Paket nach Myanmar versenden: Zoll, Steuern und Laufzeit
Von Deutschland nach Yangon, Mandalay oder Naypyidaw: Geschäftssendungen richtig vorbereiten
Myanmar liegt zwischen Indien, China, Thailand, Laos und Bangladesch und ist ein wichtiger Markt in Südostasien. Für deutsche Unternehmen können insbesondere Maschinen, Ersatzteile, Elektrotechnik, medizinische Produkte und industrielle Ausrüstung interessant sein.
- Versand von Deutschland nach Myanmar
- Paket-, Express- und Frachtlösungen
- Versand nach Yangon und weitere Regionen
- Zoll- und Warendaten digital vorbereiten
- 5 % Commercial Tax berücksichtigen
- Importlizenz vor Versand prüfen
- HS-Code und Warenwert korrekt angeben
- Empfänger und Ware vorab prüfen
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In Myanmar entscheidet die Vorbereitung über die Einfuhr
Bei Geschäftssendungen sollten Warenbeschreibung, HS-Code, Warenwert und Importvoraussetzungen bereits vor der Abholung geklärt sein.
Besonders wichtig ist die Frage, ob der Empfänger für die konkrete Ware eine Importlizenz benötigt.
Importlizenz prüfen
Viele Waren dürfen nur mit einer gültigen Import License oder einem Import Permit eingeführt werden. Die Beantragung erfolgt elektronisch über TradeNet 2.0.
5 % Commercial Tax kalkulieren
Myanmar erhebt keine klassische europäische Mehrwertsteuer. Stattdessen fällt auf viele importierte Waren eine Commercial Tax von regulär 5 Prozent an.
Sanktionsprüfung nicht vergessen
Vor Geschäftssendungen sollten Ware, Empfänger und Verwendungszweck geprüft werden, da für Myanmar verschiedene EU-Ausfuhrbeschränkungen und personenbezogene Sanktionen gelten.
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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben
DAP oder DDP nach Myanmar: Importeur und Einfuhrkosten vorher klären
Bei Myanmar sollte vor der Versandbuchung nicht nur geklärt werden, wer die Abgaben bezahlt.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage:
Wer darf die Ware überhaupt importieren?
Bei DAP organisiert der Verkäufer den Transport bis zum vereinbarten Bestimmungsort.
Die Einfuhrabfertigung und die vereinbarten Importkosten übernimmt grundsätzlich der Empfänger.
Dazu können gehören:
- Einfuhrzoll
- Commercial Tax
- gegebenenfalls Specific Goods Tax
- Importlizenzgebühren
- Zollagentenkosten
- Carrier-Abfertigungsgebühren
- weitere produktspezifische Kosten
Bei DDP übernimmt dagegen der Verkäufer weitergehende Einfuhrpflichten und vereinbarte Abgaben.
Gerade bei Myanmar sollte ein DDP-Modell jedoch nur angeboten werden, wenn vorher eindeutig geklärt wurde:
- wer als Importeur auftreten kann
- ob eine Importlizenz erforderlich ist
- ob der Carrier DDP unterstützt
- welcher Zollsatz gilt
- welche Commercial Tax anfällt
- ob zusätzliche Genehmigungen erforderlich sind
- ob Ware und Empfänger von Sanktionen betroffen sind
Eine Landed-Cost-Berechnung hilft dabei, Transport und Einfuhrkosten gemeinsam zu betrachten.
Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Myanmar?
Die Höhe des Einfuhrzolls richtet sich nach der konkreten Ware.
Myanmar verwendet ein achtstelliges Zolltarifsystem auf Basis der:
ASEAN Harmonized Tariff Nomenclature, AHTN.
Der aktuelle WTO-Datensatz weist für Myanmar einen durchschnittlich angewandten MFN-Zoll von:
7,6 %
aus.
Handelsgewichtet liegt der Durchschnitt bei:
5,5 %.
Diese Werte sind jedoch nur statistische Durchschnittswerte. Für die konkrete Sendung gilt immer der Tarif der jeweiligen Zolltarifnummer. WTO Tariff und Handelsdaten
Entscheidend sind insbesondere:
- HS- beziehungsweise AHTN-Code
- Warenbeschreibung
- Warenwert
- Ursprungsland
- mögliche Präferenzregelungen
- zusätzliche Einfuhrvorschriften
Die mongolische Methode „durchschnittlichen Zoll nehmen und hoffen“ wäre schon schlecht. In Myanmar wird sie nicht besser.
Zollwert nach Transaktionswert
Grundlage für die Zollbewertung ist grundsätzlich der tatsächliche Transaktionswert der Ware.
Kann dieser nicht verwendet werden, stehen weitere Bewertungsmethoden zur Verfügung.
Für die Berechnung können daher neben dem Rechnungswert auch weitere Kosten relevant sein.
Mehr dazu finden Sie unter Zollwert richtig berechnen.
Welche Einfuhrsteuer gilt in Myanmar?
Myanmar besitzt kein Mehrwertsteuersystem nach europäischem Vorbild.
Stattdessen gibt es die:
Commercial Tax.
Für viele importierte Waren beträgt der reguläre Satz:
5 %.
Bei Importen wird die Commercial Tax grundsätzlich auf den sogenannten Landed Value erhoben. Für bestimmte Waren gelten Steuerbefreiungen oder abweichende Regelungen. Zusätzlich können bei einzelnen Produktgruppen besondere Steuern entstehen. Myanmar Handels- und Investitionsportal
Je nach Ware können deshalb zusammenkommen:
- Einfuhrzoll
- 5 % Commercial Tax
- gegebenenfalls Specific Goods Tax
- Lizenzgebühren
- Abfertigungskosten
Bei alkoholischen Getränken, Tabakwaren und bestimmten anderen Produktgruppen gelten beispielsweise besondere steuerliche Regeln.
Für eine DDP-Kalkulation sollte deshalb nie einfach pauschal ein einzelner Prozentsatz auf den Rechnungswert gerechnet werden.
Commercial Tax regulär: 5 %
TradeNet 2.0 und MACCS: Myanmar arbeitet mit digitalen Importverfahren
Für die Einfuhr nach Myanmar spielen zwei elektronische Systeme eine wichtige Rolle.
TradeNet 2.0
wird unter anderem für:
- Importer-/Exporter-Registrierungen
- Importlizenzen
- Import Permits
- Exportlizenzen
- weitere Handelsgenehmigungen
verwendet.
Wer eine Importlizenz beantragen möchte, muss unter anderem registrierter TradeNet-2.0-Nutzer sein und über das erforderliche Importer-/Exporter Registration Certificate verfügen. Myanmar National Trade Portal
Bei der Lizenzbeantragung werden unter anderem geprüft:
- HS-Code
- Warenbeschreibung
- Preis
- Menge
- Warenwert
- Rechnung oder Kaufvertrag
- gegebenenfalls weitere Genehmigungen
Die eigentliche elektronische Zollabwicklung erfolgt über das:
Myanmar Automated Cargo Clearance System, MACCS.
Das System verarbeitet unter anderem Importdeklarationen, Frachtinformationen, Zahlungen und Zollverfahren. MACCS
Für Versender bedeutet das:
Die Daten auf Rechnung, Versandlabel, Zollanmeldung und Importlizenz sollten exakt zueinander passen.
Paket nach Myanmar versenden: Was Unternehmen vorher wissen sollten
Myanmar liegt in Südostasien und verbindet wichtige Märkte wie China, Indien und Thailand.
Das größte Wirtschafts- und Handelszentrum ist:
Yangon.
Weitere wichtige Standorte sind:
- Mandalay
- Naypyidaw
- Bago
- Mawlamyine
- Thilawa
Für internationale Warenlieferungen ist Yangon besonders wichtig.
Paket- und Expresssendungen werden häufig über internationale Luftfrachtnetzwerke transportiert.
Bei größeren B2B-Sendungen spielen dagegen Seefracht und die Hafenregion Yangon/Thilawa eine zentrale Rolle.
Welche Dokumente brauche ich für Myanmar?
Für eine gewerbliche Einfuhr werden typischerweise folgende Dokumente beziehungsweise Angaben benötigt:
- Handelsrechnung
- Packing List
- Bill of Lading, Air Waybill oder Truck Note
- Importlizenz, falls erforderlich
- präzise Warenbeschreibung
- Zolltarifnummer
- Warenwert
- Ursprungsland
- gegebenenfalls Ursprungszeugnis
- gegebenenfalls FDA-, SPS- oder andere Genehmigungen
Die offizielle Myanmar Customs nennt unter anderem Rechnung, Packliste, Kaufvertrag und Transportdokumente als wichtige Einfuhrunterlagen. Je nach Produkt können zusätzliche Genehmigungen erforderlich sein. Myanmar Customs
Bei einem normalen Warenverkauf wird eine Handelsrechnung verwendet.
Für Muster, Ersatzlieferungen oder andere Warenbewegungen ohne klassischen Verkauf kann eine Proforma-Rechnung sinnvoll sein.
Ausfuhr aus Deutschland ebenfalls richtig vorbereiten
Bei gewerblichen Exporten aus Deutschland können abhängig von Warenwert und Verfahren zusätzliche Ausfuhrformalitäten erforderlich sein.
Beauftragt ein Unternehmen einen Dienstleister mit der Zollabwicklung, kann eine entsprechende Vollmacht benötigt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter Zollvollmacht digital: EORI und Signatur richtig vorbereiten.
Wie lange dauert ein Paket nach Myanmar?
DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von:
8 bis 14 Werktagen.
Bei Expresssendungen können zentrale Zielgebiete deutlich schneller erreicht werden.
Die DHL-Express-Laufzeittabelle weist für Myanmar je nach Service ungefähr:
2 Werktage
im internationalen Hauptlauf aus. Die tatsächliche Zustellung kann durch Zollabfertigung oder Importgenehmigungen länger dauern. DHL
Zusätzliche Zeit sollte insbesondere eingeplant werden bei:
- fehlender Importlizenz
- unvollständigen Unterlagen
- produktspezifischen Genehmigungen
- Zollprüfungen
- Empfängerorten außerhalb großer Wirtschaftszentren
Welche Sprache sollte die Zollinhaltserklärung haben?
DHL nennt für Myanmar aktuell:
Englisch
als zulässige Sprache der Zollinhaltserklärung. DHL
Die Warenbeschreibung sollte möglichst konkret formuliert sein.
Nicht:
„Machine Parts“
sondern beispielsweise:
„Stainless steel shaft coupling for industrial packaging machine“
So werden Material, Produkt und Verwendungszweck wesentlich besser erkennbar.
Adresse nach Myanmar richtig schreiben
DHL empfiehlt lateinische Buchstaben und arabische Ziffern.
Ein mögliches Format ist:
MYANMAR INDUSTRIAL CO. LTD.
NO. 43 BO AUNG GYAW STREET
YANGON 11181
MYANMAR
Telefonnummer und E-Mail-Adresse sollten zusätzlich hinterlegt werden.
Das erleichtert die Kontaktaufnahme bei Fragen zur Zollabfertigung und Zustellung. DHL
Diese Fehler verzögern Sendungen nach Myanmar
Bei Myanmar sind unvollständige Produktdaten besonders problematisch, weil dieselben Angaben häufig sowohl für die Importlizenz als auch für die Zollabfertigung benötigt werden.
Typische Ursachen für Verzögerungen sind:
- Importlizenz wurde nicht vorab geprüft
- Empfänger besitzt keine passende Importregistrierung
- HS-Code stimmt nicht mit der Importlizenz überein
- Warenbeschreibung ist zu allgemein
- Rechnungswert und Lizenzwert unterscheiden sich
- Packing List fehlt
- zusätzliche Produkterlaubnis wurde übersehen
- Empfänger ist nicht erreichbar
- Sanktionsprüfung wurde nicht durchgeführt
Gerade bei langen internationalen Transportwegen sollte der Empfänger außerdem frühzeitig über den Versandstatus informiert werden.
Automatisierte Nachrichten können dabei helfen, Rückfragen zu reduzieren und notwendige Unterlagen schneller anzufordern.
Mehr dazu finden Sie unter proaktive Sendungsupdates für internationale Lieferungen.
Welche Waren werden von Deutschland nach Myanmar versendet?
Myanmar importiert eine große Bandbreite an technischen und industriellen Produkten.
Für deutsche Unternehmen können insbesondere folgende Waren relevant sein:
- Maschinen und Produktionsanlagen
- Maschinenersatzteile
- Elektrotechnik
- Mess- und Prüftechnik
- Pumpen und Wassertechnik
- medizinische Geräte und Zubehör
- IT- und Kommunikationstechnik
- Werkzeuge
- Fahrzeugteile
- Produktions- und Verpackungstechnik
Auch elektronische Geräte und Computer werden nach Myanmar importiert.
Bei solchen Produkten sollte zusätzlich geprüft werden, ob besondere Genehmigungen, technische Vorschriften oder Transportanforderungen gelten.
Eine korrekte Zolltarifnummer ist dabei besonders wichtig.
Myanmar verwendet für seine Zollklassifizierung die ASEAN Harmonized Tariff Nomenclature, kurz AHTN.
Mehr dazu finden Sie unter Zolltarifnummer korrekt bestimmen.
Versandinformationen: Myanmar
Standard, Express oder Fracht nach Myanmar?
Welche Versandart geeignet ist, hängt von Größe, Wert und Dringlichkeit der Sendung ab.
Standardpaket
Für kleinere und weniger zeitkritische Sendungen kann ein internationaler Paketdienst genutzt werden.
DHL Paket nennt aktuell:
8 bis 14 Werktage.
Expressversand
Für dringende Ersatzteile, Dokumente oder Produktionsmaterial kann Express deutlich schneller sein.
Allerdings sollte auch hier die mögliche Dauer der Einfuhrabfertigung berücksichtigt werden.
Frachtversand
Maschinen, Paletten und größere Warenmengen können per Luft- oder Seefracht transportiert werden.
Bei großen Warenlieferungen ist insbesondere die Hafenregion Yangon/Thilawa relevant.
Yangon und Thilawa sind die wichtigsten Warenknotenpunkte
Myanmar besitzt mehrere Seehäfen.
Mit Abstand bedeutendster internationaler Zugang ist jedoch:
Yangon Port.
Nach Angaben der Myanma Port Authority werden über die Hafenregion Yangon mehr als 90 Prozent der normalen Im- und Exporte des Landes abgewickelt. mpa.gov.mm
Die Hafenregion besteht im Wesentlichen aus:
- Yangon Inner Harbour
- Thilawa Outer Harbour
Thilawa verfügt über mehrere moderne Container-, Mehrzweck- und Industrie-Terminals und liegt nahe wichtiger Gewerbe- und Industriegebiete.
Für größere Maschinen, Projektladung oder Container kann diese Region deshalb besonders relevant sein.
Paket- und Expresssendungen werden dagegen häufig per Luftfracht über Yangon weitergeleitet.
Welche Route sinnvoll ist, hängt unter anderem ab von:
- Gewicht
- Volumen
- Empfängerregion
- Warenart
- Lieferzeit
- Importgenehmigungen
Welche Importkosten können in Myanmar entstehen?
Die Einfuhrkosten können sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzen.
Dazu gehören abhängig von der Ware:
- Einfuhrzoll
- regulär 5 % Commercial Tax
- gegebenenfalls Specific Goods Tax
- Importlizenzgebühren
- Zollagentenkosten
- Carrier-Abfertigungsgebühren
Der WTO-Durchschnitt von 7,6 Prozent sagt dabei nichts Verlässliches über die konkrete Ware aus.
Für Maschinen, Elektronik oder Konsumgüter kann jeweils ein anderer Zollsatz gelten.
Deshalb sollte immer die konkrete AHTN-Tarifposition verwendet werden.
Was kostet ein Paket nach Myanmar?
Der Versandpreis hängt insbesondere ab von:
- Gewicht
- Abmessungen
- Volumengewicht
- Carrier
- Standard- oder Expressversand
- Zielregion
- Warenart
- Zusatzleistungen
- möglichen Zuschlägen
Zusätzlich können aufgrund der besonderen handelspolitischen Situation Zuschläge einzelner Carrier entstehen.
DHL Express führt Myanmar aktuell beispielsweise unter den Ländern, für die aufgrund nationaler Handelsbeschränkungen ein entsprechender Zuschlag vorgesehen sein kann. DHL
Deshalb sollte für eine reale Kalkulation immer der aktuelle Carrier-Tarif verwendet werden.
Onlinehandel nach Myanmar: Zoll und Kommunikation gemeinsam planen
Auch Online-Händler können Waren nach Myanmar verkaufen.
Allerdings sollte die Einfuhrfähigkeit des Empfängers stärker berücksichtigt werden als bei vielen klassischen E-Commerce-Zielen.
Zusätzlich zum Waren- und Versandpreis können entstehen:
- Einfuhrzoll
- Commercial Tax
- weitere produktspezifische Steuern
- Abfertigungsgebühren
Hinzu kommen mögliche Importlizenz- oder Genehmigungsanforderungen.
Für Händler empfiehlt sich deshalb eine möglichst transparente Kommunikation bereits vor Abschluss der Bestellung.
Bei internationalen Sendungen können Tracking-Daten zusätzlich automatisch in Shop-, ERP- oder Kundensysteme übertragen werden.
Mehr dazu finden Sie unter Tracking Webhooks für automatisierte Versandinformationen.
Bei Myanmar müssen auch EU-Sanktionen berücksichtigt werden
Für Lieferungen nach Myanmar reicht eine reine Zollprüfung nicht aus.
Die Europäische Union hat ihre bestehenden restriktiven Maßnahmen im April 2026 bis zum:
30. April 2027
verlängert.
Die Maßnahmen umfassen unter anderem gelistete Personen und Organisationen sowie bestimmte Exportverbote und -beschränkungen.
Aktuell stehen unter dem EU-Sanktionsregime:
105 Personen und 22 Organisationen.
Für diese gelten unter anderem Vermögenssperren und Verbote, ihnen unmittelbar oder mittelbar wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Rat der Europäischen Union
Zusätzlich bestehen unter anderem Beschränkungen für:
- Waffen und zugehörige Ausrüstung
- Ausrüstung, die zur internen Repression genutzt werden kann
- bestimmte Überwachungs- und Kommunikationstechnik
- Dual-Use-Güter für militärische oder bestimmte staatliche Endverwender
Für normale zivile Waren bedeutet das nicht automatisch ein allgemeines Versandverbot.
Vor einer Geschäftslieferung sollten jedoch:
- Empfänger
- Endverwender
- Ware
- Verwendungszweck
gegen die aktuellen außenwirtschaftsrechtlichen Vorgaben geprüft werden.
Besonders bei Elektronik, Kommunikationstechnik und Dual-Use-fähigen Produkten ist diese Prüfung wichtig.
Welcher Carrier eignet sich für Myanmar?
Für Sendungen von Deutschland nach Myanmar kommen je nach Warenart verschiedene internationale Paket-, Express- und Frachtanbieter infrage.
Dabei können beispielsweise genutzt werden:
- DHL
- DHL Express
- UPS beziehungsweise Partnernetzwerke
- FedEx beziehungsweise Partnernetzwerke
- internationale Luftfrachtpartner
- Seefrachtspediteure
Nicht jeder Dienstleister bietet jedoch für jede Sendung dieselben Services.
Beim Vergleich sollten deshalb berücksichtigt werden:
- Preis
- Laufzeit
- Zollabfertigung
- Importlizenz-Unterstützung
- Tracking
- Versicherung
- Empfängerregion
- Handelsbeschränkungen
Gerade bei komplexeren Drittlandzielen lohnt sich deshalb ein zentraler Versandprozess mit mehreren möglichen Carriern.
Weitere Hinweise finden Sie unter sorgenfrei international versenden.
Häufige Fragen zum Versand
Kann ich ein Paket von Deutschland nach Myanmar versenden?
Ja. Waren können grundsätzlich von Deutschland nach Myanmar versendet werden. Da Myanmar außerhalb der EU liegt, sind vollständige Zollinformationen erforderlich. Zusätzlich müssen mögliche Importlizenzen und außenwirtschaftsrechtliche Beschränkungen geprüft werden.
Wie lange dauert ein Paket nach Myanmar?
DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von 8 bis 14 Werktagen. Expresssendungen können deutlich schneller sein. Die tatsächliche Laufzeit hängt jedoch auch von Einfuhrabfertigung, Importlizenz und Zielregion ab.
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Myanmar?
Myanmar erhebt keine Mehrwertsteuer nach europäischem Vorbild. Stattdessen gilt für viele Waren eine Commercial Tax von regulär 5 Prozent auf den maßgeblichen Einfuhrwert.
Wie hoch ist der Zoll in Myanmar?
Der konkrete Zollsatz hängt von der jeweiligen AHTN-Tarifposition ab. Die WTO weist aktuell einen durchschnittlich angewandten MFN-Zoll von 7,6 Prozent aus. Für einzelne Waren kann der tatsächliche Satz deutlich davon abweichen.
Brauche ich eine Importlizenz für Myanmar?
Das hängt von der konkreten Ware ab. Für zahlreiche Produkte wird eine Import License oder ein Import Permit benötigt. Diese werden in der Regel über das elektronische TradeNet-2.0-System beantragt.
Was ist TradeNet 2.0?
TradeNet 2.0 ist das elektronische System des Ministry of Commerce für Handelsregistrierungen sowie Import- und Exportlizenzen. Bei der Antragstellung werden unter anderem HS-Code, Warenbeschreibung, Preis, Menge und Wert geprüft.
Was ist MACCS?
MACCS steht für Myanmar Automated Cargo Clearance System. Das elektronische Zollsystem wird für Import-, Export- und weitere Zollprozesse verwendet.
Welche Dokumente brauche ich für Myanmar?
Typischerweise werden Handelsrechnung, Packing List und Transportdokument benötigt. Je nach Ware können zusätzlich Importlizenz, Ursprungszeugnis, FDA-Genehmigung oder andere Zertifikate erforderlich sein.
Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?
DHL nennt für Myanmar aktuell Englisch als zulässige Sprache für die Zollinhaltserklärung.
Kann ich DDP nach Myanmar versenden?
DDP kann von Carrier und Importkonstellation abhängen. Vorher sollten insbesondere Importeurstatus, Importlizenz, Zollsatz, Commercial Tax, mögliche weitere Steuern sowie Sanktions- und Exportkontrollanforderungen geprüft werden.
Gibt es EU-Sanktionen gegen Myanmar?
Ja. Die EU hat ihre restriktiven Maßnahmen bis zum 30. April 2027 verlängert. Sie betreffen bestimmte Personen und Organisationen sowie einzelne Waren und Verwendungszwecke. Normale zivile Waren sind dadurch nicht pauschal verboten, müssen aber abhängig von Empfänger, Ware und Endverwendung geprüft werden.
Welcher Hafen ist für Fracht nach Myanmar besonders wichtig?
Yangon ist der wichtigste internationale Hafenstandort. Die Hafenregion umfasst unter anderem Yangon Inner Harbour und Thilawa Outer Harbour und wickelt den überwiegenden Teil des regulären Außenhandels ab.





