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Paket nach Martinique versenden: Zoll, TVA und Octroi de mer

Versand von Deutschland nach Fort-de-France: Warum Martinique steuerlich ein Sonderfall ist

Martinique liegt in der Karibik und gehört als französisches Überseedepartement zur Europäischen Union. Beim Versand aus Deutschland gibt es trotzdem eine Besonderheit: Martinique gehört zum Zollgebiet der EU, aber nicht zum EU-Mehrwertsteuergebiet.

  • Versand von Deutschland nach Martinique
  • EU-Zollgebiet mit besonderer Steuerregelung
  • Paket-, Express- und Frachtlösungen
  • Versand nach Fort-de-France und weitere Orte
  • 8,5 % reguläre TVA berücksichtigen
  • Octroi de mer nach Warenart prüfen
  • kein klassischer Einfuhrzoll bei Unionswaren
  • steuerliche Zollanmeldung erforderlich
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Martinique ist EU-Gebiet und trotzdem kein normaler EU-Versand

Genau dieser Sonderstatus sorgt regelmäßig für Verwirrung.

Martinique gehört zum Zollgebiet der Europäischen Union. Die EU-Mehrwertsteuervorschriften gelten dort jedoch nicht.

Sendungen aus Deutschland müssen deshalb steuerlich abgefertigt werden, obwohl die Ware das EU-Zollgebiet nicht verlässt.

Kein klassischer Drittlandszoll auf Unionswaren
Waren mit Unionsstatus werden bei einer Lieferung aus Deutschland nach Martinique grundsätzlich nicht mit einem normalen Einfuhrzoll belastet. Steuerliche Einfuhrformalitäten bleiben trotzdem bestehen.

8,5 % TVA statt 19 % deutscher Umsatzsteuer
In Martinique beträgt der reguläre lokale Mehrwertsteuersatz 8,5 Prozent. Für bestimmte Waren und Leistungen gelten reduzierte beziehungsweise besondere Sätze.

Octroi de mer zusätzlich prüfen
Neben der TVA können Octroi de mer und Octroi de mer régional entstehen. Die Höhe richtet sich nach der Ware und kann deshalb nicht sinnvoll mit einem einzigen pauschalen Satz angegeben werden.

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Wichtige Informationen zu Zoll & Einfuhrabgaben

DAP oder DDP nach Martinique: Wer übernimmt die lokalen Abgaben?

Auch wenn Martinique Teil Frankreichs und der Europäischen Union ist, sollte bei einer Geschäftslieferung klar geregelt sein, wer die steuerliche Einfuhrabfertigung und die lokalen Abgaben übernimmt.

Bei einer DAP-Lieferung können auf Empfängerseite insbesondere entstehen:

  • lokale TVA
  • Octroi de mer
  • Octroi de mer régional
  • gegebenenfalls produktspezifische Abgaben
  • Abfertigungsgebühren des Carriers

Bei DDP werden die vereinbarten Einfuhrkosten dagegen vom Versender übernommen.

Vor einem verbindlichen DDP-Angebot sollten deshalb mindestens bekannt sein:

  • Zolltarifnummer
  • Warenwert
  • Unionsstatus der Ware
  • TVA-Satz
  • Octroi-de-mer-Satz
  • Octroi-de-mer-régional-Satz

Gerade bei Martinique reicht deshalb die Aussage „EU-Lieferung“ für eine Kostenkalkulation nicht aus.

Eine vollständige Landed-Cost-Berechnung hilft, Transport und lokale Abgaben gemeinsam zu betrachten.

Fällt bei einem Paket nach Martinique Zoll an?

Hier ist die Unterscheidung zwischen Zoll und Steuern besonders wichtig.

Martinique gehört zum:

Zollgebiet der Europäischen Union.

Für Waren mit Unionsstatus, die aus Deutschland nach Martinique geschickt werden, entsteht deshalb grundsätzlich kein klassischer Einfuhrzoll wie bei einer Lieferung in ein Drittland.

Trotzdem wird die Sendung steuerlich als Einfuhr behandelt.

Möglich sind insbesondere:

  • TVA
  • Octroi de mer
  • Octroi de mer régional
  • gegebenenfalls Verbrauchsteuern

Bei Waren ohne Unionsstatus können dagegen zusätzliche zollrechtliche Fragen entstehen.

Für die Abgabenberechnung spielt außerdem die sogenannte valeur en douane beziehungsweise der Zollwert eine Rolle.

Die französische Zollverwaltung verwendet diesen Wert unter anderem als Bemessungsgrundlage für den externen Octroi de mer.

Mehr dazu finden Sie unter Zollwert berechnen.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Martinique?

Martinique besitzt ein eigenes, gegenüber dem französischen Festland reduziertes TVA-System.

Der reguläre Satz beträgt:

8,5 % TVA

Für bestimmte Waren und Leistungen gilt ein reduzierter Satz von:

2,1 %

Daneben bestehen einzelne besondere Sätze.

Für ausgewählte Güter des täglichen Bedarfs bestehen außerdem Steuerbefreiungen beziehungsweise besondere Nullregelungen.

Für einen normalen Warenimport sollte deshalb nicht automatisch mit dem französischen Festlandssatz von 20 Prozent gerechnet werden.

Ebenso wenig sollte pauschal angenommen werden, dass jede Ware mit 8,5 Prozent belastet wird.

Der tatsächlich anwendbare Satz hängt von der Warenart ab.

TVA regulär: 8,5 %

Octroi de mer: Die wichtigste Besonderheit beim Versand nach Martinique

Neben der TVA besitzt Martinique eine besondere lokale Warenbesteuerung.

Sie besteht aus:

Octroi de mer

und:

Octroi de mer régional.

Diese Abgaben werden grundsätzlich auch auf Waren erhoben, die aus Deutschland oder einem anderen EU-Staat nach Martinique geliefert werden.

Die Höhe hängt von der jeweiligen Zolltarifnummer ab.

Als Orientierung liegen viele Octroi-de-mer-Sätze im Bereich von:

7 bis 15 Prozent.

Bei bestimmten Waren sind jedoch deutlich höhere oder auch niedrigere Sätze möglich.

Das Octroi de mer régional liegt häufig bei:

1,5 oder 2,5 Prozent.

Auch hiervon gibt es produktbezogene Besonderheiten und Befreiungen.

2026 bestehen in Martinique beispielsweise aktuelle Befreiungslisten für bestimmte Waren und Wirtschaftszweige.

Für eine konkrete B2B-Sendung sollte deshalb immer die Zolltarifnummer herangezogen werden.

Das ist einer dieser Momente, in denen ein pauschaler Ländersatz zwar angenehm aussehen würde, aber leider hauptsächlich angenehm falsch wäre.

Paket nach Martinique versenden: Warum trotz EU Zollunterlagen erforderlich sind

Martinique ist eine französische Region in der Karibik.

Die Hauptstadt:

Fort-de-France

ist zugleich eines der wichtigsten Wirtschafts- und Logistikzentren der Insel.

Politisch ist Martinique Teil Frankreichs und der Europäischen Union.

Steuerlich gelten jedoch Sonderregeln.

Die Europäische Kommission unterscheidet ausdrücklich:

  • EU-Territorium: Ja
  • EU-Zollregeln: Ja
  • EU-Mehrwertsteuerregeln: Nein
  • EU-Verbrauchsteuerregeln: Nein

Genau deshalb benötigt ein Paket aus Deutschland nach Martinique trotz EU-Zugehörigkeit zusätzliche Zoll- beziehungsweise Steuerinformationen.

Ist Martinique ein Drittland?

Nein – jedenfalls nicht im klassischen zollrechtlichen Sinn.

Martinique gehört vollständig zum Zollgebiet der Europäischen Union.

Für Zwecke der Mehrwertsteuer wird die Insel gegenüber Deutschland und den anderen EU-Mitgliedstaaten jedoch wie ein Drittgebiet behandelt.

Das bedeutet:

Zollrechtlich EU, steuerlich Sondergebiet.

Für eure interne Website-Systematik ist das deshalb ein Sonderfall.

Wenn der Drittland-Schalter lediglich dafür sorgt, dass Zoll- und Einfuhrinformationen eingeblendet werden, sollte Martinique technisch wie ein Sonderzollziel behandelt werden.

Im sichtbaren Text sollte es jedoch nicht als klassisches Drittland bezeichnet werden.

Welche Unterlagen brauche ich für Martinique?

Für eine gewerbliche Sendung sollten insbesondere vorhanden sein:

  • Handelsrechnung
  • präzise Warenbeschreibung
  • Zolltarifnummer
  • Warenwert
  • Ursprungsland
  • Gewicht
  • Transportdaten
  • Empfängerdaten

Je nach Ware können zusätzliche Dokumente erforderlich sein.

Bei kostenlosen Mustern, Garantieersatz oder anderen Sendungen ohne klassischen Verkauf kann eine Proforma-Rechnung verwendet werden.

Die Abfertigung erfolgt auf Grundlage einer Zollanmeldung, über die insbesondere TVA und Octroi de mer berechnet werden können.

Brauche ich eine EUR.1 für Martinique?

Für eine normale Unionsware aus Deutschland:

Nein.

Martinique gehört zum EU-Zollgebiet.

Eine EUR.1 dient dagegen dem Nachweis eines Präferenzursprungs im Handel mit bestimmten Drittstaaten.

Für eine normale Warenbewegung Deutschland → Martinique ist sie deshalb nicht der richtige Präferenznachweis.

Entscheidend ist vielmehr, dass der Status und die Herkunft der Ware korrekt dokumentiert werden.

Muss ich eine ABD für Martinique erstellen?

Martinique ist kein normales Drittlandsziel.

Trotzdem bestehen aufgrund der besonderen steuerlichen Territorialität Zollformalitäten.

Bei Warenbewegungen zwischen einem DROM und einem anderen EU-Mitgliedstaat werden spezielle Zollanmeldungen verwendet.

Welche Erklärung im konkreten Versandprozess erforderlich ist, hängt von Warenstatus, Versandweg und Verfahren des eingesetzten Carriers beziehungsweise Zollsystems ab.

Deshalb sollte Martinique in automatisierten Versandprozessen nicht einfach genauso behandelt werden wie eine normale innergemeinschaftliche Lieferung nach Frankreich.

Wie lange dauert ein Paket nach Martinique?

Beim Standardpaket sollte relativ viel Zeit eingeplant werden.

DHL nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von:

mehr als 30 Werktagen.

Für dringende Geschäftssendungen ist Express deshalb erheblich interessanter.

DHL Express Worldwide nennt für zentrale Zielgebiete regulär:

3 Werktage im Hauptlauf.

Bei Sendungen mit steuerlicher beziehungsweise abgabenrechtlicher Abfertigung weist DHL einen zusätzlichen Tag aus.

Damit kann für eine Express-Warensendung grob eine Orientierung von:

3 bis 4 Werktagen

angesetzt werden.

Diese Laufzeiten sind nicht garantiert und können je nach Postleitzahl und Abfertigung abweichen.

Welche Sprache sollte ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL akzeptiert für Martinique:

  • Englisch
  • Französisch

Französisch ist die Amtssprache der Insel.

Bei B2B-Sendungen kann deshalb eine französische Warenbeschreibung sinnvoll sein.

Nicht:

„Pièces“

sondern beispielsweise:

„Pompe centrifuge électrique en acier inoxydable pour installation de traitement d’eau“

Eine präzise Warenbezeichnung erleichtert die Tarifierung und die Berechnung des Octroi de mer.

Adresse auf Martinique richtig schreiben

Martinique verwendet das französische Postleitzahlensystem mit dem Département-Code:

972

Ein Beispiel lautet:


Example Caraïbes SARL
24 Rue Victor Hugo
97200 FORT-DE-FRANCE
MARTINIQUE

Telefonnummer und E-Mail-Adresse des Empfängers sollten ebenfalls angegeben werden.

Gerade bei steuerlichen Rückfragen kann eine direkte Kontaktmöglichkeit die Abfertigung beschleunigen.

Zolldaten für Martinique nicht wie Frankreich behandeln

In Shop- oder ERP-Systemen liegt ein praktisches Problem darin, dass Martinique politisch zu Frankreich gehört.

Wird deshalb automatisch dieselbe Versand- und Steuerlogik wie für Paris verwendet, können notwendige Zollinformationen fehlen.

Bei regelmäßigen Lieferungen sollten deshalb eigene Regeln für französische Überseegebiete eingerichtet werden.

Wichtige Daten sind:

  • HS-Code
  • Warenbeschreibung
  • Warenwert
  • Ursprung
  • Gewicht
  • Bestimmungsgebiet

Wie solche Daten automatisiert übernommen werden können, erklären wir unter Versanddokumente automatisieren.

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Diese Fehler verzögern Sendungen nach Martinique

Die größte Fehlerquelle ist die Annahme:

„Martinique ist Frankreich, also ist es ein normaler EU-Versand.“

Genau das ist steuerlich nicht richtig.

Typische Probleme sind:

  • keine Zollinformationen hinterlegt
  • Handelsrechnung fehlt
  • Warenbeschreibung ist zu allgemein
  • HS-Code fehlt oder ist falsch
  • 19 oder 20 % Festlands-Umsatzsteuer falsch eingeplant
  • Octroi de mer nicht berücksichtigt
  • Martinique fälschlich als klassisches Drittland behandelt
  • Postleitzahl oder Département nicht korrekt angegeben

Besonders wichtig ist deshalb die Trennung zwischen:

EU-Zollstatus

und:

steuerlichem Status.

Wer diese beiden Dinge auseinanderhält, hat den kompliziertesten Teil der Sache bereits verstanden.

Welche Waren werden nach Martinique geliefert?

Martinique ist bei vielen Industrie- und Konsumgütern auf Lieferungen von außerhalb der Insel angewiesen.

2025 stiegen besonders die Einfuhren von mechanischen Geräten sowie elektrischer, elektronischer und informationstechnischer Ausrüstung deutlich.

Für deutsche Unternehmen können deshalb beispielsweise folgende Waren interessant sein:

  • Maschinen und Ersatzteile
  • Elektrotechnik
  • Computer und IT-Ausrüstung
  • Mess- und Prüftechnik
  • Medizintechnik
  • Fahrzeugteile
  • Pumpen und Wassertechnik
  • Klima- und Gebäudetechnik
  • Werkzeuge
  • Hotel- und Gastronomieausstattung

Auch andere industrielle Produkte und pharmazeutische Waren spielen bei den Importen eine wichtige Rolle.

Für größere oder leichte, aber voluminöse Produkte sollte neben dem tatsächlichen Gewicht auch das berechnete Versandgewicht betrachtet werden.

Wie Carrier diesen Wert bestimmen, erklären wir unter Volumengewicht verstehen und richtig berechnen.

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Versandinformationen: Martinique

Standard oder Express nach Martinique?

Bei Martinique unterscheiden sich die Laufzeiten erheblich.

DHL Paket:
Aktuell mehr als 30 Werktage Laufzeitorientierung.

DHL Express Worldwide:
Regulär rund 3 Werktage für zentrale Zielgebiete, gegebenenfalls zuzüglich Abfertigungszeit.

Für dringende:

  • Ersatzteile
  • Maschinenkomponenten
  • Medizintechnik
  • IT-Hardware

kann Express deshalb deutlich sinnvoller sein.

Bei schweren oder großvolumigen Waren kommen zusätzlich Luft- oder Seefrachtlösungen infrage.

Fort-de-France verbindet Martinique mit Europa und der Karibik

Für internationale Waren sind insbesondere zwei Logistikpunkte wichtig:

Grand Port Maritime de la Martinique

und der internationale Flughafen im Großraum Fort-de-France beziehungsweise Le Lamentin.

Paket- und Expresssendungen erreichen Martinique überwiegend über Luftverkehrsnetze.

Bei:

  • Paletten
  • Maschinen
  • Fahrzeugen
  • größeren Warenmengen

spielt dagegen die Seefracht eine wichtige Rolle.

Nach Ankunft werden Waren auf dem Straßennetz innerhalb der Insel weitertransportiert.

Im Gegensatz zu vielen anderen karibischen Versandzielen ist dafür kein zusätzlicher internationaler Inseltransfer erforderlich.

Welche Abgaben entstehen bei einer Lieferung nach Martinique?

Bei einer Unionsware aus Deutschland fällt grundsätzlich kein klassischer Drittlands-Einfuhrzoll an.

Trotzdem können entstehen:

  • regulär 8,5 % TVA
  • Octroi de mer
  • Octroi de mer régional
  • gegebenenfalls Verbrauchsteuern
  • Carrier- beziehungsweise Abfertigungsgebühren

Die Höhe des Octroi de mer hängt vom Produkt ab.

Als Orientierung nennt die französische Zollverwaltung häufig Sätze im Bereich von 7 bis 15 Prozent.

Bei einzelnen Waren können jedoch deutlich höhere Sätze gelten.

Der Octroi de mer régional liegt abhängig von der konkreten Regelung häufig bei 1,5 oder 2,5 Prozent.

Für bestimmte Unternehmen und Waren bestehen außerdem Befreiungen.

Diese werden in Martinique nach Wirtschaftszweig und Zolltarifposition festgelegt.

Was kostet ein Paket nach Martinique?

Der Transportpreis hängt unter anderem ab von:

  • Gewicht
  • Abmessungen
  • Volumengewicht
  • Zielort
  • Versandservice
  • Warenart
  • Carrier

Hinzu kommen möglicherweise die lokalen Steuern und Abgaben.

Gerade deshalb sollte beim Preisvergleich nicht nur der reine Frachttarif betrachtet werden.

Ein günstiger Transportservice kann am Ende trotzdem teurer wirken, wenn Steuern und Abfertigungsgebühren erst nachträglich sichtbar werden.

Onlinehandel nach Martinique: Frankreich ist nicht gleich Festland-Frankreich

Für Onlinehändler ist Martinique ein besonders gutes Beispiel dafür, warum Versandzonen nicht nur anhand des Ländercodes aufgebaut werden sollten.

Ein Kunde gibt möglicherweise eine französische Adresse ein.

Die Postleitzahl beginnt jedoch mit:

972

und die Ware geht tatsächlich nach Martinique.

Dann gelten andere steuerliche Regeln als bei einer Lieferung nach Lyon oder Marseille.

Ein Shopsystem sollte deshalb:

  • Martinique als eigenes Versandgebiet erkennen
  • Zolldaten abfragen
  • korrekte Carrierprodukte anzeigen
  • mögliche Einfuhrabgaben berücksichtigen

Eine transparente Darstellung der möglichen Zusatzkosten kann spätere Überraschungen vermeiden.

Mehr dazu finden Sie unter Versand- und Einfuhrkosten im Checkout anzeigen.

Martinique und Guadeloupe bilden einen gemeinsamen Steuerraum

Eine weitere Besonderheit betrifft den innerkaribischen Warenverkehr.

Martinique und Guadeloupe bilden den sogenannten:

Marché unique antillais.

Für TVA, Verbrauchsteuern sowie Octroi de mer werden beide Gebiete grundsätzlich als gemeinsamer Steuerraum behandelt.

Waren, die bereits in Guadeloupe ordnungsgemäß in den steuerrechtlich freien Verkehr gebracht wurden und anschließend nach Martinique geliefert werden, unterliegen deshalb nicht noch einmal denselben normalen Einfuhrformalitäten.

Das gilt jedoch nicht automatisch für andere französische Überseegebiete.

Eine Warenbewegung zwischen Martinique und beispielsweise Réunion oder Französisch-Guayana folgt anderen steuerlichen Regeln.

Für Unternehmen mit mehreren karibischen Absatzmärkten sollte deshalb nicht pauschal eine einzige „Frankreich Übersee“-Logik eingerichtet werden.

Welcher Carrier eignet sich für Martinique?

Beim Versand sollte insbesondere verglichen werden:

  • Laufzeit
  • Preis
  • Abfertigungsservice
  • Tracking
  • Versicherung
  • Gewichtsgrenzen
  • Paketmaße

Gerade die enorme Differenz zwischen Standard- und Expresslaufzeit ist bei Martinique auffällig.

DHL Paket nennt derzeit mehr als 30 Werktage.

DHL Express nennt dagegen regulär etwa drei Werktage für zentrale Zielgebiete.

Bei zeitkritischen B2B-Sendungen sollte deshalb nicht automatisch der günstigste Standardservice gewählt werden.

Eine Multi-Carrier-Auswahl erleichtert den Vergleich verschiedener Versandoptionen.

Häufige Fragen zum Versand

Ist Martinique ein Drittland?

Zollrechtlich nein. Martinique gehört zum Zollgebiet der Europäischen Union. Für die Mehrwertsteuer wird Martinique gegenüber Deutschland und anderen EU-Staaten jedoch wie ein Drittgebiet behandelt.

Kann ich ein Paket von Deutschland nach Martinique versenden?

Ja. Paket-, Express- und Geschäftssendungen können von Deutschland nach Martinique versendet werden. Wegen des besonderen Steuerstatus werden jedoch zusätzliche Zoll- und Steuerinformationen benötigt.

Wie lange dauert ein Paket nach Martinique?

DHL Paket nennt aktuell eine Laufzeitorientierung von mehr als 30 Werktagen. DHL Express Worldwide benötigt für zentrale Zielgebiete regulär ungefähr drei Werktage, gegebenenfalls zuzüglich Abfertigungszeit.

Wie hoch ist die Mehrwertsteuer auf Martinique?

Der reguläre lokale TVA-Satz beträgt 8,5 Prozent. Für bestimmte Waren und Leistungen gelten reduzierte beziehungsweise besondere Sätze, darunter 2,1 Prozent.

Was ist Octroi de mer?

Octroi de mer ist eine besondere Steuer in den französischen Überseegebieten. Sie wird in Martinique unter anderem auf eingeführte Waren erhoben. Der Satz richtet sich nach der jeweiligen Warenart und Zolltarifnummer.

Was ist Octroi de mer régional?

Der Octroi de mer régional ist eine zusätzliche regionale Abgabe, deren Bemessungsgrundlage grundsätzlich der des Octroi de mer entspricht. Die Höhe richtet sich nach der aktuellen lokalen Regelung.

Fällt auf deutsche Waren in Martinique Einfuhrzoll an?

Bei Waren mit Unionsstatus grundsätzlich kein klassischer Drittlands-Einfuhrzoll, da Martinique zum Zollgebiet der EU gehört. TVA, Octroi de mer und weitere lokale Abgaben können trotzdem anfallen.

Brauche ich eine EUR.1 für Martinique?

Für eine normale Unionsware aus Deutschland nein. Martinique gehört zum EU-Zollgebiet. Eine EUR.1 ist für diesen Warenverkehr kein regulärer Präferenznachweis.

Warum brauche ich trotz EU Zollinformationen?

Martinique gehört nicht zum EU-Mehrwertsteuergebiet. Warenlieferungen aus Deutschland werden deshalb steuerlich wie Einfuhren behandelt und müssen für TVA und Octroi de mer entsprechend angemeldet werden.

Welche Dokumente brauche ich für Martinique?

Für gewerbliche Sendungen sollten insbesondere Handelsrechnung, Warenbeschreibung, HS-Code, Warenwert, Ursprungsangaben, Gewicht und vollständige Empfängerdaten vorliegen. Je nach Produkt können zusätzliche Dokumente erforderlich sein.

Welche Sprache kann ich für die Zollinhaltserklärung verwenden?

DHL akzeptiert Englisch und Französisch. Da Französisch Amtssprache ist, eignet sich Französisch besonders gut für lokale Dokumente und Warenbeschreibungen.

Ist Martinique im Onlineshop einfach Frankreich?

Nein. Politisch gehört Martinique zu Frankreich, steuerlich gelten bei Warenlieferungen jedoch besondere Regeln. Shops sollten Postleitzahlen mit 972 deshalb als eigenes Versand- und Steuergebiet behandeln.

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