • Punta del Este
  • Colonia
  • Nueva Palmira

Welche Dokumente brauche ich für Uruguay?

Für eine gewerbliche Einfuhr werden typischerweise benötigt:

  • Commercial Invoice beziehungsweise Handelsrechnung
  • Packing List
  • Air Waybill oder Bill of Lading
  • präzise Warenbeschreibung
  • NCM- beziehungsweise HS-Code
  • Warenwert
  • Warenursprung
  • gegebenenfalls Erklärung zum Ursprung
  • gegebenenfalls REX-Nummer
  • gegebenenfalls Importgenehmigungen
  • weitere produktspezifische Zertifikate

Bei einem normalen Warenverkauf sollte eine Handelsrechnung verwendet werden.

Für:

  • kostenlose Muster
  • Garantielieferungen
  • Ersatzware ohne Berechnung
  • Geschenke

kann eine Proformarechnung sinnvoll sein.

Auch kostenlose Ware benötigt einen realistischen Zollwert.

Mehr dazu finden Sie unter Proformarechnung beim Zoll richtig verwenden.

Wie funktioniert der Präferenznachweis seit Mai 2026?

Das EU-MERCOSUR-Abkommen verwendet für Exporte aus der Europäischen Union grundsätzlich:

eine Erklärung zum Ursprung.

Eine klassische EUR.1 ist für diese Präferenz nicht vorgesehen.

Für EU-Ausführer gilt:

Bei Sendungen mit Ursprungserzeugnissen bis zu einem Wert von:

6.000 Euro

kann auch ein nicht im REX-System registrierter Ausführer die vorgeschriebene Erklärung zum Ursprung abgeben.

Bei einem Wert von:

mehr als 6.000 Euro

ist grundsätzlich ein:

Registrierter Ausführer, REX

erforderlich.

Die entsprechende REX-Nummer wird in der Erklärung zum Ursprung angegeben.

Die Erklärung ist grundsätzlich:

12 Monate

gültig.

Brauche ich eine EUR.1 für Uruguay?

Für die seit Mai 2026 geltende EU-MERCOSUR-Präferenz:

nein.

Der vorgesehene Präferenznachweis bei Exporten aus der Europäischen Union ist die:

Erklärung zum Ursprung.

Bei Ursprungserzeugnissen über 6.000 Euro ist dafür grundsätzlich die REX-Registrierung erforderlich.

Eine EUR.1 sollte deshalb nicht als Standard-Präferenznachweis für Deutschland → Uruguay angefordert werden.

Nicht jede deutsche Ware wird sofort zollfrei

Das neue Handelsabkommen bedeutet nicht:

Seit Mai 2026 ist jeder Export nach Uruguay zollfrei.

Für jede Tarifposition gilt ein eigener Zollabbauplan.

Möglich sind:

  • sofortiger Wegfall des Zolls
  • schrittweiser Zollabbau
  • besondere Übergangsfristen
  • Quoten
  • Ausschluss vom Zollabbau

Ein Beispiel:

Bestimmte Produkte besitzen weiterhin einen regulären Tarif, weil sie nicht oder noch nicht vollständig liberalisiert wurden.

Der Zollvorteil sollte deshalb immer anhand des konkreten NCM-Codes geprüft werden.

Wie lange dauert ein Paket nach Uruguay?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:

14 bis 20 Werktage.

Die Lagerfrist beträgt:

30 Tage.

Die tatsächliche Laufzeit kann zusätzlich beeinflusst werden durch:

  • Zollabfertigung
  • fehlende Dokumente
  • Importgenehmigungen
  • Warenkontrollen
  • Zielort
  • lokale Weiterbeförderung

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • medizinische Geräte
  • hochwertige technische Komponenten

kann ein Expressservice sinnvoller sein.

Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL nennt aktuell:

  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch

als zulässige Sprachen.

Da Spanisch die Amtssprache Uruguays ist, bietet sich für die lokale Zollabfertigung insbesondere eine präzise spanische Warenbeschreibung an.

Bei internationalen B2B-Prozessen ist alternativ eine eindeutige englische Beschreibung sinnvoll.

Nicht:

„Parts“

sondern beispielsweise:

„Stainless steel replacement shaft for industrial filling machine“

beziehungsweise auf Spanisch:

„Eje de repuesto de acero inoxidable para máquina llenadora industrial“.

Adresse nach Uruguay richtig schreiben

Eine Geschäftsadresse kann beispielsweise so aussehen:


ABC Industrial Uruguay S.A.
Av. Italia 4500
11400 MONTEVIDEO
URUGUAY

Bei Adressen außerhalb Montevideos sollten zusätzlich:

  • Departamento
  • Ort
  • Postleitzahl
  • Straße und Hausnummer

vollständig angegeben werden.

DHL empfiehlt zusätzlich:

  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

des Empfängers.

Diese Kontaktdaten erleichtern Zollrückfragen und Zustellung.

Montevideo ist der wichtigste maritime Warenknoten

Der:

Puerto de Montevideo

ist der wichtigste Seehafen des Landes.

Er liegt am Río de la Plata und besitzt eine strategisch günstige Lage für Verkehre im südlichen Südamerika.

Der Hafen verarbeitet unter anderem:

  • Container
  • RoRo-Verkehre
  • Stückgut
  • Fahrzeuge
  • Kühlwaren
  • Projektladung

2026 wurde unter anderem ein neuer regelmäßiger RoRo-Service etabliert.

Die uruguayische Hafenverwaltung verfolgt ausdrücklich das Ziel, Montevideo weiter als:

regionalen Logistik- und Distributionshub

zu positionieren.

Montevideo arbeitet als Puerto Libre

Eine besonders interessante Besonderheit ist das:

Puerto-Libre-Regime.

Waren aus dem Ausland können innerhalb des Freihafengebiets grundsätzlich gelagert und logistischer Bearbeitung unterzogen werden, ohne bereits wie eine normale Einfuhr in den uruguayischen Binnenmarkt behandelt zu werden.

Möglich sind unter anderem:

  • Lagerung
  • Umpacken
  • Markieren
  • Sortieren
  • Konsolidieren
  • Dekonsolidieren
  • Umschlag
  • Reexport

Solange die Waren im entsprechenden Zollgebiet verbleiben, sind sie grundsätzlich von den normalen Einfuhrabgaben befreit.

Erst wenn die Ware in das uruguayische Zollgebiet eingeführt wird, entsteht eine reguläre Einfuhr.

Das macht Montevideo für regionale Distributionsmodelle interessant.

Uruguay kann als Hub für Paraguay und die Region dienen

Die geografische Lage macht Montevideo nicht nur für den nationalen Markt relevant.

Container können beispielsweise:

  • in Montevideo ankommen
  • im Freihafen zwischengelagert werden
  • umgeschlagen werden
  • anschließend in einen anderen südamerikanischen Markt weitertransportiert werden

2026 hob die Hafenverwaltung beispielsweise ausdrücklich die Rolle Montevideos bei Umschlagverkehren in Richtung:

Paraguay

hervor.

Für Paket International bleibt der primäre Fokus natürlich der direkte Versand:

Deutschland → Uruguay.

Bei Frachtkunden mit regionaler Distribution kann die Hub-Funktion von Montevideo jedoch zusätzlich interessant sein.

Nueva Palmira ist für Massengut und regionale Warenströme wichtig

Neben Montevideo besitzt:

Nueva Palmira

eine besondere Rolle.

Der Hafen liegt strategisch am Wasserstraßensystem von:

  • Paraná
  • Paraguay
  • Uruguay
  • Río de la Plata

und ist insbesondere für:

  • Massengut
  • Agrarprodukte
  • Mineralien
  • regionale Transitverkehre

wichtig.

Für klassische Paketsendungen spielt Nueva Palmira kaum eine Rolle.

Für größere Rohstoff-, Industrie- und Projektverkehre kann der Standort dagegen relevant sein.

Luftfracht über Carrasco International Airport

Der wichtigste internationale Flughafen ist:

Aeropuerto Internacional de Carrasco

im Departamento Canelones unmittelbar östlich von Montevideo.

Für kleinere und zeitkritische Waren kann Luftfracht sinnvoll sein.

Dazu gehören beispielsweise:

  • dringende Ersatzteile
  • Elektronik
  • Labortechnik
  • Medizintechnik
  • Maschinenkomponenten
  • hochwertige Waren

Durch die Nähe zu Montevideo und den industriell dicht besiedelten Gebieten von Canelones sind die Inlandstrecken vergleichsweise kurz.

Uruguay nutzt den MERCOSUR-Zolltarif

Uruguay gehört gemeinsam mit:

  • Argentinien
  • Brasilien
  • Paraguay

zum Kern des MERCOSUR.

Für Waren aus dem MERCOSUR kann bei erfüllten Ursprungsregeln grundsätzlich eine bevorzugte Behandlung bestehen.

Für Waren aus Drittstaaten gilt grundsätzlich der gemeinsame Außenzoll beziehungsweise die jeweilige nationale Umsetzung.

Seit Mai 2026 bildet das EU-MERCOSUR-Abkommen nun jedoch eine zusätzliche Präferenzgrundlage für qualifizierte Waren europäischen Ursprungs.

EU-MERCOSUR macht den Warenursprung deutlich wichtiger

Vor Mai 2026 war bei einer deutschen Ware nach Uruguay im Wesentlichen der reguläre Drittlandszoll relevant.

Heute muss zusätzlich geprüft werden:

  • erfüllt die Ware die EU-Ursprungsregel?
  • welcher NCM-Code gilt?
  • welche Liberalisierungskategorie gilt?
  • welcher Zollsatz gilt 2026?
  • ist eine Erklärung zum Ursprung vorhanden?
  • ist bei mehr als 6.000 Euro eine REX-Nummer vorhanden?

Damit können sauber gepflegte Ursprungs- und Artikeldaten unmittelbar Geld sparen.

Wiederkehrende Zoll- und Ursprungsdaten automatisieren

Bei regelmäßigem Versand nach Uruguay sollten insbesondere folgende Stammdaten zentral gepflegt werden:

  • Artikelbezeichnung
  • HS- beziehungsweise NCM-Code
  • Warenursprung
  • Präferenzursprung
  • Warenwert
  • Gewicht
  • Packstückmaße

Seit dem EU-MERCOSUR-Abkommen ist die saubere Trennung von:

  • Ursprungsland
  • Präferenzursprung
  • Versandland

noch wichtiger geworden.

Über Shop- und ERP-Anbindungen können entsprechende Daten direkt in Versandprozesse übernommen werden.

Dadurch lassen sich:

  • Versandlabel
  • Handelsrechnungen
  • Zolldaten
  • Ursprungsinformationen
  • Trackinginformationen

konsistenter erstellen.

Mehr dazu finden Sie unter Versanddokumente automatisieren und Fehler reduzieren.

Versandkosten berechnen

Diese Fehler verzögern Sendungen nach Uruguay

Typische Probleme entstehen insbesondere durch falsche Tarifierung oder fehlerhaft beanspruchte Präferenz.

Dazu gehören:

  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • HS- beziehungsweise NCM-Code fehlt oder ist falsch
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Versandland und Warenursprung werden verwechselt
  • 22 % IVA werden als gesamte Importbelastung betrachtet
  • regulärer MERCOSUR-Zoll wird pauschal geschätzt
  • EU-MERCOSUR-Zollabbau wird nicht geprüft
  • EU-Präferenzursprung wird ohne Ursprungsprüfung angenommen
  • EUR.1 wird fälschlich als Standardnachweis vorgesehen
  • REX-Registrierung fehlt bei Ursprungserzeugnissen über 6.000 Euro
  • Erklärung zum Ursprung enthält nicht den vorgeschriebenen Wortlaut
  • Importgenehmigung wurde nicht geprüft
  • Despachante de Aduana wurde zu spät eingeschaltet
  • Handelsrechnung und DUA-Daten stimmen nicht überein
  • Empfänger ist für Zollrückfragen nicht erreichbar

Bei Maschinen, Ersatzteilen und anderen höherwertigen B2B-Waren sollte deshalb neben dem HS-Code inzwischen immer auch der Präferenzursprung geprüft werden.

Welche Waren werden nach Uruguay importiert?

Uruguay besitzt einen vergleichsweise kleinen Binnenmarkt, ist aber stark in regionale und internationale Lieferketten eingebunden.

Wichtige Wirtschaftsbereiche sind unter anderem:

  • Landwirtschaft und Agrartechnik
  • Lebensmittelindustrie
  • Forstwirtschaft und Zellstoffproduktion
  • Logistik
  • Automotive
  • Pharmaindustrie
  • Informationstechnologie
  • erneuerbare Energien
  • Bau und Infrastruktur

Für deutsche Unternehmen können insbesondere folgende Waren interessant sein:

  • Maschinen und Produktionsanlagen
  • Maschinenersatzteile
  • Landmaschinen
  • Lebensmittel- und Verpackungstechnik
  • Pumpen und Antriebstechnik
  • Elektrotechnik
  • Automatisierungs- und Steuerungstechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
  • Werkzeuge und Werkstattausrüstung
  • Pharma- und Labortechnik
  • Kälte- und Klimatechnik
  • Solar- und Energietechnik
  • IT- und Kommunikationstechnik

Besonders interessant ist Uruguay auch als regionaler Logistikstandort.

Über den Hafen Montevideo können Waren nicht nur für den uruguayischen Markt eingeführt werden.

Das Hafen- und Freihafensystem ermöglicht auch:

  • Transit
  • Umschlag
  • Zwischenlagerung
  • Konsolidierung
  • Dekonsolidierung
  • Reexport

in Richtung weiterer südamerikanischer Märkte.

Bei technischen Waren sollte der HS-Code bereits vor dem Versand eindeutig feststehen.

Uruguay verwendet die:

Nomenclatura Común del MERCOSUR, kurz NCM.

Sie basiert auf dem Harmonisierten System und wird in Uruguay national bis auf zehn Stellen erweitert.

Der HS- beziehungsweise NCM-Code beeinflusst:

  • Einfuhrzoll
  • EU-MERCOSUR-Präferenz
  • Zollabbauzeitraum
  • IVA
  • IMESI bei bestimmten Waren
  • Genehmigungspflichten
  • statistische Einreihung

Mehr zur richtigen Einreihung finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.

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Versandinformationen: Uruguay

Standard, Express oder Fracht nach Uruguay?

Welche Versandart sinnvoll ist, hängt insbesondere ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Warenwert
  • Dringlichkeit
  • Zielort

Für kleinere und weniger zeitkritische Waren kann Standard-Paketversand genutzt werden.

DHL nennt aktuell:

14 bis 20 Werktage.

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • hochwertige technische Komponenten
  • Medizintechnik

kann Express sinnvoller sein.

Für:

  • Maschinen
  • Paletten
  • mehrere Packstücke
  • Fahrzeuge
  • Projektlieferungen

kommen Luft- oder Seefrachtlösungen infrage.

Mehr dazu finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.

Montevideo verbindet Paket-, Luft- und Seefracht

Für Waren aus Deutschland kommen insbesondere infrage:

  • Paket- und Expressnetzwerke
  • Luftfracht
  • Seefracht

Der wichtigste maritime Eingangspunkt ist:

Puerto de Montevideo.

Für Luftfracht ist insbesondere:

Carrasco International Airport

relevant.

Eine mögliche Seefrachtkette lautet:

Deutschland → Montevideo → Empfänger in Uruguay

oder bei regionalem Transit:

Deutschland → Freihafen Montevideo → Umschlag beziehungsweise Lagerung → regionales Ziel.

Für Empfänger in:

  • Montevideo
  • Canelones
  • San José
  • Maldonado

sind die anschließenden Inlandstrecken vergleichsweise gut an die Hauptstadtregion angebunden.

Welche Importkosten können in Uruguay entstehen?

Abhängig von der Ware können unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll gemäß NCM-Code
  • regulär 22 % IVA
  • gegebenenfalls 10 % reduzierter IVA
  • gegebenenfalls IMESI
  • Zollagentenkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren
  • Terminal- oder Lagerkosten
  • produktspezifische Genehmigungsgebühren

Seit Mai 2026 sollte beim Einfuhrzoll zusätzlich geprüft werden:

  • EU-Präferenzursprung
  • Erklärung zum Ursprung
  • REX-Status
  • Zollabbauplan des EU-MERCOSUR-Abkommens

Nicht jede EU-Ursprungsware ist sofort zollfrei.

Der konkrete Abbauplan richtet sich nach der Tarifposition.

Was kostet ein Paket nach Uruguay?

Der tatsächliche Transportpreis hängt unter anderem ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Carrier
  • Versandservice
  • Zielort
  • Warenart
  • Zusatzleistungen

Bei großen und relativ leichten Kartons kann das Volumengewicht den Tarif bestimmen.

Mehr dazu finden Sie unter Volumengewicht verstehen und berechnen.

DHL Paket International ermöglicht aktuell Pakete bis:

30 kg.

Pakete enthalten eine Transportversicherung bis:

500 Euro.

Zusätzlich kann eine Höherversicherung bis:

5.000 Euro

gebucht werden.

Sperrgut wird für DHL Paket International nach Uruguay aktuell nicht angeboten.

E-Commerce nach Uruguay: Zollpräferenz seit 2026 mitdenken

Für deutsche Onlinehändler ist Uruguay ein Drittlandziel.

Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.

Beim Import können zusätzlich zum Warenpreis entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • 22 % beziehungsweise 10 % IVA
  • gegebenenfalls IMESI
  • Zollabfertigungsgebühren

Bei DAP trägt diese Kosten grundsätzlich der Empfänger.

Seit Mai 2026 ergibt sich allerdings ein neuer Faktor:

EU-Präferenzursprung.

Bei Waren, die die entsprechenden Ursprungsregeln erfüllen, kann der Einfuhrzoll bereits reduziert sein oder schrittweise sinken.

Onlinehändler mit Produkten europäischen Ursprungs sollten diese Information deshalb in ihre Landed-Cost-Logik integrieren.

Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten, Zoll und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

EU-MERCOSUR gilt seit 1. Mai 2026 vorläufig

Das ist die wichtigste neue Besonderheit.

Das Interims-Handelsabkommen wurde am:

17. Januar 2026

unterzeichnet.

Zwischen der Europäischen Union und Uruguay wird es seit:

1. Mai 2026

vorläufig angewendet.

Damit besteht nun eine:

gegenseitige Ursprungspräferenz.

Qualifizierte EU-Ursprungswaren können entsprechend dem jeweiligen Zollabbauplan günstiger nach Uruguay eingeführt werden.

Keine EUR.1 für EU-Exporte nach Uruguay

Der Präferenznachweis erfolgt für EU-Ausführer über:

Erklärung zum Ursprung.

Dabei gilt:

  • bis 6.000 Euro Ursprungserzeugnisse: Erklärung auch durch nicht registrierten Ausführer möglich
  • über 6.000 Euro Ursprungserzeugnisse: REX-Registrierung erforderlich

Die Erklärung ist grundsätzlich 12 Monate gültig.

Die EUR.1 ist für dieses Abkommen nicht der vorgesehene Nachweis.

Montevideo besitzt einen echten Freihafenstatus

Waren können im Freihafen Montevideo gelagert und bestimmten logistischen Vorgängen unterzogen werden, ohne bereits regulär in Uruguay eingeführt zu werden.

Das ermöglicht interessante Modelle für:

  • regionale Distribution
  • Zwischenlagerung
  • Containerkonsolidierung
  • Transshipment
  • Reexport

Damit besitzt Uruguay für Frachtkunden eine Bedeutung, die weit über die Größe des eigenen Binnenmarktes hinausgeht.

Welcher Carrier eignet sich für Uruguay?

Beim Carriervergleich sollten insbesondere berücksichtigt werden:

  • Transportpreis
  • Laufzeit
  • Zollservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • maximales Gewicht
  • maximale Abmessungen
  • Zielort
  • lokale Zustellabdeckung

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:

14 bis 20 Werktage.

Die Lagerfrist beträgt:

30 Tage.

Für die Zollinhaltserklärung können aktuell verwendet werden:

  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch

DHL Paket International ermöglicht aktuell:

  • Pakete bis 30 kg
  • Sendungsverfolgung
  • reguläre Transportversicherung bis 500 Euro
  • Höherversicherung bis 5.000 Euro

Sperrgut wird aktuell nicht angeboten.

Für dringende B2B-Waren sollte zusätzlich ein Expressservice verglichen werden.

Bei Maschinen, Paletten und größeren Warenmengen können Luft- oder Seefracht wirtschaftlicher sein.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich ein Paket von Deutschland nach Uruguay versenden?

Ja. Pakete und Geschäftswaren können von Deutschland nach Uruguay versendet werden. Da Uruguay außerhalb der Europäischen Union liegt, sind vollständige Zollinformationen erforderlich.

Wie lange dauert ein Paket nach Uruguay?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand eine Laufzeitorientierung von 14 bis 20 Werktagen. Die tatsächliche Laufzeit kann durch Zollabfertigung, Importgenehmigungen und den Zielort beeinflusst werden.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Uruguay?

Der reguläre uruguayische IVA-Satz beträgt 22 Prozent. Für bestimmte gesetzlich definierte Waren und Leistungen gilt ein reduzierter Satz von 10 Prozent oder eine Steuerbefreiung.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Uruguay?

Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem NCM-Code der Ware. Uruguay nutzt grundsätzlich den MERCOSUR-Außenzoll, besitzt jedoch nationale Ausnahmen. Seit Mai 2026 können EU-Ursprungswaren außerdem vom Zollabbau des EU-MERCOSUR-Abkommens profitieren.

Gilt das EU-MERCOSUR-Abkommen bereits für Uruguay?

Ja. Das Interims-Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und MERCOSUR wird zwischen der EU und Uruguay seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet.

Brauche ich eine EUR.1 für Uruguay?

Nein. Für die EU-MERCOSUR-Präferenz wird bei Ausfuhren aus der Europäischen Union eine Erklärung zum Ursprung verwendet. Eine EUR.1 ist für diesen Präferenzverkehr nicht der vorgesehene Nachweis.

Wann brauche ich eine REX-Nummer für Uruguay?

Bei einer Sendung mit EU-Ursprungserzeugnissen im Wert von mehr als 6.000 Euro muss der EU-Ausführer grundsätzlich als Registrierter Ausführer im REX-System registriert sein. Bis 6.000 Euro kann auch ein nicht registrierter Ausführer die vorgeschriebene Erklärung zum Ursprung ausfertigen.

Was ist Sistema LUCIA?

LUCIA ist das elektronische Zollsystem der uruguayischen Dirección Nacional de Aduanas. Darüber werden unter anderem Import-, Export- und Transitvorgänge sowie Zollinformationen verarbeitet.

Was ist ein DUA in Uruguay?

DUA steht für Documento Único Aduanero. Es ist die zentrale Zollanmeldung für reguläre Import-, Export- und andere Zollverfahren in Uruguay.

Brauche ich einen Zollagenten für Uruguay?

Für reguläre kommerzielle Einfuhren wird regelmäßig ein registrierter Despachante de Aduana benötigt. Uruguay Customs verlangt das allgemeine Importverfahren beispielsweise bei Sendungen über 800 US-Dollar Rechnungswert oder über 20 kg sowie in weiteren Fällen.

Welche Bedeutung hat der Hafen Montevideo?

Montevideo ist Uruguays wichtigster Seehafen und zugleich ein regionaler Logistikhub. Durch das Puerto-Libre-Regime können ausländische Waren unter bestimmten Voraussetzungen gelagert, umgeschlagen, konsolidiert und reexportiert werden, ohne bereits regulär nach Uruguay eingeführt zu werden.

Kann ich nach Uruguay DDP versenden?

Eine DDP-Lieferung kann je nach Carrier und Importkonstellation möglich sein. Vorab sollten Importeur, Zollagent, NCM-Code, Einfuhrzoll, IVA, EU-Präferenzursprung, Erklärung zum Ursprung, REX-Status und mögliche Importgenehmigungen geprüft werden.

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