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Paket nach Samoa versenden: Zoll, VAGST und Laufzeit

Von Deutschland nach Apia, Upolu oder Savaiʻi: Versand und Zoll richtig vorbereiten

Samoa ist ein Inselstaat im Südpazifik und besteht vor allem aus den beiden großen Inseln Upolu und Savaiʻi sowie mehreren kleineren Inseln. Das wirtschaftliche und logistische Zentrum des Landes ist Apia auf Upolu. Dort befindet sich mit dem Apia International Port auch der wichtigste internationale Frachthafen Samoas.

  • Versand von Deutschland nach Samoa
  • Paket-, Express- und Frachtlösungen
  • Versand nach Apia, Upolu und Savaiʻi
  • Zollinformationen digital vorbereiten
  • regulär 15 % VAGST berücksichtigen
  • Zollsatz über HS-Code prüfen
  • EU-Pazifik-Präferenz berücksichtigen
  • Samoa nicht mit Amerikanisch-Samoa verwechseln
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Bei Samoa sollten Zoll, Ursprung und Zielinsel vor dem Versand feststehen

Die Entfernung nach Samoa macht Fehler bei Dokumenten besonders unangenehm.

Warenbeschreibung, HS-Code, Warenwert, Ursprung und endgültiger Zielort sollten deshalb bereits vor der Abholung eindeutig feststehen.

Auch bei Empfängern auf Savaiʻi sollte geprüft werden, ob der gebuchte Carrier die komplette Zustellung übernimmt oder nach der internationalen Beförderung ein zusätzlicher innerstaatlicher Transport erfolgt.

15 % VAGST richtig berechnen
Die samoanische Value Added Goods and Services Tax beträgt regulär 15 Prozent und gilt auch für die meisten importierten Waren. Bemessungsgrundlage ist nicht einfach nur der Rechnungswert.

Zollsatz nach HS-Code prüfen
Das Ministry of Revenue nennt als hauptsächlich verwendete Ad-valorem-Zollsätze 5, 8 und 20 Prozent. Die konkrete Tarifposition kann jedoch einen anderen oder auch freien Satz vorsehen.

EU-Pazifik-EPA nutzen, wenn der Ursprung passt
Samoa nimmt am Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den Pazifik-Staaten teil. Für qualifizierte Waren europäischen Präferenzursprungs können dadurch günstigere Zollbedingungen möglich sein.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP nach Samoa: Wer übernimmt die Einfuhr?

Vor dem Versand sollte eindeutig vereinbart werden, wer die Einfuhrabfertigung und die damit verbundenen Kosten übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer grundsätzlich den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Die Einfuhrabfertigung und die Einfuhrkosten werden dagegen grundsätzlich vom Empfänger übernommen.

Dazu können gehören:

  • Einfuhrzoll
  • 15 % VAGST
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Zollagentenkosten
  • Hafen- oder Terminalkosten
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren
  • gegebenenfalls innerstaatliche Weitertransportkosten

Bei DDP übernimmt dagegen der Verkäufer die vereinbarten Importkosten und weitergehenden Pflichten.

Gerade bei Samoa sollte ein DDP-Preis nicht nur aus Warenwert, Versand und einer pauschalen Steuer bestehen.

Vor dem Angebot sollten mindestens geprüft werden:

  • HS-Code
  • Einfuhrzoll
  • Excise Tax
  • VAGST
  • Zollwert
  • Warenursprung
  • EPA-Präferenz
  • lokaler Importeur beziehungsweise Zollagent
  • konkreter Zielort
  • eventueller Weitertransport nach Savaiʻi

Eine Landed-Cost-Berechnung hilft dabei, Transport- und Einfuhrkosten gemeinsam zu betrachten.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Samoa?

Der Einfuhrzoll hängt von der konkreten Warenart ab.

Das samoanische Ministry of Revenue nennt als hauptsächlich verwendete Ad-valorem-Zollsätze:

  • 5 %
  • 8 %
  • 20 %

Für bestimmte Waren gelten jedoch abweichende, spezifische oder freie Tarife.

Deshalb sollte der Zoll nicht pauschal anhand eines Durchschnittssatzes berechnet werden.

Entscheidend ist der:

HS-Code der konkreten Ware.

Über ASYCUDA World stellt Samoa einen digitalen Zolltarif bereit, über den einzelne Tarifpositionen recherchiert werden können.

Zusätzlich zum normalen Import Duty kann abhängig vom Produkt eine:

Excise Tax

anfallen.

Das Ministry of Revenue weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verbrauchsteuer vom jeweiligen Produkt abhängt. Typischerweise betrifft sie stärker regulierte oder verbrauchsteuerpflichtige Waren.

Der CIF-Wert ist entscheidend

Samoa berechnet seine Einfuhrabgaben nicht ausschließlich auf Grundlage des reinen Rechnungswertes.

In der Zollanmeldung werden unter anderem erfasst:

  • Warenwert
  • Transportkosten nach Samoa
  • Versicherungskosten
  • Ursprungsland
  • Ausfuhrland
  • Tarifposition

Diese Angaben sind im samoanischen Customs Act ausdrücklich Bestandteil der Zollanmeldung.

Bei Samoa ist das besonders relevant:

Durch die große Entfernung von Deutschland können Frachtkosten einen erheblichen Teil des CIF-Wertes ausmachen.

Damit können hohe Transportkosten auch die Bemessungsgrundlage der Einfuhrabgaben erhöhen.

Mehr dazu finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Samoa?

Die Mehrwertsteuer heißt in Samoa:

Value Added Goods and Services Tax, kurz VAGST.

Der reguläre Satz beträgt:

15 %

Das samoanische Ministry of Revenue bestätigt, dass VAGST für die meisten im Land angebotenen Waren und Dienstleistungen und ebenfalls für die meisten importierten Waren gilt.

Besonders wichtig ist die Berechnung bei Importen.

Nach Angaben des Ministry of Revenue wird die VAGST grundsätzlich mit 15 Prozent berechnet auf:

  • CIF-Wert der Ware
  • zuzüglich Einfuhrzoll
  • zuzüglich Excise Tax, sofern diese anfällt

Das bedeutet:

Einfach 15 Prozent auf den deutschen Rechnungswert aufzuschlagen liefert bei einer zollpflichtigen Sendung nicht zwangsläufig die richtige Importsteuer.

Beispielhaft lautet die Logik:

CIF-Wert + Import Duty + gegebenenfalls Excise Tax → VAGST-Bemessungsgrundlage

Für einzelne Waren bestehen Steuerbefreiungen beziehungsweise besondere Regelungen.

Reguläre VAGST: 15 %

ASYCUDA World: Samoa wickelt Zollprozesse elektronisch ab

Samoa verwendet für seine Zollabwicklung:

ASYCUDA World.

Das System wird von der Zollverwaltung für zentrale Zollprozesse eingesetzt.

Dazu gehören unter anderem:

  • Erfassung eingehender Waren
  • Transitvorgänge
  • Ausfuhren
  • Berechnung von Zoll und Steuern
  • Freigabe von Waren
  • Abrechnung von Zollvorgängen

Die samoanische Zollverwaltung bezeichnet ASYCUDA World selbst als zentrales Datensystem ihrer Arbeit.

Zusätzlich stellt das System einen Online-Tarif zur Verfügung.

Für deutsche Versender bedeutet das:

Die elektronischen Angaben sollten mit Handelsrechnung und tatsächlicher Ware übereinstimmen.

Besonders wichtig sind:

  • präzise Warenbeschreibung
  • HS-Code
  • Warenwert
  • Ursprungsland
  • Ausfuhrland
  • Transportkosten
  • Versicherung
  • Gewicht und Menge
  • vollständige Empfängerdaten

Inkonsistente Daten sorgen auch auf der anderen Seite des Planeten nicht plötzlich für Begeisterung bei Zollbehörden.

Mehr zum digitalen Austausch von Versand- und Zolldaten finden Sie unter Paperless Trade im internationalen Versand.

Paket nach Samoa versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten

Samoa liegt im zentralen Südpazifik zwischen Hawaii und Neuseeland.

Der Staat besteht aus mehreren Inseln, wobei sich der Großteil der Bevölkerung und Wirtschaft auf:

  • Upolu
  • Savaiʻi

konzentriert.

Die Hauptstadt:

Apia

liegt auf Upolu und bildet das wirtschaftliche, administrative und logistische Zentrum des Landes.

Für deutsche Versender bedeutet die große Entfernung vor allem:

Eine gute Versandvorbereitung ist wichtiger als bei einem innereuropäischen Paket, das bei einem fehlenden Dokument notfalls zwei Länder weiter wieder auftaucht.

Welche Dokumente brauche ich für Samoa?

Für kommerzielle Importwaren verlangt die samoanische Zollverwaltung grundsätzlich eine Importanmeldung mit den erforderlichen Begleitunterlagen.

Das Ministry of Revenue nennt insbesondere:

  • Commercial Invoice beziehungsweise Kaufbeleg
  • Bill of Lading
  • Packing List
  • bei neuen gewerblichen Importeuren gegebenenfalls Business License

Je nach Transportart und Ware können außerdem relevant sein:

  • Air Waybill
  • Versicherungsunterlagen
  • Importgenehmigungen
  • Zertifikate
  • Ursprungsnachweis
  • weitere produktspezifische Dokumente

Der Customs Act sieht unter anderem Bill of Lading beziehungsweise Air Waybill, Lieferantenrechnung, Genehmigungsnummer, Tarifposition, Ursprung, Fracht und Versicherung als Bestandteile beziehungsweise relevante Angaben der Zollanmeldung vor.

Bei einem normalen Warenverkauf sollte eine Handelsrechnung verwendet werden.

Bei:

  • kostenlosen Mustern
  • Garantielieferungen
  • Ersatzware ohne Berechnung
  • Geschenksendungen

kann eine Proformarechnung sinnvoll sein.

Auch kostenlose Ware sollte einen realistischen Zollwert besitzen.

Weitere Hinweise finden Sie unter Proformarechnung beim Zoll richtig verwenden.

Samoa ist nicht Amerikanisch-Samoa

Dieser Unterschied ist beim internationalen Versand entscheidend.

Samoa ist ein unabhängiger Staat.

Amerikanisch-Samoa ist dagegen ein US-amerikanisches Außengebiet.

Damit unterscheiden sich unter anderem:

  • Zollsystem
  • Einfuhrvorschriften
  • Steuern und Abgaben
  • Carrier-Laufzeiten
  • Tarife
  • Adressierung

Auch DHL führt beide Ziele separat.

Für Samoa nennt DHL aktuell eine Standardlaufzeit von mehr als 30 Werktagen.

Für Amerikanisch-Samoa nennt DHL dagegen 8 bis 16 Werktage.

Vor der Buchung sollte deshalb unbedingt geprüft werden, welches Samoa tatsächlich gemeint ist.

Ein Paket mit korrekter Zolltarifnummer auf dem falschen Archipel ist zwar bürokratisch beeindruckend, logistisch aber eher weniger hilfreich.

Gibt es ein Handelsabkommen zwischen Samoa und der EU?

Ja.

Samoa gehört zum:

EU-Pacific Economic Partnership Agreement, kurz EU-Pazifik-EPA.

Samoa ist dem Abkommen am:

21. Dezember 2018

beigetreten.

Die Europäische Kommission beschreibt das Abkommen als asymmetrische und schrittweise Marktöffnung.

Das bedeutet:

Samoa öffnet seinen Markt schrittweise für bestimmte EU-Waren, während sensible Warenbereiche teilweise von der Liberalisierung ausgenommen sind.

Damit ist nicht jede deutsche Ware automatisch zollfrei.

Vor dem Versand sollten geprüft werden:

  • HS-Code
  • Präferenzursprung
  • konkrete Ursprungsregel
  • samoanischer Zollsatz
  • EPA-Zollbehandlung
  • richtiger Präferenznachweis

Brauche ich eine EUR.1 für Samoa?

Hier ist Samoa etwas spezieller als viele klassische Präferenzländer.

Die aktuelle deutsche Zollübersicht für Samoa nennt zum Stand 1. Oktober 2026 bei:

Exporten aus der EU

eine:

Erklärung auf der Rechnung von Registrierten Ausführern.

Die deutsche Zollverwaltung verweist dabei ausdrücklich auf das System des Registrierten Ausführers beziehungsweise:

REX.

Eine Warenverkehrsbescheinigung EUR.1 wird in der aktuellen Übersicht dagegen ausdrücklich für die Gegenrichtung:

Import in die Europäische Union

genannt.

Für deutsche Exporte nach Samoa sollte deshalb nicht einfach routinemäßig eine EUR.1 beantragt werden.

Entscheidend ist vielmehr, ob:

  • die Ware europäischen Präferenzursprung besitzt
  • die produktspezifische Ursprungsregel erfüllt ist
  • die Ware unter die Präferenz fällt
  • der erforderliche Ursprungstext korrekt verwendet wird
  • gegebenenfalls eine REX-Registrierung erforderlich ist

Die aktuelle Präferenzregel wurde 2026 nochmals geändert. Die deutsche Zollverwaltung verweist auf den Beschluss Nr. 1/2026 des Handelsausschusses EU-Pazifik.

Gerade bei Samoa lohnt sich deshalb ein Blick auf den aktuellen Präferenzstand vor Ausstellung des Ursprungsnachweises.

Wie lange dauert ein Paket nach Samoa?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand nach Samoa:

mehr als 30 Werktage.

Eine feste obere Laufzeit wird auf der aktuellen Länderinformation nicht angegeben.

Damit gehört Samoa zu den Zielen, bei denen Standardversand tatsächlich Zeit benötigt.

Zusätzliche Verzögerungen können entstehen durch:

  • Zollabfertigung
  • fehlende Dokumente
  • Warenkontrolle
  • Wochenenden und Feiertage
  • lokale Weiterbeförderung
  • Zustellung außerhalb von Apia

Für dringende Ersatzteile, Produktionsmaterial oder hochwertige zeitkritische Waren sollte deshalb geprüft werden, ob Express wirtschaftlich sinnvoller ist.

Bei älteren DHL-Express-Laufzeittabellen wird Samoa im Hauptlauf deutlich schneller ausgewiesen als der Standard-Paketversand. Die tatsächliche Expresslaufzeit sollte jedoch immer für die konkrete Postleitzahl beziehungsweise Empfängeradresse aktuell abgefragt werden.

Zollinhaltserklärung auf Englisch ausfüllen

DHL nennt für Samoa:

Englisch

als zulässige Sprache der Zollinhaltserklärung.

Bei technischen Produkten sollte die Warenbeschreibung möglichst konkret sein.

Nicht:

„Machine parts“

sondern beispielsweise:

„Stainless steel replacement pump housing for industrial water treatment system“

Dadurch werden:

  • Produktart
  • Material
  • Funktion beziehungsweise Verwendung

klar erkennbar.

Solche Angaben erleichtern die Tarifierung und reduzieren Rückfragen.

Adresse nach Samoa richtig schreiben

DHL verlangt Adressen in lateinischen Buchstaben und arabischen Ziffern.

Die Anschrift sollte insbesondere enthalten:

  • Name des Empfängers
  • Straße beziehungsweise lokale Zustellinformation
  • Bestimmungsort
  • gegebenenfalls Postleitzahl
  • SAMOA als Bestimmungsland

Eine mögliche Geschäftsadresse wäre beispielsweise:


ABC Engineering Ltd.
Beach Road
APIA
SAMOA

Zusätzlich sollten:

  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

des Empfängers angegeben werden.

DHL empfiehlt diese Daten ausdrücklich, damit der Empfänger über Zustellung oder alternative Abholmöglichkeiten informiert werden kann.

Apia ist das wichtigste Tor für internationale Waren

Der wichtigste Seehafen des Landes ist:

Apia International Port.

Nach Angaben der Samoa Ports Authority wickelt der Hafen rund:

97 % des ausländischen Frachtverkehrs Samoas

ab.

Der Hafen ist unter anderem mit:

  • Neuseeland
  • Australien
  • asiatischen Häfen
  • den USA
  • Europa

verbunden.

Der Warenverkehr erfolgt insbesondere mit Container- und RoRo-Schiffen.

Für Maschinen, Paletten und größere B2B-Lieferungen ist Apia deshalb der wichtigste Eingangspunkt des Landes.

Wie gelangen Waren von Upolu nach Savaiʻi?

Apia befindet sich auf Upolu.

Der zweitgrößte wichtige Wirtschafts- und Bevölkerungsraum befindet sich auf:

Savaiʻi.

Für den innerstaatlichen Verkehr spielen insbesondere die Häfen:

  • Mulifanua auf Upolu
  • Salelologa auf Savaiʻi

eine wichtige Rolle.

Die Samoa Ports Authority verwaltet beide als Domestic Ports.

Für eine Sendung an einen Empfänger auf Savaiʻi kann deshalb nach der internationalen Ankunft auf Upolu eine zusätzliche innerstaatliche Transportetappe erforderlich sein.

Vor allem bei:

  • Paletten
  • Maschinen
  • schweren Ersatzteilen
  • großvolumigen Sendungen

sollte diese letzte Etappe bereits bei der Transportplanung berücksichtigt werden.

Wiederkehrende Zolldaten automatisieren

Bei regelmäßigem Export nach Samoa sollten wiederkehrende Artikeldaten nicht jedes Mal manuell neu erfasst werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Artikelbezeichnung
  • HS-Code
  • Warenursprung
  • Gewicht
  • Warenwert

Über eine Versand-API oder vorhandene Shop- und ERP-Schnittstellen können solche Daten direkt in den Versandprozess übernommen werden.

Dadurch lassen sich Label, Handelsrechnung und elektronische Zollinformationen konsistenter erzeugen.

Versandkosten berechnen

Diese Fehler verzögern Pakete nach Samoa

Bei einem Ziel mit mehr als 30 Werktagen Standardlaufzeit möchte vermutlich niemand nach vier Wochen feststellen, dass auf der Rechnung noch die Zolltarifnummer fehlt.

Typische Probleme sind:

  • Samoa wurde mit Amerikanisch-Samoa verwechselt
  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • HS-Code fehlt oder ist falsch
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Transport- und Versicherungskosten fehlen bei der Zollwertermittlung
  • Warenursprung wurde nicht korrekt angegeben
  • EPA-Präferenz wird ohne ausreichenden Ursprungsnachweis beansprucht
  • falscher Präferenznachweis wird verwendet
  • Importgenehmigung wurde nicht geprüft
  • Excise Tax wurde bei relevanten Produkten nicht berücksichtigt
  • VAGST wurde nur auf den Rechnungswert gerechnet
  • Handelsrechnung und elektronische Zolldaten stimmen nicht überein
  • Empfängerdaten sind unvollständig
  • Weitertransport nach Savaiʻi wurde nicht berücksichtigt

Samoas Zoll arbeitet elektronisch über ASYCUDA World. Vollständige und konsistente Daten sind deshalb besonders wichtig.

Bei regelmäßigem Export sollten diese Informationen zentral gepflegt werden.

Mehr dazu finden Sie unter Versanddokumente automatisieren und Fehler reduzieren.

Welche Waren werden nach Samoa importiert?

Samoa liegt weit entfernt von den großen Produktionszentren Europas und Asiens und ist bei zahlreichen Konsum- und Investitionsgütern auf Importe angewiesen.

Für deutsche Unternehmen können unter anderem folgende Produktgruppen interessant sein:

  • Maschinen und technische Anlagen
  • Maschinen- und Anlagenersatzteile
  • Elektrotechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Solar- und Energietechnik
  • Pumpen und Wassertechnik
  • Klima- und Kältetechnik
  • Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
  • Werkzeuge und Werkstattausrüstung
  • Hotel- und Gastronomieausstattung
  • Bau- und Installationstechnik
  • IT- und Kommunikationstechnik
  • medizinische und technische Ausrüstung

Auch auf europäischer Ebene gehören Maschinen und technische Anlagen zu den wichtigen Exportgruppen in die pazifischen EPA-Staaten. Die Europäische Kommission nennt unter den wesentlichen EU-Ausfuhren in die Pazifikregion unter anderem Maschinen und Geräte.

Bei technischen Waren sollte die Zolltarifnummer bereits vor dem Versand eindeutig feststehen.

Samoa stellt über sein ASYCUDA-System einen elektronischen Zolltarif bereit, in dem Waren nach den Kapiteln des Harmonisierten Systems eingeordnet werden können.

Die Tarifnummer beeinflusst unter anderem:

  • Einfuhrzoll
  • Excise Tax
  • VAGST-Berechnung
  • Importbeschränkungen
  • mögliche Genehmigungspflichten
  • Präferenz nach dem EU-Pazifik-EPA

Mehr zur richtigen Einreihung finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.

Kontakt aufnehmen

Versandinformationen: Samoa

Standard, Express oder Fracht nach Samoa?

Welche Versandart sinnvoll ist, hängt besonders von Dringlichkeit, Größe und Warenwert ab.

Für weniger zeitkritische Sendungen kann Standard-Paketversand verwendet werden.

DHL nennt aktuell allerdings eine Laufzeitorientierung von:

mehr als 30 Werktagen.

Damit eignet sich Standardversand vor allem für Waren, bei denen die Laufzeit eine untergeordnete Rolle spielt.

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • hochwertige Elektronik
  • zeitkritische Geschäftswaren

sollte ein Expressservice geprüft werden.

Bei:

  • Maschinen
  • Paletten
  • mehreren Packstücken
  • großen Ersatzteilen
  • schweren Waren

kommen Luft- oder Seefrachtlösungen infrage.

Mehr dazu finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.

Apia wickelt fast den gesamten internationalen Frachtverkehr Samoas ab

Aufgrund der Lage im Südpazifik erfolgt der internationale Warenverkehr hauptsächlich per:

  • Lufttransport
  • Seefracht
  • internationalen Paket- und Expressnetzwerken

Für größere Waren ist insbesondere der:

Apia International Port

entscheidend.

Nach Angaben der Samoa Ports Authority werden dort rund 97 Prozent des internationalen Frachtverkehrs abgewickelt.

Der Hafen besitzt einen rund 185 Meter langen Hauptliegeplatz mit etwa 12 Metern Wassertiefe und wird unter anderem von Container- und RoRo-Schiffen genutzt.

Der internationale Warenweg kann deshalb beispielsweise so aussehen:

Deutschland → internationales Umschlagzentrum → Apia → Empfänger auf Upolu

Bei Empfängern auf Savaiʻi kommt häufig eine zusätzliche innerstaatliche Etappe hinzu.

Die Häfen Mulifanua und Salelologa sind wichtige Bestandteile des nationalen Hafenverkehrs zwischen den beiden Hauptinseln.

Gerade bei Fracht sollte der endgültige Zielort deshalb bereits vor der Buchung feststehen.

Welche Importkosten können in Samoa entstehen?

Die Einfuhrkosten können aus mehreren Bestandteilen bestehen.

Abhängig von der Ware gehören dazu:

  • Einfuhrzoll
  • regulär 15 % VAGST
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Zollagentenkosten
  • Hafen- und Terminalgebühren
  • Carrier- und Abfertigungsgebühren

Das Ministry of Revenue nennt als hauptsächlich angewendete Wertzollsätze 5, 8 und 20 Prozent. Die konkrete Tarifposition kann jedoch davon abweichen.

Die VAGST wird grundsätzlich mit 15 Prozent auf den:

CIF-Wert + Zoll + gegebenenfalls Excise Tax

berechnet.

Damit hängen die tatsächlichen Importkosten immer vom konkreten Produkt ab.

Zusätzlich sollte bei Waren europäischen Präferenzursprungs geprüft werden, ob das EU-Pazifik-EPA eine günstigere Zollbehandlung ermöglicht.

Was kostet ein Paket nach Samoa?

Der tatsächliche Versandpreis hängt insbesondere ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Versandservice
  • Warenart
  • Carrier
  • Zielort
  • Zusatzleistungen

Samoa gehört bei DHL zur internationalen Zone für Australien und Ozeanien.

Aufgrund der großen Entfernung können die Versandkosten im Vergleich zu näher gelegenen Drittländern entsprechend hoch sein.

Bei leichten, aber großen Kartons kann zusätzlich das Volumengewicht den Tarif bestimmen.

Mehr dazu finden Sie unter Volumengewicht verstehen und berechnen.

Wichtig ist außerdem:

Die internationalen Frachtkosten können in Samoa Bestandteil des CIF-Wertes und damit der Berechnungsgrundlage für die Einfuhrabgaben sein.

Ein etwas höherer Transportpreis kann damit indirekt auch die Einfuhrkosten erhöhen.

E-Commerce nach Samoa: Einfuhrkosten vor dem Kauf erklären

Für deutsche Onlinehändler ist Samoa ein klassisches Drittlandziel.

Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.

Neben Warenwert und Versandkosten können für den Empfänger entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • 15 % VAGST
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • Zollabfertigungsgebühren
  • gegebenenfalls lokale Transportkosten

Bei DAP werden diese Kosten grundsätzlich vom Empfänger übernommen.

Gerade aufgrund der hohen internationalen Versandkosten können die zusätzlichen Einfuhrabgaben für den Kunden relevant sein.

Onlinehändler sollten deshalb bereits vor Abschluss der Bestellung klar erklären:

  • ob DAP oder DDP geliefert wird
  • ob Einfuhrabgaben enthalten sind
  • mit welcher Laufzeit zu rechnen ist
  • ob der Carrier den konkreten Zielort bedient

Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten, Zoll und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

EU-Pazifik-EPA: Für Exporte nach Samoa ist REX besonders wichtig

Eine der interessantesten Besonderheiten für deutsche Unternehmen ist das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den Pazifik-Staaten.

Samoa wendet dieses Abkommen seit seinem Beitritt im Dezember 2018 an.

Die deutsche Zollverwaltung führt Samoa aktuell unter einer gegenseitigen Ursprungspräferenz.

Allerdings unterscheidet sich der Nachweis bei der Ausfuhr aus der EU von einigen anderen Präferenzabkommen.

Zum Stand:

1. Oktober 2026

nennt die deutsche Zollverwaltung bei Exporten aus der EU nach Samoa ausdrücklich:

Erklärung auf der Rechnung von Registrierten Ausführern.

Der Registrierte Ausführer wird über das:

REX-System

abgebildet.

Damit sollte vor einem Export geprüft werden:

  • ob die Ware Präferenzursprung besitzt
  • welche Ursprungsregel gilt
  • ob eine Erklärung auf der Rechnung verwendet werden kann
  • ob eine REX-Registrierung erforderlich ist
  • welcher Wortlaut verwendet werden muss

Die EUR.1 sollte für eine deutsche Ausfuhr nach Samoa nicht einfach aus Gewohnheit als Standardlösung angenommen werden.

Upolu und Savaiʻi logistisch unterscheiden

Ein weiterer wichtiger Unterschied entsteht durch die Insellage.

Apia und der internationale Haupthafen liegen auf:

Upolu.

Savaiʻi ist dagegen eine separate Insel.

Bei Empfängern auf Savaiʻi kann daher nach der internationalen Ankunft ein zusätzlicher inländischer See- und Straßentransport erforderlich sein.

Für kleine Pakete wird diese Weiterbeförderung häufig innerhalb des Zustellnetzes organisiert.

Bei:

  • Paletten
  • Maschinen
  • schweren Packstücken
  • Spezialtransporten

sollte die letzte Etappe dagegen vorab geprüft werden.

Welcher Carrier eignet sich für Samoa?

Beim Versand nach Samoa sollte nicht ausschließlich nach dem günstigsten Label gesucht werden.

Wichtige Kriterien sind:

  • Transportpreis
  • Laufzeit
  • Zollservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • maximales Gewicht
  • maximale Abmessungen
  • Zielort
  • Zustellabdeckung

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:

mehr als 30 Werktage.

DHL bietet für Pakete nach Samoa aktuell eine Höherversicherung bis zu 5.000 Euro an.

Sperrgut wird bei DHL Paket International für Samoa dagegen derzeit nicht angeboten.

Für:

  • hochwertige Waren
  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • zeitkritische Geschäftssendungen

sollte deshalb ein Expressservice verglichen werden.

Bei größeren B2B-Sendungen können Luft- oder Seefrachtlösungen wirtschaftlich sinnvoller sein.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich ein Paket von Deutschland nach Samoa versenden?

Ja. Pakete, Expresssendungen und Geschäftswaren können von Deutschland nach Samoa versendet werden. Da Samoa außerhalb der Europäischen Union liegt, werden für Warensendungen vollständige Zollinformationen benötigt.

Wie lange dauert ein Paket nach Samoa?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand nach Samoa eine Laufzeitorientierung von mehr als 30 Werktagen. Eine feste maximale Laufzeit wird nicht angegeben. Zollabfertigung und lokale Weiterbeförderung können zusätzliche Zeit beanspruchen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Samoa?

Die samoanische Mehrwertsteuer heißt VAGST und beträgt regulär 15 Prozent. Sie gilt auch für die meisten importierten Waren.

Wie wird die VAGST bei Importen berechnet?

Nach Angaben des samoanischen Ministry of Revenue wird die VAGST grundsätzlich mit 15 Prozent auf den CIF-Wert zuzüglich Einfuhrzoll und gegebenenfalls Excise Tax berechnet.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Samoa?

Der Zoll hängt vom konkreten HS-Code ab. Das samoanische Ministry of Revenue nennt 5, 8 und 20 Prozent als hauptsächlich angewendete Ad-valorem-Zollsätze. Für einzelne Tarifpositionen können andere oder freie Sätze gelten.

Gibt es ein Handelsabkommen zwischen Samoa und der Europäischen Union?

Ja. Samoa nimmt seit Dezember 2018 am EU-Pazifik-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen teil. Für Waren mit entsprechendem Präferenzursprung können abhängig von der Tarifposition günstigere Einfuhrzölle möglich sein.

Brauche ich eine EUR.1 für den Export nach Samoa?

Für Exporte aus der EU nach Samoa nennt die deutsche Zollverwaltung aktuell die Erklärung auf der Rechnung von Registrierten Ausführern im REX-System. Eine EUR.1 wird in der aktuellen Länderinformation ausdrücklich für die Gegenrichtung beim Import in die EU genannt. Der richtige Präferenznachweis sollte deshalb vor dem Versand anhand der aktuellen Regelung geprüft werden.

Welche Dokumente brauche ich für Samoa?

Für kommerzielle Sendungen werden typischerweise Handelsrechnung, Transportdokument und Packliste benötigt. Je nach Transportart und Ware können Air Waybill oder Bill of Lading, Importgenehmigungen, Versicherungsunterlagen und weitere Zertifikate hinzukommen.

Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL nennt Englisch als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung nach Samoa. Waren sollten möglichst genau mit Produktart, Material und Verwendungszweck beschrieben werden.

Ist Samoa dasselbe wie Amerikanisch-Samoa?

Nein. Samoa ist ein unabhängiger Staat, während Amerikanisch-Samoa ein US-amerikanisches Außengebiet ist. Beide Ziele haben unterschiedliche Zoll-, Steuer-, Versand- und Laufzeitregelungen und müssen bei der Buchung getrennt behandelt werden.

Was ist ASYCUDA World in Samoa?

ASYCUDA World ist das elektronische Zollsystem Samoas. Es wird unter anderem für Zollanmeldungen, Warenfreigaben, Abgabenberechnung und die Verarbeitung von Import- und Exportdaten eingesetzt.

Kann ich nach Savaiʻi versenden?

Ja. Savaiʻi gehört zu Samoa. Da der wichtigste internationale Warenhafen in Apia auf Upolu liegt, kann für Sendungen nach Savaiʻi eine zusätzliche innerstaatliche Transportetappe erforderlich sein. Bei großen oder schweren Sendungen sollte diese Route vor der Buchung geprüft werden.

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