Paket nach Sri Lanka versenden: Zoll, VAT und Laufzeit
Von Deutschland nach Colombo, Kandy oder Galle: Versand und Einfuhr richtig vorbereiten
Sri Lanka liegt südlich von Indien im Indischen Ozean und besitzt durch seine Lage an wichtigen internationalen Schifffahrtsrouten eine besondere logistische Bedeutung. Wirtschaftliches und logistisches Zentrum ist Colombo. Dort befinden sich der wichtigste Seehafen des Landes sowie ein großer Teil der Handels-, Industrie- und Zollinfrastruktur. Weitere bedeutende Wirtschaftsstandorte sind unter anderem Kandy, Galle und die Region rund um den internationalen Flughafen bei Colombo.
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Bei Sri Lanka entscheidet der HS-Code über deutlich mehr als nur den Einfuhrzoll
Eine Importkalkulation sollte nicht allein aus Warenwert und VAT bestehen.
Der sri-lankische Zolltarif enthält je nach Produkt mehrere mögliche Abgabenarten.
Warenbeschreibung, HS-Code, Zollwert und eventuell erforderliche Genehmigungen sollten deshalb möglichst schon vor dem Versand feststehen.
18 % VAT einplanen
Der reguläre VAT-Satz beträgt aktuell 18 Prozent. Für einzelne Waren bestehen jedoch Befreiungen oder besondere Regelungen.
Zusätzliche Importabgaben prüfen
Neben Customs Duty können je nach Tarifposition unter anderem PAL, SSCL, CESS oder Special Commodity Levy entstehen. Eine pauschale Sri-Lanka-Zollquote ist deshalb wenig aussagekräftig.
Lokalen Importeur frühzeitig einbinden
Gewerbliche Importeure müssen in Sri Lanka steuerlich und beim Zoll registriert sein. Je nach Ware können außerdem Import Control Licences oder Genehmigungen anderer Behörden erforderlich werden.
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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben
DAP oder DDP nach Sri Lanka?
Vor dem Versand sollte eindeutig festgelegt werden, wer die Einfuhrabfertigung und die dabei entstehenden Kosten übernimmt.
Bei DAP organisiert der Verkäufer grundsätzlich die Beförderung bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Die Einfuhrabfertigung und die Importkosten übernimmt grundsätzlich der Empfänger.
Dazu können gehören:
- Customs Import Duty
- 18 % VAT
- 2,5 % SSCL
- PAL
- gegebenenfalls CESS
- gegebenenfalls Excise Duty
- gegebenenfalls Special Commodity Levy
- Zollagentenkosten
- Carrier- und Abfertigungsgebühren
- gegebenenfalls Lager- oder Terminalkosten
Bei DDP übernimmt dagegen der Verkäufer die vereinbarten Einfuhrkosten und weitergehenden Pflichten.
Gerade bei Sri Lanka sollte ein DDP-Angebot nicht anhand eines pauschalen Steuersatzes berechnet werden.
Vorher sollten mindestens geprüft werden:
- HS-Code
- Warenwert
- Zollwert
- allgemeiner Zollsatz
- VAT
- PAL
- SSCL
- CESS
- eventuelle Sonderabgaben
- Importbeschränkungen
- Rolle des lokalen Importeurs
Eine Landed-Cost-Berechnung ist bei Sri Lanka deshalb besonders sinnvoll.
Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Sri Lanka?
Für Sri Lanka gibt es keinen pauschalen Einfuhrzoll.
Sri Lanka Customs veröffentlicht dafür jährlich einen detaillierten:
National Imports Tariff Guide.
Der aktuelle Tarif 2026 umfasst 97 HS-Kapitel.
Der konkrete Zoll richtet sich insbesondere nach:
- HS-Code
- Warenart
- Warenursprung
- möglichen Handelsabkommen
- aktuellen Einfuhrbeschränkungen
- eventuellen Zollbefreiungen
Bei einzelnen Tarifpositionen kann Customs Import Duty vollständig entfallen.
Andere Produkte können beispielsweise mit zweistelligen Zollsätzen belastet sein.
Entscheidend ist deshalb immer der konkrete HS-Code.
PAL kann zusätzlich zum Einfuhrzoll entstehen
Eine für Sri Lanka typische Importabgabe ist die:
Port and Airport Development Levy, kurz PAL.
Der PAL-Satz ist nicht für jede Ware gleich.
Im aktuellen Zolltarif finden sich je nach Tarifposition beispielsweise:
- Befreiung
- 5 %
- 7,5 %
- 10 %
Welche Rate gilt, muss direkt anhand der jeweiligen Tarifposition geprüft werden.
Der Name der Abgabe bedeutet übrigens nicht, dass PAL ausschließlich bei Seefracht anfällt.
Die Abgabe ist Teil des Importabgabensystems und kann abhängig von der konkreten Ware auch bei anderen Einfuhrwegen relevant sein.
2,5 % SSCL bei Importen berücksichtigen
Zusätzlich existiert die:
Social Security Contribution Levy, kurz SSCL.
Für die Einfuhr von Waren beträgt die Rate grundsätzlich:
2,5 %.
Auch hier bestehen für bestimmte Waren gesetzliche Ausnahmen.
Der aktuelle Zolltarif zeigt deshalb bei vielen Positionen entweder:
SSCL 2,5 %
oder eine entsprechende Befreiung.
CESS und Special Commodity Levy können weitere Kosten verursachen
Bei bestimmten Waren kann zusätzlich eine:
CESS
erhoben werden.
Diese kann als Prozentsatz oder produktspezifisch ausgestaltet sein.
Für bestimmte Waren, insbesondere einzelne Lebensmittel und Agrarprodukte, kann stattdessen beziehungsweise zusätzlich eine:
Special Commodity Levy
relevant sein.
Der aktuelle SCL-Satz wird separat veröffentlicht und kann sich ändern.
Für Maschinen, Ersatzteile und technische Produkte sollte deshalb anhand des HS-Codes geprüft werden, welche Spalten im aktuellen Zolltarif tatsächlich Anwendung finden.
Zollwert basiert grundsätzlich auf dem Transaktionswert
Sri Lanka verwendet für die Zollwertermittlung die Regeln des WTO Customs Valuation Agreement.
Ausgangspunkt ist grundsätzlich der:
tatsächlich gezahlte oder zu zahlende Transaktionspreis.
Zum Zollwert können zusätzlich unter anderem gehören:
- Verpackungskosten
- bestimmte Provisionen
- Versicherung
- internationale Fracht
- Be- und Entladekosten bis zum Einfuhrort
- bestimmte Lizenz- und Royalty-Kosten
Damit sollte bei einer Einfuhr nicht einfach nur der deutsche Nettowarenwert verwendet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Sri Lanka?
Die Mehrwertsteuer heißt:
Value Added Tax, kurz VAT.
Der reguläre Satz beträgt aktuell:
18 %.
Dieser Standardsatz gilt seit dem:
1. Januar 2024.
VAT fällt grundsätzlich auch auf importierte Waren an, sofern keine Befreiung besteht.
Für einzelne Produkte existieren Ausnahmen und besondere Regelungen.
Bei einer Importkalkulation sollte die VAT nicht einfach nur mit:
Warenwert × 18 %
berechnet werden.
Die steuerliche Bemessungsgrundlage für Einfuhren richtet sich nach den sri-lankischen Zoll- und Umsatzsteuerregeln und kann weitere Bestandteile enthalten.
Zusätzlich zur VAT kann bei Importen außerdem die:
2,5 % SSCL
relevant sein.
Deshalb bedeutet:
18 % VAT
nicht automatisch:
18 % gesamte Einfuhrbelastung.
ASYCUDA World: Zollanmeldungen werden elektronisch verarbeitet
Sri Lanka Customs verwendet:
ASYCUDA World.
Das elektronische Zollsystem wird unter anderem eingesetzt für:
- Importanmeldungen
- Exportanmeldungen
- Tarifierung
- Abgabenberechnung
- Dokumentenverwaltung
- Fracht- und Manifestdaten
- Zollfreigabe
Gewerbliche Importe werden über eine elektronische Zollanmeldung, den sogenannten:
CusDec
abgewickelt.
Für eine gewerbliche Einfuhr muss der Importeur grundsätzlich über eine entsprechende Registrierung verfügen.
Sri Lanka Customs verlangt für kommerzielle Importe zunächst eine:
- Taxpayer Identification Number, TIN
- VAT-Registrierung
- anschließende Registrierung bei Sri Lanka Customs
Je nach Ware können zusätzliche Genehmigungen erforderlich sein.
Mehr zum digitalen Austausch von Zollinformationen finden Sie unter Paperless Trade im internationalen Versand.
Paket nach Sri Lanka versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten
Sri Lanka liegt im Indischen Ozean südöstlich der indischen Küste.
Durch seine Lage nahe wichtiger Ost-West-Schifffahrtsrouten besitzt das Land eine außergewöhnlich starke maritime Bedeutung.
Wichtige Wirtschafts- und Logistikstandorte sind:
- Colombo
- Kandy
- Galle
- Negombo
- Jaffna
- Hambantota
Für internationale Waren ist insbesondere:
Colombo
der zentrale Eingangspunkt.
Welche Dokumente brauche ich für Sri Lanka?
Für eine gewerbliche Einfuhr können typischerweise erforderlich sein:
- Commercial Invoice
- Packing List
- Bill of Lading oder Air Waybill
- Delivery Order
- präzise Warenbeschreibung
- HS-Code
- Warenwert
- Versicherungsinformationen
- gegebenenfalls Import Control Licence
- gegebenenfalls Country of Origin Certificate
- weitere produktspezifische Genehmigungen
Sri Lanka Customs nennt abhängig von der Ware zusätzlich beispielsweise:
- SLSI-Zertifikate
- Gesundheitszertifikate
- phytosanitäre Zertifikate
- Genehmigungen für Arzneimittel oder Medizinprodukte
- Quarantänefreigaben
- weitere gesetzlich erforderliche Bescheinigungen
Bei einem normalen Warenverkauf sollte eine Handelsrechnung verwendet werden.
Für:
- kostenlose Muster
- Garantielieferungen
- Ersatzware ohne Berechnung
- Geschenke
kann eine Proformarechnung verwendet werden.
Auch diese Waren benötigen einen realistischen Zollwert.
Weitere Informationen finden Sie unter Proformarechnung beim Zoll richtig verwenden.
Wie lange dauert ein Paket nach Sri Lanka?
DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand eine Laufzeitorientierung von:
6 bis 12 Werktagen.
Die Lagerfrist beträgt:
30 Tage.
Die tatsächliche Laufzeit kann beeinflusst werden durch:
- Zollabfertigung
- fehlende Dokumente
- Importgenehmigungen
- Warenkontrollen
- Empfängerstandort
- lokale Weiterbeförderung
Für dringende:
- Ersatzteile
- Maschinenkomponenten
- medizinische Technik
- Produktionsmaterialien
sollte zusätzlich ein Expressservice geprüft werden.
Zollinhaltserklärung auf Englisch ausfüllen
DHL nennt für Sri Lanka aktuell:
Englisch
als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung.
Auch für kommerzielle Dokumente ist Englisch die praktikabelste Sprache.
Eine technische Warenbeschreibung sollte möglichst eindeutig sein.
Nicht:
„Parts“
sondern beispielsweise:
„Stainless steel replacement shaft for industrial textile machine“
Damit sind:
- Produktart
- Material
- Verwendungszweck
direkt erkennbar.
Adresse nach Sri Lanka richtig schreiben
DHL verlangt lateinische Buchstaben und arabische Ziffern.
Eine typische Geschäftsadresse kann beispielsweise so aufgebaut sein:
ABC Engineering Pvt Ltd
150 Industrial Road
COLOMBO 10
01000
SRI LANKA
Eine Adresse außerhalb Colombos kann beispielsweise lauten:
ABC Trading Pvt Ltd
201 Peradeniya Road
KANDY
20000
SRI LANKA
Zusätzlich sollten möglichst:
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
des Empfängers angegeben werden.
Diese Kontaktdaten können sowohl bei der Zollabfertigung als auch bei der Zustellung hilfreich sein.
Port of Colombo ist das wichtigste maritime Warenzentrum
Der Hafen von Colombo ist der wichtigste Hafen Sri Lankas und besitzt gleichzeitig eine große Bedeutung als regionaler Transshipment-Hub.
Damit werden dort nicht ausschließlich Waren für den sri-lankischen Markt umgeschlagen.
Colombo verbindet internationale Ost-West-Schifffahrtsrouten mit regionalen Verkehren im:
- indischen Subkontinent
- Nahen Osten
- Indischen Ozean
- asiatischen Raum
Für deutsche Exporte nach Sri Lanka ist Colombo insbesondere wichtig bei:
- Containern
- Maschinen
- Paletten
- Stückgut
- Projektfracht
2025 wurde am Colombo East Container Terminal ein weiterer Liegeplatz in Betrieb genommen.
Auch 2026 wird der Ausbau der Container- und Logistikkapazitäten weiter vorangetrieben.
Damit stärkt Sri Lanka seine Position als regionaler maritimer Knotenpunkt.
Luftfracht erreicht Sri Lanka hauptsächlich über die Colombo-Region
Für kleinere und zeitkritische Waren kann Luftfracht eine Alternative zur Seefracht sein.
Besonders relevant sind:
- dringende Ersatzteile
- Elektronik
- Medizintechnik
- Laborgeräte
- Maschinenkomponenten
- hochwertige technische Produkte
Nach der Einfuhr können Waren von der Region Colombo auf dem Landweg beispielsweise nach:
- Kandy
- Galle
- Jaffna
- Kurunegala
- weitere Industrie- und Handelsstandorte
weitertransportiert werden.
GSP+ gilt von Sri Lanka in die EU und nicht automatisch umgekehrt
Sri Lanka profitiert aktuell vom europäischen:
GSP+
System.
Sri Lanka ist seit 2017 wieder GSP+-Begünstigter.
Das System gewährt qualifizierten Waren sri-lankischen Ursprungs beim Import in die Europäische Union umfangreiche Zollvergünstigungen.
Die entscheidende Richtung lautet:
Sri Lanka → Europäische Union.
GSP+ bedeutet nicht automatisch:
Deutschland → Sri Lanka zollfrei.
Eine deutsche Maschine erhält deshalb nicht allein aufgrund des GSP+-Status Sri Lankas einen niedrigeren sri-lankischen Einfuhrzoll.
Gibt es ein Freihandelsabkommen zwischen Deutschland beziehungsweise der EU und Sri Lanka?
Aktuell besteht kein bilaterales Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Sri Lanka, das deutschen Ursprungserzeugnissen allgemein einen Präferenzzoll bei der Einfuhr gewährt.
Sri Lanka verfügt dagegen über eigene Handelsabkommen beispielsweise mit:
- Indien
- Pakistan
- Staaten des South Asian Free Trade Area
- Singapur
- weiteren Teilnehmern regionaler Präferenzsysteme
Deutschland gehört zu diesen Präferenzabkommen nicht.
Für deutsche Waren ist deshalb grundsätzlich der aktuell im sri-lankischen Importtarif ausgewiesene reguläre Zollsatz maßgeblich.
Brauche ich eine EUR.1 für Sri Lanka?
Für eine normale Lieferung:
Deutschland → Sri Lanka
ist eine EUR.1 derzeit kein allgemeiner Präferenznachweis, mit dem deutsche Waren automatisch günstiger eingeführt werden können.
Der GSP+-Status Sri Lankas betrifft die entgegengesetzte Warenrichtung.
Je nach Importprodukt kann trotzdem ein:
Certificate of Origin
erforderlich sein.
Dieses bescheinigt den Warenursprung.
Es ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einer EUR.1 und schafft nicht automatisch eine Zollpräferenz.
Importeur muss für kommerzielle Waren registriert sein
Für gewerbliche Importe verlangt Sri Lanka Customs eine Registrierung des Importeurs.
Dabei spielen insbesondere folgende Identifikationen eine Rolle:
- TIN
- VAT-Nummer
- Customs-Registrierung
Die Registrierung erfolgt inzwischen über elektronische Portale.
Für deutsche Exporteure ist deshalb wichtig:
Der Empfänger sollte seine Importfähigkeit bereits bestätigt haben, bevor eine höherwertige B2B-Sendung verschickt wird.
Importbeschränkungen immer anhand des aktuellen Tarifs prüfen
Sri Lanka veröffentlicht zusätzlich zum Zolltarif eine:
Consolidated Import Control List.
Dort werden Waren erfasst, für die besondere Kontroll- oder Genehmigungsanforderungen bestehen.
Vor dem Versand sollte deshalb insbesondere bei:
- medizinischen Produkten
- Lebensmitteln
- Pflanzen und tierischen Produkten
- Chemikalien
- bestimmter Elektronik
- Telekommunikationstechnik
- gebrauchten Waren
- Fahrzeugen und Fahrzeugteilen
geprüft werden, ob eine Genehmigung notwendig ist.
Der Zolltarif 2026 und die Kontrollliste werden von Sri Lanka Customs laufend aktualisiert.
AEO statt altem Fast Track
2026 gab es außerdem eine relevante Änderung bei der Zollabfertigung.
Sri Lanka Customs hat seine früheren:
- Green Channel
- Fast Track
Programme schrittweise beendet.
Für dauerhaft vereinfachte Verfahren wird inzwischen stärker auf das:
Authorized Economic Operator, kurz AEO
Programm gesetzt.
Für deutsche Versender ist das vor allem dann interessant, wenn der sri-lankische Importeur regelmäßig große Warenmengen einführt.
Ein erfahrener und entsprechend zertifizierter Importeur kann die Abwicklung planbarer machen.
Wiederkehrende Exportdaten automatisieren
Bei regelmäßigen Lieferungen nach Sri Lanka werden häufig dieselben Artikeldaten benötigt.
Dazu gehören:
- Artikelbezeichnung
- HS-Code
- Warenursprung
- Warenwert
- Gewicht
- Packstückmaße
Diese Informationen sollten möglichst zentral gepflegt werden.
Über Shop- und ERP-Anbindungen können sie direkt in Versandprozesse übernommen werden.
So lassen sich:
- Versandlabel
- Handelsrechnungen
- Zolldaten
- Trackinginformationen
konsistenter erstellen.
Mehr dazu finden Sie unter Versanddokumente automatisieren und Fehler reduzieren.
Diese Fehler verzögern Sendungen nach Sri Lanka
Typische Probleme entstehen insbesondere durch eine zu einfache Kalkulation der Importabgaben.
Häufige Fehler sind:
- Warenbeschreibung ist zu allgemein
- HS-Code fehlt oder ist falsch
- Warenwert ist nicht nachvollziehbar
- Fracht- oder Versicherungskosten fehlen bei der Zollwertermittlung
- nur 18 % VAT werden als gesamte Importbelastung kalkuliert
- PAL wird nicht geprüft
- 2,5 % SSCL wird übersehen
- CESS oder Special Commodity Levy wird nicht berücksichtigt
- Import Control Licence wurde nicht geprüft
- Empfänger ist nicht ordnungsgemäß als Importeur registriert
- GSP+ wird fälschlich als gegenseitiges Freihandelsabkommen verstanden
- EUR.1 wird unnötig als allgemeiner Präferenznachweis vorgesehen
- Handelsrechnung und ASYCUDA-Daten stimmen nicht überein
- Empfänger ist bei Zollrückfragen nicht erreichbar
Gerade bei Maschinen oder höherwertigen Geschäftswaren sollte die Einfuhrkalkulation deshalb vor der Abholung anhand des aktuellen Zolltarifs erstellt werden.
Welche Waren werden nach Sri Lanka importiert?
Sri Lanka besitzt eine breit aufgestellte Wirtschaft mit Industrie, Dienstleistungen, Tourismus, Landwirtschaft und einem bedeutenden Textil- und Bekleidungssektor.
Für deutsche B2B-Exporte können insbesondere folgende Produktgruppen interessant sein:
- Maschinen und Produktionsanlagen
- Maschinenersatzteile
- Textil- und Bekleidungsmaschinen
- Verpackungsmaschinen
- Lebensmitteltechnik
- Elektrotechnik
- Automatisierungstechnik
- Mess- und Prüftechnik
- Pumpen und Wassertechnik
- Solar- und Energietechnik
- Klima- und Kältetechnik
- Labor- und Medizintechnik
- Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
- Hotel- und Gastronomieausstattung
- IT- und Kommunikationstechnik
Gerade bei technischen Produkten ist eine präzise Tarifierung besonders wichtig.
Sri Lanka verwendet einen nationalen Zolltarif auf Basis des Harmonisierten Systems.
Der aktuelle Importtarif 2026 enthält:
- HS-Code
- allgemeinen Zollsatz
- gegebenenfalls Präferenzsätze
- VAT
- PAL
- CESS
- SSCL
- gegebenenfalls Special Commodity Levy
- Hinweise auf Importkontrollen
Damit kann ein einziger HS-Code mehrere unterschiedliche Einfuhrabgaben gleichzeitig beeinflussen.
Mehr zur korrekten Einreihung finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.
Versandinformationen: Sri Lanka
Standard, Express oder Fracht nach Sri Lanka?
Welche Versandart sinnvoll ist, hängt insbesondere ab von:
- Gewicht
- Abmessungen
- Warenwert
- Dringlichkeit
- Zielort
Für kleinere und weniger zeitkritische Sendungen kann Standard-Paketversand genutzt werden.
DHL nennt aktuell:
6 bis 12 Werktage.
Für:
- dringende Ersatzteile
- hochwertige Komponenten
- Medizintechnik
- Produktionsmaterial
kann Express besser geeignet sein.
Für:
- Maschinen
- Paletten
- mehrere Packstücke
- schwere Ersatzteile
- größere Warenmengen
kommen Luft- oder Seefrachtlösungen infrage.
Mehr dazu finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.
Colombo verbindet Paket-, Luft- und Seefracht
Für Waren aus Deutschland sind insbesondere relevant:
- Paket- und Expressnetzwerke
- Luftfracht
- Seefracht
Bei größeren Waren ist der:
Port of Colombo
der wichtigste maritime Eingangspunkt.
Der Hafen dient gleichzeitig als bedeutender Transshipment-Hub im Indischen Ozean.
Für eine normale Seefracht kann die Route beispielsweise lauten:
Deutschland → internationaler Containerdienst → Colombo → Empfänger
Für Ziele außerhalb der Hauptstadt folgt anschließend ein Landtransport.
Bei zeitkritischen Waren kann Luftfracht über die Colombo-Region sinnvoller sein.
Die Wahl der Transportart sollte deshalb nicht nur nach dem internationalen Hauptlauf erfolgen, sondern auch nach dem tatsächlichen Zielort innerhalb Sri Lankas.
Welche Importkosten können in Sri Lanka entstehen?
Abhängig von der konkreten Tarifposition können entstehen:
- Customs Import Duty
- 18 % VAT
- 2,5 % SSCL
- PAL
- gegebenenfalls CESS
- gegebenenfalls Excise Duty
- gegebenenfalls Special Commodity Levy
- Zollagentenkosten
- Carrier- und Abfertigungsgebühren
Nicht jede Abgabe fällt bei jeder Ware an.
Beispielsweise kann eine Position:
- zollfrei sein
- von PAL befreit sein
- CESS-frei sein
und trotzdem weiterhin VAT und SSCL auslösen.
Bei einer anderen Tarifposition können mehrere dieser Abgaben gleichzeitig entstehen.
Deshalb sollte die Importkostenberechnung immer anhand des aktuellen 2026er Zolltarifs durchgeführt werden.
Was kostet ein Paket nach Sri Lanka?
Der konkrete Transportpreis hängt unter anderem ab von:
- Gewicht
- Abmessungen
- Volumengewicht
- Carrier
- Versandservice
- Zielort
- Warenart
- Zusatzleistungen
Bei großvolumigen, aber leichten Kartons kann das Volumengewicht den Transportpreis bestimmen.
Mehr dazu finden Sie unter Volumengewicht verstehen und berechnen.
Bei Sri Lanka sollte zusätzlich zwischen:
- Transportkosten
- Zoll
- VAT
- PAL
- SSCL
- weiteren produktbezogenen Abgaben
unterschieden werden.
DHL Paket International erlaubt aktuell Pakete bis 30 kg.
Zusätzlich kann eine Höherversicherung bis:
5.000 Euro
gebucht werden.
Auch Sperrgut ist innerhalb der für Sri Lanka definierten Maximalmaße möglich.
E-Commerce nach Sri Lanka: Importkosten nicht auf 18 % VAT reduzieren
Für deutsche Onlinehändler ist Sri Lanka ein Drittlandziel.
Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.
Für den Empfänger können zusätzlich zum Kaufpreis entstehen:
- Einfuhrzoll
- 18 % VAT
- 2,5 % SSCL
- PAL
- gegebenenfalls CESS
- gegebenenfalls weitere Abgaben
- Abfertigungsgebühren
Bei DAP trägt diese Kosten grundsätzlich der Empfänger.
Onlinehändler sollten deshalb bereits im Checkout beziehungsweise vor der Bestellung erklären:
- ob DAP oder DDP geliefert wird
- ob Importabgaben enthalten sind
- welche Laufzeit erwartet werden kann
- ob die konkrete Ware Importbeschränkungen unterliegt
Eine pauschale Aussage wie:
„18 % Einfuhrsteuer“
ist für Sri Lanka regelmäßig zu einfach.
Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten, Zoll und Einfuhrabgaben im Checkout anzeigen.
Sri Lanka besitzt ein mehrstufiges Importabgabensystem
Die größte Besonderheit ist die Anzahl möglicher Abgaben.
Neben dem eigentlichen Einfuhrzoll können abhängig vom Produkt weitere Belastungen entstehen.
Dazu gehören insbesondere:
- VAT
- SSCL
- PAL
- CESS
- Special Commodity Levy
- Excise Duty
Der aktuelle Zolltarif stellt diese Abgaben für jede Tarifposition getrennt dar.
Für eine zuverlässige Kalkulation ist deshalb der HS-Code unverzichtbar.
GSP+ ist kein Zollrabatt für deutsche Exporte
Sri Lanka gehört 2026 weiterhin zu den GSP+-Begünstigten der Europäischen Union.
Das System ermöglicht sri-lankischen Ursprungserzeugnissen umfangreiche Zollvorteile beim Import in die EU.
Für deutsche Exporte nach Sri Lanka gilt diese Begünstigung jedoch nicht in Gegenrichtung.
Ein Händler sollte deshalb klar unterscheiden zwischen:
- GSP+ für Sri Lanka → EU
- sri-lankischem Importtarif für Deutschland → Sri Lanka
Für die deutsche Ausfuhr muss deshalb der reguläre sri-lankische Tarif der konkreten Ware geprüft werden.
Colombo ist mehr als nur der nationale Hafen
Der Hafen von Colombo dient nicht ausschließlich der Versorgung Sri Lankas.
Ein erheblicher Teil seiner Bedeutung entsteht durch internationalen Transshipment-Verkehr.
Damit liegt das Land an einer strategisch wichtigen Schnittstelle der globalen Seeschifffahrt.
Für deutsche Unternehmen mit größeren Warenströmen kann dies bei:
- Containern
- Projektfracht
- Maschinen
- regionalen Lieferketten
ein relevanter Logistikfaktor sein.
Welcher Carrier eignet sich für Sri Lanka?
Beim Carriervergleich sollten insbesondere berücksichtigt werden:
- Transportpreis
- Laufzeit
- Zollservice
- Tracking
- Versicherung
- maximales Gewicht
- maximale Abmessungen
- Zielort
- lokale Zustellabdeckung
DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:
6 bis 12 Werktage.
Die Lagerfrist beträgt:
30 Tage.
Die Zollinhaltserklärung wird auf:
Englisch
ausgefüllt.
DHL Paket International ermöglicht aktuell außerdem:
- Pakete bis 30 kg
- Höherversicherung bis 5.000 Euro
- Sperrgut innerhalb definierter Maximalmaße
- Sendungsverfolgung
Für dringende B2B-Waren sollte zusätzlich ein Expressservice verglichen werden.
Für Paletten, Maschinen und größere Warenmengen können Luft- oder Seefracht wirtschaftlicher sein.
Häufige Fragen zum Versand
Kann ich ein Paket von Deutschland nach Sri Lanka versenden?
Ja. Pakete, Expresssendungen und Geschäftswaren können von Deutschland nach Sri Lanka versendet werden. Da Sri Lanka außerhalb der Europäischen Union liegt, sind für Warensendungen vollständige Zollinformationen erforderlich.
Wie lange dauert ein Paket nach Sri Lanka?
DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand eine Laufzeitorientierung von 6 bis 12 Werktagen. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von Zollabfertigung, Versandservice und Zielort ab.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Sri Lanka?
Der reguläre VAT-Satz beträgt aktuell 18 Prozent. Er gilt seit dem 1. Januar 2024. Für einzelne Waren können Steuerbefreiungen oder Sonderregelungen bestehen.
Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Sri Lanka?
Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem konkreten HS-Code. Sri Lanka Customs veröffentlicht dafür einen aktuellen National Imports Tariff Guide mit den jeweiligen Zollsätzen und zusätzlichen Importabgaben.
Welche weiteren Einfuhrabgaben können entstehen?
Neben Customs Import Duty und 18 Prozent VAT können abhängig von der Ware unter anderem 2,5 Prozent SSCL, PAL, CESS, Excise Duty oder Special Commodity Levy entstehen.
Was ist PAL in Sri Lanka?
PAL steht für Port and Airport Development Levy. Die Höhe ist abhängig von der jeweiligen Tarifposition. Im Zolltarif finden sich sowohl Befreiungen als auch unterschiedliche Prozentsätze.
Was ist SSCL bei Importen nach Sri Lanka?
SSCL steht für Social Security Contribution Levy. Für die Einfuhr von Waren beträgt die reguläre Rate grundsätzlich 2,5 Prozent, sofern keine gesetzliche Befreiung besteht.
Was ist ASYCUDA World in Sri Lanka?
ASYCUDA World ist das elektronische Zollsystem von Sri Lanka Customs. Darüber werden unter anderem Importanmeldungen, Zolldaten, Tarifinformationen und Abgaben elektronisch verarbeitet.
Welche Dokumente brauche ich für Sri Lanka?
Typischerweise werden Handelsrechnung, Packing List, Bill of Lading oder Air Waybill, Warenbeschreibung, HS-Code und Warenwert benötigt. Je nach Ware können zusätzlich Import Control Licence, Certificate of Origin, Gesundheits-, Quarantäne- oder andere Genehmigungen erforderlich sein.
Brauche ich eine EUR.1 für Sri Lanka?
Für normale deutsche Exporte nach Sri Lanka besteht derzeit keine allgemeine gegenseitige EU-Präferenz, durch die eine EUR.1 automatisch einen niedrigeren Einfuhrzoll bewirkt. Je nach Ware kann jedoch ein Certificate of Origin erforderlich sein.
Profitiert Sri Lanka von GSP+?
Ja. Sri Lanka ist 2026 weiterhin GSP+-Begünstigter der Europäischen Union. Diese Regelung erleichtert jedoch den Import qualifizierter Waren sri-lankischen Ursprungs in die EU und gewährt deutschen Waren bei der Einfuhr nach Sri Lanka nicht automatisch Zollvorteile.
Kann ich nach Sri Lanka DDP versenden?
Eine DDP-Lieferung kann je nach Carrier und Importkonstellation möglich sein. Vorab sollten jedoch Importeur, HS-Code, Customs Duty, VAT, SSCL, PAL, mögliche CESS- oder Sonderabgaben sowie Importgenehmigungen geprüft werden.





