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Paket nach Turkmenistan versenden: Zoll, VAT und Laufzeit

Von Deutschland nach Aşgabat, Türkmenbaşy oder Mary: Versand und Einfuhr richtig vorbereiten

Turkmenistan liegt in Zentralasien zwischen dem Kaspischen Meer, Iran, Afghanistan, Usbekistan und Kasachstan. Für deutsche Unternehmen können insbesondere Maschinen, Ersatzteile, Elektrotechnik, Pumpen, Automatisierungstechnik, Energie- und Anlagentechnik, Fahrzeugteile sowie Ausrüstung für Chemie, Bau, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung interessant sein.

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Bei Turkmenistan sind Dokumente und Importfreigaben genauso wichtig wie der Transportpreis

Der Zollprozess ist vergleichsweise dokumentenintensiv.

Bei gewerblichen Lieferungen sollten Vertrag, Rechnung, Warenursprung, Transportdokumente und gegebenenfalls Produktzertifikate bereits vor dem Versand vollständig abgestimmt sein.

15 % VAT berücksichtigen
Der reguläre Mehrwertsteuersatz beträgt 15 Prozent. Für bestimmte gesetzlich definierte Vorgänge gelten Befreiungen beziehungsweise ein Nullsatz.

Zollsatz nicht pauschal kalkulieren
Der Einfuhrzoll richtet sich nach der konkreten Warennummer. Neben prozentualen Tarifen existieren bei einzelnen Produkten auch spezifische Zölle je Kilogramm, Liter oder Einheit.

Dokumente elektronisch vorab übermitteln
Turkmenistan ermöglicht seit 2024 die elektronische Vorabübermittlung von Import- und Transitdaten. ASYCUDA World spielt dabei inzwischen die zentrale Rolle.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP nach Turkmenistan?

Vor dem Versand sollte eindeutig geregelt werden, wer die Einfuhrabfertigung und die Importkosten übernimmt.

Bei DAP organisiert der Verkäufer grundsätzlich die Beförderung bis zum vereinbarten Bestimmungsort.

Die Einfuhrabfertigung übernimmt grundsätzlich der Empfänger.

Dabei können unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • VAT
  • gegebenenfalls Excise Tax
  • 0,2 % Zollabfertigungsgebühr
  • Konformitäts- und Zertifizierungskosten
  • Customs-Broker-Kosten
  • Carrier- und Terminalgebühren
  • Lagerkosten

Bei DDP übernimmt der Verkäufer dagegen die vereinbarten Einfuhrkosten und weitergehenden Pflichten.

Bei Turkmenistan sollte DDP nur nach konkreter Prüfung angeboten werden.

Vorher sollten mindestens geklärt werden:

  • HS-Code
  • Zollwert
  • Einfuhrzoll
  • VAT
  • Excise Duty
  • Zollabfertigungsgebühr
  • Vertragsregistrierung
  • Certificate of Origin
  • Certificate of Conformity
  • Importgenehmigungen
  • lokaler Importeur
  • Zollagent

Gerade die regulatorischen Anforderungen können bei Turkmenistan einen größeren Einfluss auf die Abwicklung haben als ein paar Prozentpunkte Unterschied beim Frachttarif.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Turkmenistan?

Für Turkmenistan existiert kein pauschaler Einfuhrzoll.

Aktuelle Handelsinformationen zeigen für viele reguläre Waren typischerweise Zollsätze von ungefähr:

5 bis 10 %.

Für:

  • Maschinen
  • industrielle Ausrüstung
  • Energietechnik

können abhängig vom HS-Code niedrigere Sätze im Bereich von:

0 bis 5 %

gelten.

Andere Waren, insbesondere bestimmte Konsum- und Lebensmittelprodukte, können höher belastet werden.

Diese Werte dienen nur zur Orientierung.

Maßgeblich ist immer der konkrete turkmenische Zolltarif.

Bei einzelnen Waren gelten spezifische Zölle

Turkmenistans Zollverwaltung veröffentlicht zahlreiche konkrete Warentarife.

Diese werden teilweise nicht als Prozentsatz, sondern als feste Abgabe angegeben.

Beispiele für solche Tarifformen sind:

  • US-Dollar je Kilogramm
  • US-Dollar je Liter
  • US-Dollar je Tonne

Damit kann sich die Abgabenbelastung bei zwei Produkten mit ähnlichem Warenwert deutlich unterscheiden.

0,2 % Zollabfertigungsgebühr berücksichtigen

Zusätzlich zum eigentlichen Einfuhrzoll erhebt die turkmenische Zollverwaltung eine:

Customs Clearance Fee von 0,2 %.

Bei kommerziellen Einfuhren wird diese Gebühr grundsätzlich auf Grundlage des maßgeblichen Vertragswertes berechnet.

Auch der offizielle elektronische Zolltarifrechner führt:

0,2 % Customs Fees

als eigene Kostenposition.

Zollwert basiert grundsätzlich auf dem Transaktionswert

Der turkmenische Customs Code sieht als primäre Bewertungsmethode den:

Transaktionswert der eingeführten Waren

vor.

Zum tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preis können unter anderem hinzugerechnet werden:

  • Transportkosten bis zum Einfuhrort
  • Ladekosten
  • Entladekosten
  • Umschlagkosten
  • Versicherung
  • bestimmte Provisionen

Damit reicht der reine deutsche Nettowarenwert nicht zwingend als Zollwert aus.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Turkmenistan?

Der reguläre VAT-Satz beträgt:

15 %.

Das turkmenische Steuerrecht sieht daneben für bestimmte Vorgänge einen:

0-%-Satz

sowie verschiedene gesetzliche Befreiungen vor.

Für normale steuerpflichtige B2B-Geschäfte ist:

15 %

der relevante allgemeine Steuersatz.

Bei Einfuhren sollte die konkrete steuerliche Behandlung durch den Importeur beziehungsweise Zollagenten für die jeweilige Warenart geprüft werden.

Excise Tax kann zusätzlich entstehen

Neben VAT und Einfuhrzoll können für bestimmte Waren Verbrauchsteuern anfallen.

Turkmenistans Steuerrecht sieht Excise Tax insbesondere für ausgewählte Produktgruppen vor.

Dazu gehören unter anderem bestimmte:

  • alkoholische Getränke
  • Tabakwaren
  • Kraftstoffe
  • weitere gesetzlich definierte Waren

Für klassische Maschinen- oder Ersatzteilimporte ist Excise Tax dagegen normalerweise nicht die zentrale Abgabe.

ASYCUDA World ist zentraler Bestandteil der Zollabwicklung

Turkmenistan verwendet inzwischen:

ASYCUDA World.

Das elektronische Zollsystem wird unter anderem für:

  • Importanmeldungen
  • Transitverfahren
  • Vorabinformationen
  • Risikoprüfung
  • Zollabfertigung

eingesetzt.

Importdaten können vor Warenankunft übermittelt werden

Seit:

1. Juni 2024

können Carrier beziehungsweise andere Beteiligte elektronische Vorabinformationen über Waren einreichen, bevor diese die turkmenische Grenze erreichen.

Möglich ist dies über:

  • ASYCUDA World
  • TIR-EPD

Die Angaben können in:

  • Turkmenisch
  • Russisch
  • Englisch

übermittelt werden.

Sendungen mit korrekten Vorabinformationen können bei Customs bevorzugt abgefertigt werden.

ASYCUDA wird inzwischen intensiv genutzt

In den ersten neun Monaten 2025 wurden bereits für mehr als drei Viertel der importierten beziehungsweise transportierten Warensendungen Vorabinformationen eingereicht.

Bei den elektronischen Vorabmeldungen entfielen:

93 % auf ASYCUDA World

und:

7 % auf TIR-EPD.

Damit ist die digitale Voranmeldung inzwischen kein exotisches Zusatzverfahren mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil der praktischen Zollabwicklung.

Saubere Daten auf Rechnung, Packliste und Transportdokument sind deshalb besonders wichtig.

Eine strukturierte Erstellung solcher Unterlagen lässt sich mit automatisierten Versanddokumenten deutlich konsistenter gestalten.

Paket nach Turkmenistan versenden: Was Unternehmen vor dem Versand wissen sollten

Turkmenistan liegt in Zentralasien und grenzt an:

  • Kasachstan
  • Usbekistan
  • Afghanistan
  • Iran
  • Kaspisches Meer

Anders als klassische Binnenstaaten besitzt Turkmenistan zwar Zugang zum Kaspischen Meer, jedoch:

keinen direkten Zugang zum offenen Weltmeer.

Internationale Seefracht benötigt deshalb immer eine multimodale Verbindung.

Für den Warenverkehr nach Europa und Asien sind insbesondere:

  • Straße
  • Bahn
  • Kaspische Fähr- und RoRo-Verbindungen
  • Luftfracht

relevant.

Welche Dokumente brauche ich für Turkmenistan?

Bei kommerziellen Importen können typischerweise erforderlich sein:

  • Commercial Invoice beziehungsweise Handelsrechnung
  • Packing List
  • CMR bei Straßentransport
  • Bill of Lading bei Seetransport
  • Air Waybill bei Luftfracht
  • Customs Declaration
  • Certificate of Origin
  • Qualitätsnachweise
  • Certificate of Conformity
  • gegebenenfalls Import Licence oder weitere Genehmigungen

Bei vertraglich abgewickelten Importen kann außerdem die vorherige Registrierung des zugrunde liegenden Importvertrags erforderlich sein.

Der Vertrag sollte unter anderem Angaben enthalten zu:

  • Ware
  • Ursprung
  • Währung
  • Einzelpreis
  • Gesamtpreis

Die erforderliche Registrierung sollte abgeschlossen sein, bevor die Ware Turkmenistan erreicht.

Certificate of Origin kann eine wichtige Rolle spielen

Der Customs Code sieht ausdrücklich Nachweise über den Warenursprung vor.

Je nach Einfuhr kann Customs eine:

Declaration of Origin

oder ein:

Certificate of Origin

verlangen.

Die Herkunftsangabe sollte mit:

  • Handelsrechnung
  • Vertrag
  • Transportdokumenten

übereinstimmen.

Versandland und Ursprungsland sind dabei nicht automatisch identisch.

Produktzertifizierung vor der Einfuhr beachten

Die staatliche Standardisierungsbehörde:

Turkmenstandartlary

ist für die Zertifizierung von Produkten zuständig.

Für die Zertifizierung importierter Waren können unter anderem benötigt werden:

  • Antrag
  • Zollunterlagen
  • Importvertrag
  • Handelsrechnung
  • Qualitätsunterlagen

Nicht jede Importkonstellation wird identisch behandelt.

Beispielsweise können Waren, die lediglich in einem Zolllager verpackt und anschließend wieder ausgeführt werden, von bestimmten Zertifizierungspflichten ausgenommen sein.

Für eine normale endgültige B2B-Einfuhr sollte der Importeur deshalb frühzeitig prüfen, welche Konformitätsanforderungen gelten.

Wie lange dauert ein Paket nach Turkmenistan?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:

8 bis 14 Werktage.

Die Lagerfrist beträgt:

60 Tage.

Die tatsächliche Laufzeit kann zusätzlich beeinflusst werden durch:

  • Zollabfertigung
  • Vertragsregistrierung
  • fehlende Dokumente
  • Zertifizierung
  • Importgenehmigungen
  • Empfängerstandort

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • hochwertige Komponenten
  • technische Anlagen

sollte zusätzlich ein Expressservice geprüft werden.

Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL nennt aktuell:

Englisch

sowie bei Filialsendungen:

Russisch

als zulässige Sprachen.

Für internationale B2B-Sendungen eignet sich daher eine präzise englische Warenbeschreibung.

Nicht:

„Machine parts“

sondern beispielsweise:

„Stainless steel replacement shaft for industrial textile machine“

Damit werden Produktart, Material und Verwendungszweck wesentlich klarer.

Adresse nach Turkmenistan richtig schreiben

DHL verlangt:

  • lateinische Buchstaben
  • arabische Ziffern

für die Empfängeradresse.

Eine beispielhafte Geschäftsadresse kann lauten:


ABC Industrial Company
25 Atabayev Street
744000 ASHGABAT
TURKMENISTAN

Zusätzlich sollten möglichst:

  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse

des Empfängers übermittelt werden.

DHL weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Kontaktdaten die Zustellkoordination verbessern und kostenpflichtige Rücksendungen vermeiden können.

Aşgabat ist das wichtigste Wirtschafts- und Importzentrum

Aşgabat ist Hauptstadt und wichtigstes administratives Zentrum des Landes.

Viele:

  • Importeure
  • Behörden
  • Industrieunternehmen
  • Großhändler
  • internationale Unternehmen

sind dort angesiedelt.

Für kleinere B2B-Sendungen und Expressverkehre ist die Hauptstadtregion deshalb besonders relevant.

Türkmenbaşy ist das maritime Tor des Landes

Der:

Türkmenbaşy International Seaport

liegt an der Ostküste des Kaspischen Meeres.

Der Hafen besitzt spezialisierte Terminals für:

  • Container
  • General Cargo
  • Bulk Cargo
  • RoRo- und Fährverkehr
  • Polypropylen
  • Ölprodukte

Damit ist Türkmenbaşy besonders wichtig für internationale multimodale Fracht.

Für deutsche Waren kann beispielsweise eine Transportkette über:

Europa → Kaukasus → Kaspisches Meer → Türkmenbaşy → Aşgabat

infrage kommen.

Transkaspische Routen verbinden Turkmenistan mit Europa

Eine wichtige Logistikoption führt über das Kaspische Meer.

Abhängig von Carrier und Route können Waren unter anderem über:

  • Aserbaidschan
  • Georgien
  • Türkei
  • Kaspisches Meer

nach Turkmenistan gelangen.

Damit ist der Hafen Türkmenbaşy Bestandteil verschiedener internationaler Transportkorridore.

Für Maschinen, Paletten und Container sollte deshalb nicht nur der reine Seefrachtpreis betrachtet werden.

Entscheidend ist die komplette multimodale Kette bis zum Empfänger.

Bahnverbindung Aşgabat–Türkmenbaşy wird 2026 modernisiert

Im Januar 2026 wurde eine umfassende Modernisierung der Bahnstrecke:

Aşgabat–Türkmenbaşy

angekündigt.

Die Verbindung ist strategisch wichtig, weil sie den Hafen mit dem Landesinneren verbindet.

Gleichzeitig ist sie Bestandteil beziehungsweise Bindeglied internationaler Korridore wie:

  • TRACECA
  • Lapis Lazuli
  • North–South Corridor
  • East–West Corridor

Für größere Warenströme kann der Ausbau die Verbindung zwischen Hafen, Hauptstadt und regionalen Transitwegen langfristig verbessern.

TIR-EPD erleichtert Straßentransit

Für internationale Straßentransporte ist Turkmenistan an das:

TIR-System

angebunden.

TIR-EPD ist mit ASYCUDA World integriert.

Dadurch können Vorabinformationen für Transitwaren elektronisch übermittelt werden.

Für entsprechende Lkw-Verkehre existieren an Grenzübergängen außerdem priorisierte:

Green Channels.

Für Straßengüterverkehr und Transit kann dies die Grenzabwicklung beschleunigen.

Turkmenistan ist noch kein WTO-Mitglied

Turkmenistan besitzt seit:

2020

Beobachterstatus bei der Welthandelsorganisation.

Der formelle WTO-Beitrittsprozess wurde anschließend eingeleitet.

Eine Working Party besteht seit:

23. Februar 2022.

Auch 2026 laufen technische Arbeiten zur Vorbereitung der eigentlichen Beitrittsverhandlungen.

Im Mai 2026 unterstützte die WTO Turkmenistan beispielsweise bei der Aktualisierung des Memorandums über das Außenhandelsregime.

Damit gilt aktuell:

Turkmenistan ist WTO-Beobachter und Beitrittskandidat, aber noch kein WTO-Mitglied.

Keine allgemeine EU-Zollpräferenz für deutsche Exporte

Die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Turkmenistan werden derzeit unter anderem durch ein:

Interimsabkommen über Handel und handelsbezogene Fragen

geregelt.

Dieses gilt seit 2010.

Es handelt sich jedoch nicht um ein modernes Freihandelsabkommen, das deutschen Ursprungserzeugnissen allgemein einen reduzierten turkmenischen Einfuhrzoll gewährt.

Für:

Deutschland → Turkmenistan

sollte deshalb grundsätzlich der tatsächlich geltende turkmenische Einfuhrtarif geprüft werden.

Turkmenistan ist kein EU-GSP-Begünstigter

Turkmenistan gehört aufgrund seiner Einstufung als:

Upper-Middle-Income Economy

nicht mehr zum europäischen GSP-System.

Das unterscheidet das Land beispielsweise von anderen zentralasiatischen Staaten wie Usbekistan oder Kirgisistan.

Damit sollte Turkmenistan auf aktuellen Zollseiten weder als:

  • GSP-Land
  • GSP+-Land
  • EBA-Land

bezeichnet werden.

Brauche ich eine EUR.1 für Turkmenistan?

Für eine normale Warenlieferung:

Deutschland → Turkmenistan

besteht derzeit keine allgemeine Präferenzregelung, durch die eine EUR.1 automatisch den Einfuhrzoll reduziert.

Eine EUR.1 sollte deshalb nicht pauschal eingeplant werden.

Relevant kann dagegen ein:

nichtpräferenzielles Certificate of Origin

sein.

Der Customs Code sieht Ursprungsnachweise ausdrücklich vor, wenn der Warenursprung Einfluss auf Zoll, Steuern oder Einfuhrbeschränkungen hat.

Fracht nach Turkmenistan ist meist multimodal

Bei:

  • Paletten
  • Maschinen
  • mehreren Packstücken
  • Containern

kommen insbesondere Kombinationen aus:

  • Lkw
  • Bahn
  • Kaspischer Fähre
  • Luftfracht

infrage.

Der optimale Transportweg hängt stark von:

  • Abgangsort
  • Zielort
  • Gewicht
  • Warenart
  • Transitstaaten
  • Carrier-Verfügbarkeit

ab.

Mehr dazu finden Sie unter internationaler Frachtversand für Unternehmen.

Wiederkehrende Exporte automatisieren

Gerade bei Turkmenistan lohnt es sich, wiederkehrende Artikel- und Dokumentendaten sauber zu speichern.

Dazu gehören:

  • Artikelbezeichnung
  • HS-Code
  • Ursprungsland
  • Warenwert
  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Zertifizierungsinformationen

Diese Daten können über ERP- und Shopanbindungen in den Versandprozess übernommen werden.

Unternehmen mit SAP können beispielsweise eine SAP-Versandschnittstelle nutzen, damit Versand- und Artikeldaten nicht für jede Lieferung erneut manuell erfasst werden müssen.

Versandkosten berechnen

Diese Fehler verzögern Sendungen nach Turkmenistan

Typische Probleme entstehen weniger durch die reine Transportstrecke als durch fehlende oder widersprüchliche Importdokumente.

Häufige Fehler sind:

  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • HS-Code fehlt oder ist falsch
  • Warenwert ist nicht nachvollziehbar
  • Ursprungsland fehlt
  • Vertrag wurde nicht rechtzeitig registriert
  • Certificate of Origin fehlt
  • Certificate of Conformity wurde nicht geprüft
  • Importgenehmigung fehlt
  • Invoice und registrierter Vertrag enthalten unterschiedliche Angaben
  • Transportdokument und Zollanmeldung stimmen nicht überein
  • Zollabfertigungsgebühr wird nicht kalkuliert
  • produktbezogener spezifischer Zoll wird übersehen
  • Turkmenistan wird fälschlich als WTO-Mitglied dargestellt
  • EUR.1 wird unnötig als Präferenznachweis vorgesehen
  • GSP wird fälschlich angenommen
  • Empfänger ist für Customs-Rückfragen nicht erreichbar

Gerade bei regelmäßigem Export können standardisierte Artikeldaten und automatisierte Versanddokumente helfen, solche Abweichungen zu vermeiden.

Welche Waren werden nach Turkmenistan importiert?

Turkmenistans Wirtschaft ist stark durch:

  • Erdgas
  • Energie
  • Petrochemie
  • Bauwesen
  • Textilindustrie
  • Landwirtschaft
  • Transport und Logistik

geprägt.

Für deutsche B2B-Unternehmen können insbesondere folgende Produkte interessant sein:

  • Maschinen und Produktionsanlagen
  • Maschinenersatzteile
  • Pumpen und Kompressoren
  • Elektrotechnik
  • Automatisierungs- und Steuerungstechnik
  • Mess- und Prüftechnik
  • Werkzeuge
  • Hydraulik- und Pneumatikkomponenten
  • Energie- und Anlagentechnik
  • Fahrzeug- und Nutzfahrzeugteile
  • Landmaschinen
  • Lebensmittel- und Verpackungstechnik
  • Textilmaschinen
  • Klima- und Kältetechnik
  • IT- und Kommunikationstechnik

Gerade Maschinen und industrielle Ausrüstung können im Vergleich zu stärker geschützten Konsumwaren niedrigeren Zollsätzen unterliegen.

Eine pauschale Aussage wie:

„Turkmenistan erhebt 5 Prozent Zoll“

ist trotzdem nicht sinnvoll.

Der konkrete Tarif muss immer anhand des HS-Codes geprüft werden.

Turkmenistans Zollverwaltung betreibt dafür einen eigenen elektronischen Tarifrechner.

Bei einzelnen Produktgruppen gelten außerdem spezifische Zölle.

Diese können beispielsweise als:

  • US-Dollar je Kilogramm
  • US-Dollar je Liter
  • US-Dollar je Tonne
  • prozentualer Zollsatz

festgelegt sein.

Für Unternehmen mit vielen wiederkehrenden Artikeln lohnt sich deshalb eine zentrale Pflege der Zoll- und Ursprungsdaten.

Über eine SAP-Versandschnittstelle können solche Artikel- und Versanddaten beispielsweise automatisiert in Versandprozesse übernommen werden.

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Versandinformationen: Turkmenistan

Standard, Express oder Fracht nach Turkmenistan?

Welche Versandart sinnvoll ist, hängt insbesondere ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Warenwert
  • Dringlichkeit
  • Zielort

Für kleinere und weniger zeitkritische Warensendungen kann Standard-Paketversand genutzt werden.

DHL nennt aktuell:

8 bis 14 Werktage.

Für:

  • dringende Ersatzteile
  • Produktionsmaterial
  • Medizintechnik
  • hochwertige Komponenten

kann Express sinnvoller sein.

Für:

  • Maschinen
  • Paletten
  • mehrere Packstücke
  • schwere Waren
  • Container

kommen insbesondere Straßen-, Bahn-, Luft- und multimodale Frachtlösungen infrage.

Turkmenistan verbindet Landverkehr mit dem Kaspischen Meer

Für Waren aus Deutschland kommen insbesondere infrage:

  • Paket- und Expressnetzwerke
  • Straßengüterverkehr
  • Bahntransport
  • Luftfracht
  • multimodale Verbindungen über das Kaspische Meer

Ein wichtiger Logistikstandort ist:

Türkmenbaşy International Seaport.

Der Hafen besitzt spezialisierte:

  • Containerterminals
  • General-Cargo-Terminals
  • RoRo- und Fähranlagen
  • Bulk-Terminals

und verbindet das turkmenische Bahn- und Straßennetz mit dem Kaspischen Meer.

2026 wird außerdem die strategische Bahnstrecke zwischen Aşgabat und Türkmenbaşy modernisiert.

Bei größeren Waren sollte daher immer die gesamte multimodale Route betrachtet werden.

Welche Importkosten können in Turkmenistan entstehen?

Abhängig von der Ware können unter anderem entstehen:

  • HS-Code-abhängiger Einfuhrzoll
  • allgemein 15 % VAT
  • gegebenenfalls Excise Duty
  • 0,2 % Customs Clearance Fee
  • Zertifizierungsgebühren
  • Customs-Broker-Kosten
  • Carrier- und Lagerkosten

Aktuelle Handelsinformationen nennen für viele Importwaren Zölle im Bereich von ungefähr:

5 bis 10 %.

Für Maschinen und industrielle Ausrüstung können niedrigere Tarife im Bereich von:

0 bis 5 %

gelten.

Einzelne Waren besitzen dagegen spezifische oder höhere Tarife.

Deshalb sollte immer der offizielle Zolltarif beziehungsweise Tarifrechner verwendet werden.

Was kostet ein Paket nach Turkmenistan?

Der konkrete Transportpreis hängt insbesondere ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Carrier
  • Versandservice
  • Zielort
  • Warenart
  • Zusatzleistungen

Bei großen, aber relativ leichten Kartons kann das Volumengewicht den Transportpreis bestimmen.

Mehr dazu finden Sie unter Volumengewicht verstehen und richtig berechnen.

DHL Paket International ermöglicht aktuell Pakete bis:

20 kg.

Die reguläre Paketversicherung beträgt:

bis 500 Euro.

Eine Höherversicherung wird für Turkmenistan derzeit nicht angeboten.

Sperrgut ist dagegen innerhalb besonderer Grenzwerte möglich.

Aktuell gelten für quaderförmiges Sperrgut:

  • maximal 150 cm Länge
  • maximal 300 cm Gurtmaß
  • maximal 20 kg

E-Commerce nach Turkmenistan: Einfuhrbedingungen vor dem Checkout prüfen

Für deutsche Onlinehändler ist Turkmenistan ein Drittlandziel.

Die EU-IOSS-Regelung gilt dort nicht.

Beim Empfänger können zusätzlich zum Kaufpreis unter anderem entstehen:

  • Einfuhrzoll
  • Steuern
  • Zollabfertigungsgebühren
  • gegebenenfalls Zertifizierungs- oder Genehmigungskosten

Bei DAP übernimmt grundsätzlich der Empfänger die Einfuhrabfertigung.

Bei DDP müssten diese Kosten entsprechend der Lieferbedingung bereits durch den Verkäufer berücksichtigt werden.

Gerade wegen möglicher:

  • Vertragsregistrierungen
  • Produktzertifizierungen
  • Importgenehmigungen

eignet sich Turkmenistan weniger für vollkommen ungeprüften internationalen Massenversand als viele klassische E-Commerce-Ziele.

Für B2B-Shops sollte deshalb bereits im Checkout klar erkennbar sein:

  • welche Versandart angeboten wird
  • ob DAP oder DDP gilt
  • ob Importkosten enthalten sind
  • ob zusätzliche Dokumente erforderlich sein können

Mehr dazu finden Sie unter Versandkosten und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

ASYCUDA World und TIR-EPD beschleunigen Vorabprozesse

Elektronische Vorabinformationen können bereits vor dem Eintreffen der Ware übermittelt werden.

ASYCUDA World ist dabei inzwischen der wichtigste digitale Kanal.

Bei internationalen Straßentransporten ist zusätzlich TIR-EPD integriert.

Das kann insbesondere bei:

  • Lkw-Fracht
  • Transit
  • regelmäßigen B2B-Verkehren

die Grenzabfertigung erleichtern.

Zertifizierung ist für viele Waren ein zentraler Importbestandteil

Turkmenstandartlary prüft importierte Produkte auf die geltenden nationalen Anforderungen.

Bei technischen Produkten sollte deshalb nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass eine bestehende europäische CE-Kennzeichnung allein sämtliche lokalen Anforderungen erfüllt.

Der Importeur sollte die konkrete Zertifizierung vor Versand klären.

Kein GSP und keine allgemeine EU-Zollpräferenz

Turkmenistan ist aufgrund seines Einkommensstatus kein Begünstigter des EU-GSP.

Auch das bestehende EU-Turkmenistan-Interimsabkommen stellt kein allgemeines Freihandelsabkommen dar.

Für deutsche Exporte muss deshalb der aktuelle turkmenische Zolltarif angewendet werden.

WTO-Beitritt läuft, ist aber noch nicht abgeschlossen

Turkmenistan besitzt WTO-Beobachterstatus und arbeitet am formellen Beitritt.

2026 laufen weiterhin technische Vorbereitungen für die Beitrittsverhandlungen.

Das Land sollte daher auf aktuellen Versandseiten noch nicht als WTO-Mitglied bezeichnet werden.

Welcher Carrier eignet sich für Turkmenistan?

Beim Carriervergleich sollten berücksichtigt werden:

  • Transportpreis
  • Laufzeit
  • Zollservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • maximales Gewicht
  • maximale Abmessungen
  • Zielort

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand:

8 bis 14 Werktage.

Die Lagerfrist beträgt:

60 Tage.

Für die Zollinhaltserklärung können verwendet werden:

  • Englisch
  • Russisch bei Filialsendungen

DHL Paket International ermöglicht aktuell:

  • Pakete bis 20 kg
  • Sendungsverfolgung
  • reguläre Versicherung bis 500 Euro
  • Sperrgut bis 20 kg innerhalb der länderspezifischen Grenzen

Eine Höherversicherung wird derzeit nicht angeboten.

Für große, schwere oder dringend benötigte B2B-Waren sollten Express- beziehungsweise Frachtlösungen separat verglichen werden.

Häufige Fragen zum Versand

Kann ich ein Paket von Deutschland nach Turkmenistan versenden?

Ja. Pakete und Geschäftswaren können von Deutschland nach Turkmenistan versendet werden. Da Turkmenistan außerhalb der Europäischen Union liegt, sind für Warensendungen vollständige Zollinformationen erforderlich.

Wie lange dauert ein Paket nach Turkmenistan?

DHL nennt aktuell für Standard-Paketversand eine Laufzeitorientierung von 8 bis 14 Werktagen. Zollabfertigung, Zertifizierung, Importgenehmigungen und fehlende Unterlagen können die tatsächliche Laufzeit verlängern.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in Turkmenistan?

Der allgemeine Mehrwertsteuersatz beträgt 15 Prozent. Für bestimmte gesetzlich definierte Vorgänge gelten ein Nullsatz oder Steuerbefreiungen.

Wie hoch ist der Einfuhrzoll in Turkmenistan?

Der Einfuhrzoll richtet sich nach dem HS-Code. Für viele Waren liegen aktuelle Orientierungswerte bei etwa 5 bis 10 Prozent. Maschinen und industrielle Ausrüstung können abhängig von der Tarifposition niedrigere Zollsätze aufweisen. Einzelne Waren werden mit spezifischen Tarifen je Gewicht oder Einheit belastet.

Welche Zollabfertigungsgebühr fällt in Turkmenistan an?

Bei der Zollabfertigung wird eine Customs Clearance Fee von 0,2 Prozent erhoben. Die Position wird auch im offiziellen elektronischen Tarifrechner der turkmenischen Zollverwaltung ausgewiesen.

Was ist ASYCUDA World in Turkmenistan?

ASYCUDA World ist das elektronische Zollsystem der turkmenischen Zollverwaltung. Darüber können unter anderem Zollverfahren und elektronische Vorabinformationen für Import- und Transitwaren verarbeitet werden.

Welche Dokumente brauche ich für Turkmenistan?

Bei kommerziellen Einfuhren können unter anderem Handelsrechnung, Packing List, Transportdokument, Zollanmeldung, Ursprungsnachweis, Qualitätsunterlagen und Certificate of Conformity erforderlich sein. Abhängig von der Ware können zusätzliche Importgenehmigungen notwendig werden.

Brauche ich ein Certificate of Conformity?

Für zahlreiche importierte Produkte spielt die Konformitätszertifizierung durch Turkmenstandartlary eine wichtige Rolle. Ob und welche Zertifizierung benötigt wird, sollte der Importeur vor dem Versand für die konkrete Ware prüfen.

Brauche ich eine EUR.1 für Turkmenistan?

Für normale deutsche Exporte nach Turkmenistan besteht keine allgemeine EU-Präferenz, bei der eine EUR.1 automatisch den Einfuhrzoll reduziert. Ein nichtpräferenzielles Certificate of Origin kann dagegen je nach Einfuhr erforderlich sein.

Ist Turkmenistan Mitglied der WTO?

Nein. Turkmenistan besitzt WTO-Beobachterstatus und befindet sich im Beitrittsprozess. Auch 2026 laufen weiterhin technische Vorbereitungen für die formellen Beitrittsverhandlungen.

Wie werden Maschinen und Paletten nach Turkmenistan transportiert?

Neben Straße, Bahn und Luftfracht sind multimodale Routen über den Türkmenbaşy International Seaport am Kaspischen Meer wichtig. Je nach Route können Waren über den Kaukasus und das Kaspische Meer nach Turkmenistan gelangen.

Kann ich nach Turkmenistan DDP versenden?

Eine DDP-Lieferung kann abhängig von Carrier und Importkonstellation möglich sein. Vorab sollten jedoch Importeur, Zollagent, HS-Code, Zoll, VAT, Customs Clearance Fee, Vertragsregistrierung, Konformitätszertifizierung und notwendige Importgenehmigungen geprüft werden.

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